Freitag, 20. September 2013

Arschlöcher der digitalen Welt

Ja, es hat mich erwischt. Raubkopiert.

Ich gehe nicht zum Bäcker und klaue dort Brötchen. Ich klaue nicht auf Musikbörsen, ich klaue keine Filme. Wenn ich etwas "besitzen" möchte, dann kaufe ich es. Wenn ich es mir nicht leisten kann, dann spare ich dafür.

Für ein Buch sitze ich zwischen einem und drei Jahren an meinem Schreibtisch und schreibe. Ich tippe, nachdem ich vorher viel theoretische Arbeit in einen Plotentwurf und Recherche - Arbeit gesteckt habe. Allein für die Tipperei würde eine Sekretärin so entlohnt, dass pro Buch eine Halbtagsstelle bei raus käme.

Ich esse und trinke während der Zeit, die ich ein Buch schreibe. Ich nutze Energie zum heizen, ich muss wohnen und anziehen muss ich mich in der Zeit auch. All das kostet Geld.

Für Arbeit möchte man entlohnt werden. Ich auch. Ich bin nicht verlagsgebunden. Alles, was man von mir digital klaut, klaut man mir und meiner Familie. Nicht irgendeine fremde Institution, sondern ich, die Autorin, werde beklaut.

Ich wünsche mir, dass all die, die Kulturschaffende beklauen, selbst beklaut werden. Und zwar so richtig. HexHex

Sia

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