Freitag, 30. August 2013

Vaterschaftstest

Wir basteln uns einen Vaterschaftstest light:

Augenfarben werden vererbt. Die Reihenfolge der Dominanz ist: braun, grün, blau, grau.
Also Braun ist dominant gegenüber allen anderen Farben. Grau wird von allen anderen Farben überdeckt. Es werden immer zwei Farb-Allele, also Genbestandteile vererbt. Das bedeutet, wenn ein braunes Allel vererbt wird, hat man zwingend braune Augen.
Wenn Mama braune Augen hat, dann kann sie also folgende Farbkombination der Farb-Allele geerbt haben:

braun/braun
braun/grün
braun/blau
braun/grau

Wenn Mama blaue Augen hat, kann nur die Kombination Blau/Blau oder Blau/Grau zugrunde liegen.

Mama hat grüne Augen, d.h. sie kann kein braunes Allel haben, weil es dominant vererbt würde. Papa hat blaue Augen, auch er kann also kein braunes Allel haben. Kind hat braune Augen.
Ooops!

Und jetzt hoffe ich mal, dass diese kleine Übersicht nicht zu unüberbrückbaren Differenzen in den Familien führt ... (und Sie können ja mal unauffällig im Bekanntenkreis gucken ... )

xxx, liebe Grüße, Sia

P.S.: Natürlich gibts auch Mutationen und andere Feinheiten. Aber es steht ja auch drüber: Vaterschaftstest light ...

Donnerstag, 29. August 2013

Geschichten und Zeiten

Ich bin der festen Überzeugung, dass es für manche Bücher nur bestimmte "Zeitfenster" gibt. Bücher, die man zu einem für einen persönlich aktuellen Thema liest, die man mag, aber die man nach diesem Zeitfenster nie wieder anschaut - bestenfalls nur positiv in Erinnerung behält. 

Dann wiederum gibt es Zeiten, in denen man lesen könnte, aber keine Muße dafür aufbringen kann. Lesen bedeutet nämlich auch immer, sich die Zeit zu nehmen auf innere Wanderschaft mit der Geschichte zu gehen.

Und es gibt diese Momente, in denen man in eine Geschichte so vertieft ist, dass man für alles andere keine Zeit hat.

Mein Sohn und ich hatten heute Morgen Streit. Ich wollte, dass er seine Socken anzieht. Er wollte lesen. Es eskalierte. 

Nach fünfminütiger stummer Autofahrt waren wir beide wieder auf normaler Betriebstemperatur angekommen. Ich habe mich während der Fahrt erinnert, dass es mir als Kind bei spannenden Geschichten einfach egal war, was um mich herum passiert. Ein Umstand, der mich auch heute noch ergreift, wenn ich ein wirklich tolles Buch lese.
Und mein Sohn hatte sich in die Situation ergeben. Sport ohne Socken in den Turnschuhen geht einfach nicht.  Auch nicht, wenn Asterix und Obelix gerade wieder einen dusseligen Römer verhauen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 26. August 2013

Familienbande

Mein Sohn. Er ist auf der Bewegungsebene eher den trägeren Mitmenschen zuzurechnen. Er muss sich nicht körperlich verausgaben, um sich wohl zu fühlen. (Das muss er von mir haben ...)

Glücklicherweise hat er die körperliche Konstitution von seinem Vater geerbt. Er setzt nicht an. Er ißt allerdings auch nur sehr ausgesuchte Lebensmittel. Man könnte sagen, er ist da sehr eigen. Genauso eigen wie mit Bewegung außerhalb der vier Wände. Frische Luft könnte die Lungen mit unvorhergesehen Teilchen kontaminieren, deshalb hat er einen Hang dazu, dieser Luft auszuweichen.

Mit anderen Worten: er ist der geborene Stubenhocker.

Wir versuchen vieles, um ihn aus dem Haus zu jagen. Nicht immer mit Erfolg. Gestern hat es mein Mann geschafft: er konnte ihn von einer Fahrradtour überzeugen. Bei der Verabschiedung sagte mein Mann: "Wahrscheinlich sind wir in zehn Minuten wieder da." Es dauerte tatsächlich zwei Stunden, bis ich sie wieder sah. Mein Mann hatte sich über die Ausdauer unseres Kindes gewundert. Mein Sohn nicht. Er sagte nur: "Ich hatte ein Update."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche. Und wenn Sie etwas schaffen, dass Ihnen die ganze Zeit nicht gelungen ist, dann wissen Sie: Sie hatten ein Update!

