Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern

Anlässlich der Witterung haben wir unser Hexenhäuschen österlich angepasst:



Ich wünsche Ihnen schöne Ostertage - ob mit oder ohne Schnee!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 29. März 2013

Schneehasen

und kalte Eier. So haben wir uns Ostern 2013 nicht vorgestellt.

Nein. Wir wollten im frühlingshaften Sonnenschein sitzen, uns von lauten Vögeln vollpiepen lassen und überlegen, ob man schon den Grill anschmeißen könnte. Wir wollten im T-Shirt schwitzend eiskalten Weißwein auf windgeschützten Terrassen trinken, Tomaten mit Basilikum und Mozarella essen und uns des Frühlings freuen. Wir wollten kleine Wanderungen durch den Frühlingswald machen, uns ansehen, wie sich die Frühjahrsblüher breitmachen und den Duft von Hyazinthen ahnen.

Und nun?

Nun halten wir aus. Wir sitzen im Haus, sehen auf schneebedeckte Beete, trinken Glühwein und finden Ostern im Schnee einfach unmöglich. Bunte Eier im Schnee verstecken ist auch doof.
Das Gute ist: Es ist momentan egal wo sie in Deutschland sind. Es ist überall kalt. Wir müssen also nicht neidisch auf irgendeinen Landstrich sein. Die Schneehöhen variieren. Aber wirklich Frühling gibts hierzulande gerade noch nicht. Sehen wir es also positiv.
Die Kälte hat auch etwas Gutes: wenn Sie mit ihrer Frühjahrsdiät noch nicht so weit wie gewünscht gekommen sind, haben Sie noch eine Galgenfrist, bis die Sommerhosen vom letzten Jahr wieder passen müssen. Das schaffen Sie. Vorausgesetzt, Sie trinken nicht so viel Glühwein!

Machen Sie sich warme Gedanken, das hilft über kalte Tage hinweg!
Liebe Grüße, Ihre Sia

Donnerstag, 28. März 2013

Neulich im Einkaufszentrum

Ich habe in der letzten Woche ein Einkaufszentrum besucht, um noch ein paar Ostersachen und Geburtstagsgeschenke zu besorgen. Es war brechend voll in der Passage. Man konnte fast den Eindruck gewinnen, man befände sich in der letzten Adventswoche. Draußen eiskalt und gute zwanzig Zentimeter Schnee, drinnen hektische Menschenmengen und alle im Kaufrausch. Lediglich Weihnachtsengel und die entsprechende Musik fehlten. (Nebenbei bemerkt: ich bin sehr froh, dass es keine Ostern-typische Musik gibt. Jedes Jahr überlege ich, wann "Last Chrismas" von Wham endlich von den Radiosendern gebannt wird ...)
Es war anstrengend. Vor allem, weil ich nach etwas suchte, was nicht zu finden war. Ich habe mich also einigermaßen frustriert auf den Heimweg gemacht. Mein Auto stand im Parkdeck und als ich im Aufzug stand und darauf wartete, dass sich die Tür endlich hinter mir schließt, da hasten eben noch eine Mutter mit ihrem Sohn durch die Tür. Außer Atem, aber offensichtlich glücklich schnauften sie neben mir.

Die Mutter strahlt ihren Sohn an und sagt: "Das ging ja einigermaßen schmerzlos. Rein und alles bekommen."
Der Sohn, ich vermute altersmäßig gerade Eintritt in die Pubertät, hängt an der Aufzugwand und nickt lässig. "Jo."
Die Mutter: "Dann bleibt nur noch eine Herausforderung!"
Der Sohn, immer noch lässig an die Wand gelegt: "Das Ausparken!"

Ich hab nicht mitgekriegt, wie sie geguckt hat. Aber ich hab mich sehr amüsiert und habe beim Ausparken grinsend an die Frau gedacht ...

Bis dahin, liebe Grüße, Ihre Sia

Samstag, 23. März 2013

Friseurbesuche

Ich habe ein gestörtes Verhältnis zu Friseuren. Und da meine Friseurbesuche eher selten sind, vergesse ich zwischendurch auch immer wieder, warum das Verhältnis so zerrüttet ist. Es liegt daran, dass ich eine genaue Vorstellung davon habe, was meine Haare aushalten. Schließlich kenne ich sie lange genug. Da sie immer noch da sind, wachsen, glänzen und ohne Probleme alles mitmachen, was ich ihnen so vorschlage, muss es eine ziemlich gesunde Pracht auf meinem Kopf sein.

