Montag, 23. September 2013

Meine Nachricht des Tages

ist diese:

Frau Schröder steht in einer neuen Regierung nicht mehr für ein Ministeramt zur Verfügung.

Danke. Danke, danke, danke.

Vielen Dank für diese Entscheidung. Als Abgeordnete bleibt sie uns erhalten. Das ist ja schlimm genug ... aber ganz ehrlich: ob sie irgendwo im Parlament rumlümmelt, oder in China fällt der bekannte Sack Reis um - das wird niemand kratzen. Das einzige Ärgerliche ist, dass sie für das Lümmeln Geld bekommen wird.
Ihr Ausstieg wird dem Familienministerium gut tun. Egal, was da auch als Minister kommen mag. Da kann man wenigstens noch auf irgendeine positive Entwicklung hoffen. Und das sie nicht sagt: als Familienministerin mache ich nicht weiter, sondern grundsätzlich Ministerämter ausschließt, ist auch ein gutes Zeichen. Man stelle sich vor, Frau Schröder als Wirtschaftsministerin. Oder als Außenministerin. Ich brech gerade innerlich bei dieser Vorstellung zusammen.

So. Und nun gehe ich schreiben. Die Nachricht ist verarbeitet, jetzt verarbeite ich meine Ideen aus der letzten schlaflosen Nacht. Viel Spass bei ihrer Arbeit und eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Sia

Freitag, 20. September 2013

Arschlöcher der digitalen Welt

Ja, es hat mich erwischt. Raubkopiert.

Ich gehe nicht zum Bäcker und klaue dort Brötchen. Ich klaue nicht auf Musikbörsen, ich klaue keine Filme. Wenn ich etwas "besitzen" möchte, dann kaufe ich es. Wenn ich es mir nicht leisten kann, dann spare ich dafür.

Für ein Buch sitze ich zwischen einem und drei Jahren an meinem Schreibtisch und schreibe. Ich tippe, nachdem ich vorher viel theoretische Arbeit in einen Plotentwurf und Recherche - Arbeit gesteckt habe. Allein für die Tipperei würde eine Sekretärin so entlohnt, dass pro Buch eine Halbtagsstelle bei raus käme.

Ich esse und trinke während der Zeit, die ich ein Buch schreibe. Ich nutze Energie zum heizen, ich muss wohnen und anziehen muss ich mich in der Zeit auch. All das kostet Geld.

Für Arbeit möchte man entlohnt werden. Ich auch. Ich bin nicht verlagsgebunden. Alles, was man von mir digital klaut, klaut man mir und meiner Familie. Nicht irgendeine fremde Institution, sondern ich, die Autorin, werde beklaut.

Ich wünsche mir, dass all die, die Kulturschaffende beklauen, selbst beklaut werden. Und zwar so richtig. HexHex

Sia

Dienstag, 17. September 2013

Das nächste Jahr

Ich will im nächsten Jahr einen Krimi schreiben. Zu diesem Zweck habe ich schon etwas recherchiert. Am Wochenende habe ich ein potentielles Opfer angesprochen und gefragt, ob ich ihn vielleicht im nächsten Jahr virtuell ermorden dürfte. Er war (verständlicherweise) erst nach einiger Überredungszeit einverstanden, wollte aber nicht so arschig dargestellt werden. Das konnte ich ihm  - natürlich - nicht versprechen. Wir haben dann an der Theke rumgelümmelt und noch über andere, ebenso interessante Optionen gesprochen. In der Zeit kamen zwei Frauen und wollten etwas zu trinken haben. Er bediente sie und dann ergab sich folgender Wortwechsel:
Sie: "Danke und dann bis zum nächsten Jahr!"
Er guckt mich an und sagt zu ihr: "Da bin ich nicht mehr da!"

Tja. Da hat sich jemand schnell identifiziert. So liebe ich das.

Samstag, 14. September 2013

Krank 2.0

Nach dem Magen kommt die Erkältung. Irgendwie ist der Wurm drin ...

Freitag, 13. September 2013

Krank

Ich war eine Woche krank. Richtig elend ging es mir.  Mein Magen war im Dauerclinch mit mir und ich hatte 'Schlafanfälle'. Kennen Sie das? Sie sind schlagartig so fertig, dass sie erstmal etwas schlafen müssen? Nein, ich meine nicht den ebenfalls anfallsartig auftretenden Büroschlaf ... 
Ich denke, ich hatte mir etwas 'eingefangen', wie man so schön sagt. Obwohl ich zwischenzeitlich sogar an ein Magengeschwür dachte. Aber ich gehe zu meinen Gunsten erstmal von einer harmlosen Viren-Variante aus. Neben den Schmerzen war der Verzicht auf Kaffee das größte Problem für mich. Ich nehme an, die heftigen Kopfschmerzen, die mich in den letzten Tagen plagten, sind eine direkte Folge des Koffein-Entzugs. Ich sag Ihnen, eine Woche Anis-Fenchel-Kümmel-Tee anstatt Kaffee ist für mich eine Strafe. Allein schon deswegen lehne ich ein Geschwür kategorisch ab. 