Bis dann, Ihre Sia

Sonntag, 25. August 2013

Vorboten des neuen Buches

Die Farbe Blau liegt mir momentan ganz nah.

Ein blaues Blau, nicht schwer abgedunkelt, sondern klar und licht. Kein griechisches Blau, aber auf viel weißem Deckblatt.

Das Motiv?

Tja. Mein Coverdesigner und ich haben schon mal Brain-Storming gemacht. Unsere Vorstellungen liegen aktuell noch etwas auseinander. Seine Einwände sind nicht von der Hand zu weisen. Ebenso seine Bemerkungen zur Titelei. Es wird also spannend im NOVEMBER!

Ja. Am Freitag war ein Date mit dem Lektorat angesagt und nun stehts fest. Mein Abgabetermin für SIB II ist im September. Das bedeutet, das Cover und Titelei im Oktober bearbeitet werden, gleichzeitig mit der letzten Überarbeitung. Und dann, dann soll es mit der Fortsetzung von Rheingau-Roulette endlich soweit sein.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Herbst: geplant ist die Veröffentlichung für Ende November. Genaueres gibts natürlich hier und bei Facebook.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 22. August 2013

Konstantin Wecker

Ich habe gerade die Seite von Konstantin Wecker auf Facebook "geliked".

Dieser Musiker begleitet mein Leben schon lange und was soll ich sagen? Seine Musik, seine Texte und seine Stimme gehen bei mir irgendwo direkt in die Eingeweide und lösen dort etwas aus. Dieses "Etwas" ist unbestimmbar. Das ist so wie mit manchen Tenören. Diese Stimmlage geht bei mir irgendwo ins Mark und trifft mich im tiefsten Inneren.
Wenn Konstantin Wecker am Klavier sitzt und spielt, dann bin ich immer wieder hingerissen. Joja Wendt finde ich übrigens auch ziemlich Klasse. Wie unglaublich dieser Pianist ist, kann man hier sehen: Joja Wendt auf Youtube.

Männer am Klavier haben definitiv was.
Okay, Paul Kuhn war jetzt nicht so mein Fall. Wobei das sicherlich ein Generationending ist. Meine Mutter fand ihn toll ...

Ich habe versucht meinem Sohn dieses Instrument nahe zu bringen. Er lernt Keyboard. Fast immer weigert er sich zu üben. Meinen Standardsatz kann er dagegen schon auswendig: Die Männer am Klavier kriegen immer die besten Frauen ab. Seine Antwort, die dann auch standardmäßig kommt, habe ich hier schonmal erzählt: Frustrationen

Was soll ich sagen. Genug ist nicht genug. Ich gönne mir jetzt eine Portion Konstantin Wecker, ultralaut und danach schreibe ich. Morgen treffe ich meine Lektorinnen. Mal sehen, was ich denen erzähle.

Bis dann, Ihre Sia

Montag, 19. August 2013

Letztens, in der Stadt

Ich bin vor etwa einer Woche morgens in die Stadt gefahren, um etwas zu erledigen. Der Berufsverkehr war schon durchgerauscht und ich hatte keinen festen Termin. Bis zum Schulende war noch genügend Zeit, also konnte ich mit Ruhe und Gelassenheit im Auto vor mich hinfahren.
Die junge Frau hinter mir offensichtlich nicht. Sie versuchte hektisch mich zu überholen und kurz vor dem Parkhaus gelang es ihr auch. Schnittiges Tempo!
Sie musste mich dann leider schneiden, weil sie auch ins Parkhaus wollte und die Entfernung scheinbar nicht so richtig einschätzen konnte. Aber gut. Ich war entspannt. Wenn die junge Frau das knallige Fahren an diesem Morgen brauchte, dann sollte es so sein. Von mir aus, gerne.

Ich fahre die kurvige Straße im Parkhaus hoch und biege auf mein gewohntes Parkdeck ab. Vor mir: die eilige junge Frau. Die Tür des Autos war geöffnet und sie musste sich qualvoll herausquetschten um an den Anforderungsknopf für das Parkticket zu kommen ...

Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Mit dem Abschätzen von Distanzen hats die Dame wohl nicht so. Da nützt die ganze schnittige Fahrerei nichts, wenn man sich dann am Ticketautomat blamiert.