Heute Morgen war es wieder mal soweit: ich habe mich durchgerungen und bin zum Friseur gegangen. Es war nicht ganz spontan (wie meine Friseurbesuche sonst so sind). Den Vorsatz, meine Haarpracht zu verändern, trage ich schon seit Wochen mit mir herum. Vor zwei Tagen war ich dann soweit, und wollte gerade losfahren, als die Schule anrief und ich mein Kind abholen musste. Das wars dann erstmal. Ein krankes Kind wollte ich nicht allein zuhause lassen. Und mitnehmen schon gar nicht.

Also habe ich heute morgen mein Glück versucht.
Können Sie mir erklären, warum Friseure als erstes sagen: "Das wird bei Ihnen aber nicht so aussehen!" wenn man ihnen eine Frisur-Idee zeigt?
Ich werde es nie verstehen. Dass ich nicht so aussehen werde, wie das Model, das ist mir klar. Und das der schwere Glanz in den Haaren nicht aus Natur, sondern gephotoshopped ist, wissen wir auch alle. Irgendwie scheinen die viel weniger Vorstellungsvermögen zu haben, als ich. Wenn da jemand auf dem Bild ein ebenso schmales Gesicht wie man selber hat, dann weiß man doch, ob einem die Grundidee der Frisur stehen könnte, oder? Die gleiche abwehrende Haltung bekommt man übrigens, wenn man es wagt, Dauerwellen haben zu wollen. "Um Gottes Willen! Bei Ihren schönen Haaren!"
Ja. Genau. Bei meinen schönen Haaren. Weil ich es will. Schließlich ja auch bezahle. Und weil ich alt genug bin und weiß, was ich meinen Haaren antun kann. Und wie ich mit Dauerwellen ausssehe. Wenn sie denn gut gemacht sind.

Wir brauchten etwa eine Stunde, um uns einzunorden, meine Friseurin und ich. Dann hatte sie meine Haltung akzeptiert und ordentlich gearbeitet. Und ich bin glücklich und zufrieden aus dem Laden gegangen, mit einer neuen Frisur, die mir gefällt.

Warum denn nicht gleich so?

Bis dahin, liebe Grüße, Ihre Sia



Mittwoch, 20. März 2013

Frühlingsanfang

Winter zum Frühlingsanfang


hau endlich ab, Du Sau!

Dienstag, 19. März 2013

Ein wirkliches schönes E-Book

Ich weiß es nicht. Wirklich nicht. Wann hat mich das letzte Mal ein Buch eines Selfpublisher so mitgerissen? Ich schwöre: Ich kenne die Autorin bisher nicht, weder persönlich, noch über irgendwelche FB-Gruppen, Chats oder Foren. Ich schreibe hier keine Liebesdienst-Rezension. Ich schreibe diese Rezension, weil ich mich haltlos in dieses Buch verliebt habe. Es war für mich das Highlight der letzten Wochen, in denen ich so unendlich viele Ebooks gelesen habe bei denen ich dachte: das hat die Welt jetzt nicht gebraucht. Liebe 2.0 gehörte definitiv nicht dazu.

Es geht um Julia. Sie hat eine abgesagte Hochzeit hinter sich, einen Job, der sie völlig nervt und sie lernt zwei Typen kennen - der eine zu jung, der andere zu alt für eine ernst zu nehmende Beziehung. Oder?

Es gibt ein Leben vor diesem aktuellen Dasein, und es gibt Dinge, die Julias Leben noch immer beeinflussen. Nachhaltig beeinflussen, und die sich erst im Verlauf der Geschichte erschließen.
Die Geschichte hat Humor, sie hat Gefühl und die Autorin schafft es, einem das Gefühlschaos nahe zu bringen, in dem sich Julia befindet.