Gestern Nachmittag konnte ich einem schmalen Tässchen frischem Kaffee nicht widerstehen. Und siehe da: kein Magenschmerz und die Kopfschmerzen verzogen sich auch. Was für Aussichten auf ein Wochenende im Mittelalter!

Ich geh dann mal feiern, bis dann, Sia

Montag, 9. September 2013

Die Wende

So würde das nichts werden können: ein Knastaufenthalt folgt dem nächsten und zwischen diesen erzwungenen Ruhephasen laufen die Geschäfte mehr schlecht, als recht.
Und dann, die Wende: geschicktes Verkaufen von Grundstücken ermöglicht den Erwerb von drei Hotels.

Zu dumm, dass wir mit "Tempowürfel" gespielt haben. Wer dieses Pech hat, und in Folge Münchner  und anschließend Berlinerstraße zwangsweise besuchen muss, der wird mal eben 1900 € los. Pech? Nein. Monopoly.

So habe ich mit drei Straßen und zwei Bahnhöfen drei männliche Mitspieler ausgeknockt. Ich werde von Spiel zu Spiel besser. Zu Weihnachten letztes Jahr hatte ich gewonnen und da dachte ich noch, das war bestimmt das erste und einzige Mal, ich werde dieses Spiel nie wieder gewinnen.
Was lernen wir daraus? Man kann in kurzer Zeit lernen, skrupellos kapitalistisch zu denken, dafür muss man noch nicht mal Banker sein.

Kommen Sie gut in die Woche, liebe Grüße, Sia

Freitag, 6. September 2013

NSA und Lederstrumpf


Schon gehört? Die NSA kann ALLES lesen. Auch die verschlüsselten Daten.
Tja. Hilft nix. Muss für die geheime Korrespondenz doch wieder die alte Lederstrumpf Ausgabe von anno Tobak herhalten.

Liebe Freunde!
Ich schick dann gelegentlich die Brieftaube mit den Daten. Natürlich verschlüsselt. Ihr müsst die Taube füttern und warten, bis sie sich entleert.  Dann müsst ihr den Taubendreck nehmen und in einer Vollmondnacht auf einem katholischen Friedhof in einer kupfernen Schale abbrennen. Die übrig gebliebene Asche ergibt dann ein Bild, aus der man die erste Seite des Referenz Alphabets herauslesen kann.

Zu kompliziert?
Okay. Dann doch wieder per Snail-Mail. Wenn ich die Handschrift meines Mannes betrachte, dann weiß ich: der braucht keine Kryptografie. Der hat das in der Motorik ...

Was lernen wir daraus? Genau. Was wirklich unentdeckt bleiben soll, gehört nicht auf einen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist. Also, viel Spass bei den Überlegungen, wie Sie zukünftig ihre Mails mit "geheimen" Inhalt versenden können. Ich mache mich jetzt an die geheimen Kisten, in die ich das letzte halbe Jahr mit Kinderklamotten vollgestopft habe und sortiere für morgen. Morgen ist nämlich Flohmarkt!

Schönes Wochenende, Ihre Sia

Mittwoch, 4. September 2013

Gut geschminkt

Manchmal ist es nicht die Wahrheit, sondern nur gut geschminkt. Mein Sohn z.B. war in einem erste Hilfe Kurs. Das Ergebnis sehen Sie hier:


Er hat mich erwischt. Ich war völlig entsetzt, als er mir die "Wunde" gezeigt hat. Das es nur geschminkt war, habe ich erst gemerkt, nachdem er sich das Grinsen nicht verkneifen konnte.

Alles nur geschminkt. Wenn ich mich morgens im Spiegel sehe, denke ich: Hm. Wer behauptet eigentlich, das Schlaf schön macht? Nein. Der Griff in diverse Töpfchen und Tiegelchen macht schön. Oder jedenfalls etwas schöner. Manchmal verhindert der Griff zur Kosmetik auch nur das allerschlimmste.
Ich werde jetzt einen Tee trinken. Viel Schlafen und viel Wasser (oder gute Tees) trinken, das sind ja immer die Tipps der Stars, wenn sie nach ihrem guten Aussehen befragt werden.
Der Lichttechniker im Studio muss sich bei diesen Antworten bestimmt immer das Lachen verkneifen, und der Kameramann traut sich dann auch nicht mehr, näher als 5 m ans Gesicht zu zoomen.
Alles nur geschminkt. Wenn das abgewischt ist, sitzt da auch nur eine Frau, die sich morgens im Spiegel anguckt und fragt: wer behauptet, dass Schlaf schön macht?

Bis dahin, liebe Grüße, Sia