Schöne Woche für Sie, Ihre Sia

Freitag, 16. August 2013

Schlagzeilen in der Online-Welt

Ich habe in meinem Browser eine Funktion, die heißt "TopSites einblenden". Wenn ich darauf gehe, dann erscheinen viele bunte Bildchen von Seiten, die ich markiert habe oder öfter benutze auf meinem Browserfenster. Sozusagen der meisten Klicks im Überblick. Manche Seiten besuche ich nicht so oft, aber aus bestimmten Gründen habe ich sie mir dort angeheftet. Dazu gehört auch die "Bunte". Gestern habe ich mal wieder geguckt, was mir dieses gelb-bunte Blatt so bietet.

Cora. Nach zwei Jahren Schweigen redet sie wieder. Ach ja. Wer war nochmal Cora? Muss ich die kennen?

Der Holländer, der "unsere" Sylvie verhauen hat, hat ja ne Neue. Und die redet jetzt über Kinder mit dem Holländer. Einer meiner Lieblingssätze: Jetzt redet Sie. Wahlweise: Jetzt spricht Er.

Mutter und Tochter mit der Bildunterschrift: "Sie könnten Schwestern sein." Naja. Wenn man 50 Jahre dazwischen packt, schon. Ansonsten muss man Gesichtsblind sein, um da eine "so" frappierende Ähnlichkeit wahrzunehmen. Sorry, aber man sieht der einen Frau einfach das Alter an.

Ich hatte wirklich vergessen, wie wahnsinnig wichtig die Themen dieses Blattes sind. Aber für meine Recherche-Arbeiten brauche ich das bunte Blatt hin und wieder. Wie sieht gerade eine hippe Handtasche aus? Da muss ich nämlich ein bisschen Zeit in bunte Bilder investieren, damit ich weiß wovon meine Protagonistin träumt. Aber ich gebe zu, es fällt mir manchmal schwer über die Schlagzeilen unterhalb des Teppichkantenniveaus hinweg zu lesen, ohne mich zu erbrechen.

Kommen Sie gut ins Wochenende!


Donnerstag, 15. August 2013

Vorspiel, nein Danke.

Am Telefon:

Guten Tag, mein Name ist Schmpffts-Möfffn von der Oritschn-Fär Kompanie, wir sind ihr Stromanbieter. Spreche ich mit Frau Wolf?

Grummel. Nein, nein. Nur mit ihrem Geist. Warum habe ich mich wohl mit "Wolf" am Telefon gemeldet?!

"Ja."

"Frau Wolf, wer in ihrem Haushalt ist denn für den Strom zuständig?"

Hä? Was ist das für eine Frage? "Was geht Sie das an?"

"Wir sind ihr Stromanbieter!"

"Und? Was wollen Sie?"

"Was ist das denn für eine Antwort? Warum sagen Sie mir nicht einfach, wer sich bei Ihnen um den Strom kümmert?"

Der Typ wird rotzfrech. Regt sich am Telefon über mich auf. Ich lege auf.

Liebe Anrufer von Firmen. Ich brauche kein Vorspiel. Sie können direkt sagen was Sie wollen, wenn Sie mich schon stören. Und wenn Sie mir dumm kommen, dann müssen Sie damit rechnen dass ich auflege. Wenn ich mit jemand nett am Telefon plaudern will, dann telefoniere ich mit Freunden, Bekannten und Verwandten. Alle anderen sind Zeiträuber. 

Mit freundlichem Gruß

Dienstag, 13. August 2013

Ziele

Ich habe die Planung für den Rest des Jahres stehen.

Man muss sich Ziele setzen, sonst wird das nichts. Also, so ist der Plan:

Die Fortsetzung von Rheingau-Roulette, auch SIB II genannt, soll fertig werden. Für dieses Projekt ist die Hauptzeit vorgesehen. Außerdem schreibe ich stetig weiter an "from Sia ..." Die Geschichte entwickelt sich, und ich mag sie sehr. Die Veröffentlichung ist für  Frühjahr 2014 geplant.
Und schließlich drängelt sich gerade Henrike (Katjas Schwester aus Rufus und Rabe) vor und behauptet, ich müsste dringend noch dies und das von Katja und Sebastian erzählen. Ich bin ja ein freundlicher Mensch und höre Rikes hysterischer Dauerbefeuerung gelassen zu. Hin und wieder mache ich mir Notizen und denke über ihre Vorschläge nach. Wahrscheinlich hat sie mich bis Weihnachten mürbe gemacht und ich bin überzeugt, dass Rufus und Rabe eine Fortsetzung brauchen ... Ich muss Schluss machen.  Rike quäkt schon wieder im Hintergrund ...

liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 8. August 2013

Gewitter

Haben Sie schon mal etwas von einem Kugelblitz gehört? Ich habe vor Jahren mal einen Bericht darüber gesehen und seitdem Angst, wenn ich bei Gewitter Fenster geöffnet habe. Neben der Angst, die mir dieses Phänomen einflösst,  finde ich Kugelblitze aber auch höchst spannend.