Die Autorin hat einen erzählerischen Fluss, der mich begeistert hat. Sätze, die sich schön anhören und sich noch schöner lesen lassen. Ein Satz aus diesem Buch beschreibt es ziemlich genau. Julia sagt über einen Schriftsteller: 
„ ... hat einen unerwartet unkomplizierten Schreibstil. Es macht schlichtweg Spass, ihn zu lesen. Und ehrlich gesagt, vermisse ich genau das bei vielen zeitgenössischen Büchern.“ 

Und dieser Satz beschreibt mein Gefühl beim Lesen dieses Buches. Zwischendurch habe ich ganz schön geheult, weil ich so manches so gut mitfühlen konnte. Aber so muss ein gutes Buch sein: es muss einen mitnehmen in die Welt des Protagonisten.

Wer gern Liebesromane liest, die sich jenseits von Chicklit-Klischees und Heftchenromantik bewegen, ist bei Liebe 2.0  gut aufgehoben.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 18. März 2013

DAS

Haben Sie es gesehen? Die Nörgelei von Katja Riemann auf dem roten Sofa, der Promi-Couch im NDR Fernsehen zur Vorabendzeit?

Ich war life dabei. Und bei aller Liebe, ich fand Frau Riemann ziemlich zickig. Gut, die Fragen, die Hinnerk Baumgarten da losgelassen hat, waren nicht von brüllender Intelligenz. Und das Interview auf einzig allein den misslungen Kommentar zum nicht weniger misslungen Beitrag über Frau Riemanns Kindheit in Kirchweihe zu reduzieren, wäre auch ungerecht. Aber so sind die Spielregeln auf diesen Sofas. Wer einen Film/Buch/CD/Bühnenprogramm bewerben will, muss sich auch gut im Sinne von positiv verkaufen.
Die Frage ist, muss man sich im Fernsehen zwangsläufig "gut" benehmen? Also ähnlich wie mit Eltern ins Lokal gehen - zuhause wird rumgemotzt, aber in der Öffentlichkeit wird sich gut benommen, egal, was da zwischen den einzelnen Familienmitgliedern gärt. Und ja. Ich finde schon. Das gehört zu einer Kulturleistung in dieser Gesellschaft, die man als Kind lernen sollte: ich muss anderen nicht meinen Gemütszustand aufzwingen.
Will ich mir einen Film ansehen, in dem eine offensichtliche "Zicke" mitspielt? Nein. Nicht in diesem Leben. Egal, was ich bisher von Frau Riemann gehalten haben mag. Wer sich nicht benehmen kann und mich zum Fremdschämen zwingt, der ist bei mir unten durch.

Wäre Frau Riemann charmant über den Einspieler hinweggegangen und hätte nicht mit dieser  unendlichen Leidens-Bittermine dagesessen, dann hätte es keinen Aufschrei gegeben. Dafür hätte eine kleine lächelnde Bemerkung wie "fand ich jetzt nicht so prickelnd" gereicht. Vor allem das Lächeln hätte mehr gesagt, als tausend Worte. Und, by the way: Herr Baumgarten, in Sachen, wie man charmant einen offensichtlichen Fauxpax überspielt, da ist bei Ihnen auch noch Luft nach oben ...

Das nächste Mal stellt Herr Baumgarten wirklich interessante (noch besser wären intelligente!) Fragen, die sich nicht nur auf die Frisur beziehen, und Frau Riemann erinnert sich noch mal an die Tatsache, dass nur positive Vibrations langfristig Erfolge erbringen. Und dann? Tja, dann hat Frau Riemann auf der roten Couch gesessen, und keiner erinnert sich dran ... Soviel zu Werbung!

Bis dahin, liebe Grüße, Ihre Sia

Samstag, 16. März 2013

Dieser traumhafte Sonnenschein,

der mir das arbeiten am Rechner schwer macht, diesem Sonnenschein habe ich sehnsüchtig entgegengefiebert. Seit Anfang Januar warte ich auf dieses Wetter: sonnig, klare Sicht und die Aussicht auf den Frühling. Die letzten Schneereste liegen noch im Schatten. Sie werden sich noch etwas halten können, aber es wird ihnen jeden Tag schwerer fallen, gegen steigende Temperaturen und pralle Sonnenstrahlen zu kämpfen. Und letztlich werden sie verschwinden ...

Vor Jahren waren wir mal um Ostern herum im Allgäu. Wir sind zum Hochgrat hochgewandert und verschwitzt dort oben angekommen, konnten wir bei strahlendem Sonnenschein im Schnee sitzen und Radler trinken. Das war ein Urlaubsgefühl ohnegleichen. Selbst wenn ich jetzt nur daran zurückdenke, stellt sich dieses positive Gefühl ein. Die Menschenmenge, die sich dort oben aufhielt, hielt sich in gerade noch angenehmen Grenzen. Unaufgeregt und entspannt war die Stimmung, alle schienen das Wetter und die Aussicht gleichermaßen zu genießen. 

Urlaub wäre jetzt nicht schlecht. Obwohl - auf unserer Dachterrasse, mit oder ohne Schnee, lässt es sich auch ganz gut genießen. Vielleicht heute noch Indoor, nur mit Ausblick auf die Terrasse, aber vor den großen Fenstern sitzend. Das wird meinem entzündeten Hals ganz gut tun, denn das musste die kalte und ungemütliche Witterung der letzten Woche mir noch mitgeben: eine Erkältung mit allem drum und dran. Hoffentlich die letzte in diesem Winter!

Liebe Grüße, Ihre Sia

Freitag, 15. März 2013

Perspektiven

Ich bin verzweifelt.

Warum bin ich so unordentlich? Warum gehöre ich zu der Sorte Menschen, die ein Papier nicht sofort dorthin ablegen, wo es hingehört, sondern es erstmal "auf Halde" bunkern müssen?
Warum kann ich eine einmal geschaffene Ordnung nicht beibehalten, sondern muss die Strukturen immer wieder ändern und damit die Übersicht über meine kleinteilige Organisation verlieren?

Das ist ein sehr negativer Ansatz. Versuchen wir es anders herum:

Woher kommt meine Flexibilität? Warum gehöre ich zu den Menschen, die sich immer wieder mit neuen Dingen befassen mögen? Warum finde ich Veränderungen immer so interessant und spannend? Warum kann ich auch im größten Chaos die Übersicht über die wesentlichen Dinge behalten?

Ja. Das ist besser. Viel besser. Es ist eben immer eine Frage der Perspektive!

Schönes Wochenende wünscht Ihnen Ihre Sia

Mittwoch, 13. März 2013

Kalter Kaffee

Mögen Sie kalten Kaffee? Also ich meine nicht Eiskaffee, sondern einfach in der Tasse kalt gewordenen Kaffee?

Ich hasse ihn, genauso wie lauwarmen Kaffee aus der Kanne. Aus der Kanne, wohlgemerkt, nicht aus der Tasse.  Der Unterschied besteht aus dem Umstand, das der lauwarme Kaffee, der in der Tasse lauwarm geworden ist wenigstens heiß angetrunken werden konnte und nicht gar so grausig schmeckt, wie der Kaffee, der schon lauwarm ausgeschenkt wird. Besonders schlimm schmeckt dieser lauwarme Kaffee wenn man ihn aus angeschlagenen Steingut-Bechern trinken muss, deren "gesunde"  Lebenszeit schon lange überschritten ist.

Kompliziert?

Nein. Ganz einfach. Kaffee muss heiß sein, damit er mir schmeckt. Gern frisch gebrüht. Heißer Kaffee aus der Kaffeemaschine hingegen, der schon seit gefühlten Stunden dort bruzzelt ist jedoch genauso ekelhaft wie lauwarm ausgeschenkter Kaffee. Und guter Kaffee muss in schönen Gefäßen serviert werden.

Mit Tee ist das viel einfacher. Außer es ist schwarzer Tee, der zu lange gezogen hat und bitter schmeckt. Tee kann auch lauwarm aus der Kanne kommen, den mag ich immer noch trinken. Schwarzen Tee trinke ich am liebsten aus schönen Teetassen. Hauchzartes Porzellan oder Glas. Bei Kräutertees ist mir das nicht so wichtig, da darfs auch gern ein Becher sein. Hauptsache, er ist nicht angedotzt oder vom jahrelangen Teetrinken schon rotbraun verfärbt.

Warum fällt mir so ein Scheiß ein? Weil ich noch 1500 Worte schreiben müsste, und mir gar nichts einfällt. Muss am Thema liegen.

Ich geh dann mal, mir ein Mineralwasser holen. Das trinke ich ja am liebsten lauwarm. Wenn viel Sprudel drin ist. Wenn nicht, dann lieber kalt und mit Eiswürfel. Wasser trinke gern aus Gläsern, die nicht so riesig sind. Große Wassergläser finde ich unelegant. Und unbequem in der Handhabung.