Heute Nacht habe ich mit weit geöffnetem Fenster geschlafen und bin durch einen lauten Knall geweckt worden. Schlaftrunken wie ich war, habe ich zwar registriert, dass es ein Donner war, aber den Zusammenhang mit dem Blitz vorher habe ich nicht hingekriegt.

Als ich endlich richtig wach war, war ich dann auch wach. Mit geschlossenem Fenster schlafen ist bei den derzeitigen Temperaturverhältnissen undenkbar. Aber mit geöffnetem Fenster und Gewitter?
Ich habe mich entschieden, das Fenster wenigstens gekippt zu lassen, Kugelblitze hin oder her. Dann konnte ich aber leider nicht wieder einschlafen, weil ich dachte, ich muss doch sehen, wenn so ein Ding hier herein fliegt.
Heute Morgen bin ich völlig platt. Mir fehlen gefühlt etwa 3 Stunden Schlaf. Alles nur, um den Kugelblitz nicht zu verpassen ...

Manchmal ist Bildungsfernsehen einfach nur blöd.

Bis dann, Sia

Dienstag, 6. August 2013

Sommerloch

Es muss das politische Sommerloch sein, dass die Grünen zu einem solchen Ansatz treibt: "Grüne wollen fleischlosen Tag in der Kantine."

Wie einfach muss das Leben sein, damit man sich darüber Gedanken macht? Oder anders rum: gibt es keine aktuelleren Probleme in dieser Republik? Verschonen Sie mich mit dem Geschwätz des weltweiten Ansatzes und das jedes Rind soundsoviel Wasser und Heu kostet.
Wenn ich mich umschaue, dann frage ich mich immer: warum hat noch nie jemand ausgerechnet, wie viel Wasser, Düngemittel und Strom die Produktion von fleischlosen Nahrungsmitteln kostet? Denn es ist ja nicht so, als ob alle Vegetarier oder Veganer wirklich grundsätzlich auf den Geschmack von Fleisch oder ein ähnliches Geschmackserlebnis wie Fleisch verzichten wollten. Es sei ihnen gegönnt. Sollen sie ihre Tofuwürstchen essen. Aber die Produktion dieser Lebensmittel kostet genauso Ressourcen, wie die Produktion von Fleisch.
Das man möglicherweise den Fleisch-Geschmack nicht mag - okay. Das man sich aus ethischen Gründen verpflichtet fühlt darauf zu verzichten- okay. Aber das möchte ich bitte selbst entscheiden. Auch, wann und wie viel Fleisch ich esse. Ein Kantinentag vorzubestimmen, an dem es kein Fleisch geben darf, ist Schwachsinn.
Ich esse übrigens mehrheitlich vegetarisch. Nur zwischendurch habe ich "Wurstphasen", da brauche ich Fleisch. Nicht auszudenken, wenn ich ausgerechnet am Veggie-Day eine dieser Phasen hätte. Keine schöne Vorstellung. Ich sehe schon die Schlagzeile in der Zeitung mit den dicken Buchstaben: "Zwangsvegetarierin beißt Kantinenkoch."

Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen, Ihre Sia

Montag, 5. August 2013

Gestern und heute


Sommerfrische am Sonntag


Heute ist Montag und es ist definitiv zu früh für Wein. 

Gestern war alles noch gestern. Heute ist alles anders. Leben eben.

Ihnen auch eine schöne Woche!

Donnerstag, 1. August 2013

Und, wie läufts bei Ihnen so?

ich wünschte es wäre Montag. Ich könnte um 8:00 Uhr am Schreibtisch sitzen und schreiben. Und vermutlich gehts mir so, wie immer. Ich muss mich erst wieder dran gewöhnen und all das, was derzeit in meinem Kopf rumort, zickt dann rum und will doch nicht raus ...

Für die Monate August und September habe ich mir ein straffes Programm vorgenommen. Ich bin fest entschlossen, in diesen beiden Monaten das Manuskript zur Rheingau-Roulette Fortsetzung endlich fertig zu stellen. Und ich bin guter Hoffnung! Außerdem läuft nebenher ein Projekt, dass mir großen Spass macht. Ich sag nur: from Sia ...

Schönen Tag noch, lg, Sia