Bevor ich jetzt weiter Unsinn schreibe, gehe ich wirklich. Genießen Sie die Sonne, wenn Sie sie sehen!

Liebe Grüße, Sia

Montag, 11. März 2013

Bücher

Ich habe gestern durch die Kindle Gratis-Angebote von Amazon geklickt und bin bei einem Buch hängen geblieben: Shifting Baselines.
Bevor ich mir Bücher lade, egal ob gratis oder nicht, lese ich die Leseprobe. Und wenn mir die gefällt, dann kaufe ich das Buch - auch wenn es nicht gratis ist.

Bei Shifting Baselines (von Andrea Sturm) habe ich die Leseprobe angefangen, und sofort auf "kaufen" gedrückt. Ich weiß noch nicht, wie der Rest des Buches sein wird. Und der Verdienst, mich sofort zum klicken animiert zu haben, gebührt auch nicht der Autorin. Sie hat ihrem Text einen Auszug aus einem Brief von Prof. Dr. Gerald Hüther ( Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen/Mannheim/Heidelberg) vorangestellt und ich habe mich in einen kleinen Absatz aus diesem Brief verliebt, der sich auf psychotische Dekompensation bezieht:

"Manchmal ist der Boden, auf dem man steht, zu dünn, und das Gewicht, das man zu heben versucht, zu groß. Dann bricht man ein."

So ist das Leben. Manchmal sind die Dinge, die wir bewältigen müssen, zu überwältigend für unsere seelische Leistungsfähigkeit. Und leider gibt es noch viele Menschen, die glauben, eine seelische Erkrankung träfe nur die, die ohnehin schon "einen an der Waffel" haben. Was für ein Irrtum. Auch ein Beinbruch trifft nicht nur die, die ohnehin schon schlecht laufen können.

Kommen Sie gut durch die Woche. Ohne Beinbruch, ohne psychische Dekompensation jeglicher Art und ohne Sorgen. Der Frühling, und mit ihm die heitere Leichtigkeit des "Wiedererwachens" wird auch dieses Jahr kommen. Bestimmt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 10. März 2013

Ein Sonntag, der mies beginnt

... kann eigentlich nur besser werden. Mein Sonntag hat mit Schmerzen und Schnee begonnen.

Was soll das? FRÜHLING! Wo bist du?

Und die Schmerzen?

Ja. Man könnte es auch Muskelkater nennen. Die Schlepperei vom Flohmarkt hat sich in einigen Muskelgruppen manifestiert. Aber ich will nicht jammern. Das Ergebnis des gestrigen Tages verbietet jegliches Jammern meinerseits. Absolut. So erfolgreich habe ich noch nie getrödelt. Ich könnte jedes Wochenende trödeln gehen, wenn diese Schlepperei nicht wäre ...
Das Highlight war der Verkauf einer Werkbank, die schon seit drei Jahren in unserem Keller ihr kümmerliches Dasein fristete und nur noch Platz wegnahm. Zweimal habe ich das Monstrum umsonst zum Flohmarkt mitgeschleppt und frustriert wieder mit nach Hause genommen. Gestern hatte eine Frau ein Einsehen mit mir. Sie hat das Ding gekauft.
Das Glück muss mir anzusehen gewesen sein. Glückliche Menschen verkaufen viel. Manchmal ist mir der falsche Preis rausgerutscht - zu billig oder zu teuer. Und Freundlichkeit hilft enorm. Blöde Kunden gab es auch, die mit Unfreundlichkeit versuchten, Preise zu drücken. Diesen Menschen habe ich nur noch hohe Preise genannt, ich wollte an die gar nicht verkaufen. Auf den ganzen Tag besehen, hat es sich jedoch ausgeglichen. Zum Ende hin kam wieder ein Pärchen, das mir den Abschluss des Tages versüßte. Ein kauffreudiger Mann mit Baby auf dem Bauch und sein Weib. Freundliche Menschen, die man mit einem kleinen Preisnachlass glücklich machen konnte und man die klassische Win-Win-Situation hat. Zufriedene Kunden auf der einen und eine zufriedene Verkäuferin auf der anderen Seite.

Was juckt mich da der Schnee, der immer noch fällt?

Ein schönes restliches Wochenende wünscht Ihnen Ihre Sia

Samstag, 9. März 2013

Flohmarkt

Entweder habe ich heute Abend die Nase voll und sage "Nie wieder" oder ich habe mich blendend amüsiert, oder ich habe mich amüsiert und gut verkauft. Vermutlich nicht, bei meinem derzeitigen Karma.
Momentan kann ich offensichtlich nicht alles haben. Wenn ich gut verkaufe, nehme ich nicht ab. Wenn ich abnehme, krieg ich keine Rezensionen. Wenn ich neue Rezensionen bekomme, verkaufe ich nüscht.

Das Leben kann manchmal ein Drecksack sein, gell? Wir werden sehen, wie der Tag läuft und ich werde berichten.
Hoffentlich sind Sie nicht eingeschneit. Jetzt, wo wir die Winterklamotten schon fast eingemottet haben und unsere Blicke begehrlich auf den leichten (noch etwas zu knappen) T-Shirts des Sommers ruhen.

Ach was. Auch dieser Winter wird vorübergehen. Er muckt noch mal kurz auf, das kennen wir ja von dem Herren. Und dann wird er sich ins Unvermeidliche fügen und sich verdrücken.
Und Ostern gucken wir alle bei leichter sommerlicher Wärme und ohne Wind mit Sonnenbrillen in den blauen Himmel.

Schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihre Sia

Freitag, 8. März 2013

Frauentag, Frühlingsgefühle und Polyamorismus

Tja, da sitze ich nun mit dieser Überschrift.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nichts. Jedenfalls nicht zwingend. Aber nachdem ich aus verschiedenen Gründen sehr weit im Netz für einen Plot-relevanten Sachverhalt recherchieren musste, komme ich an den Themen nicht vorbei. Und, so leid es mir tut, ich habe den Eindruck gewonnen, dass es vor allem die Herren der Schöpfung sind, die sich dem Thema Polyamorismus mit Hingabe widmen.

Was ist das? Poly von "Viel" und Amor von "Liebe". Letztlich geht es darum, dass man mehr als einen Menschen liebt, auch körperlich und das mit dem Einverständnis des vorhandenen Partners. Mehr dazu hier: Polyamorismus.

Ich würde ja gern glauben, dass es funktioniert. Aber so recht möchte sich diese Idee bei mir nicht durchsetzen. Nach allem was ich gelesen habe, ist es in Hetero-Beziehungen meist der Mann, der mit so einer Lebensform die Beziehung "bereichern" will.
Hm.
Mein Eindruck ist, da möchte einer die Putzfrau behalten und gleichzeitig eine frische junge Liebhaberin dazu haben. Sich nicht entscheiden wollen wird übersetzt mit: man kann mehrere Menschen zur gleichen Zeit gleichmäßig lieben. Glaube ich das?
Aus meinem Erfahrungshaushalt heraus betrachtet glaube ich das nicht. Jedenfalls nicht, was eine erotische Paar-Beziehung angeht. Ich glaube eher, dass die Putzfrau keinen Sex mehr abkriegt, während die junge Liebhaberin wohlwollend auch mit am Esstisch der Familie geduldet wird (werden muss). Dafür kann die "Putzfrau" ihren Status und den Zugriff aufs Konto behalten.

Also, falls Ihre Frühlingsgefühle überschwappen, und Sie meinen dieser interessante Mensch, den Sie da gerade kennengelernt haben, wäre der ideale Partner für Sie - okay. Leben Sie es. Aber erwarten Sie doch bitte nicht, dass Ihnen Ihre alte Beziehung erhalten bleibt. Sie wird sterben. Und so ist das im Leben: Man kann den Kuchen nicht aufessen und behalten. Wer das meint, bescheisst sich auf lange Sicht gesehen selber.

Genießen Sie den Frauentag und falls Ihnen Ihr Partner eine solche Zweitfrau ans Herz legt, lassen Sie sich folgenden Spruch auf der Zunge zergehen: Wie bestraft man die Geliebte seines Mannes? Sie muss ihn behalten!

Liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 6. März 2013

Titelsuche und Coverideen

Wenn man sich die aktuellen (E-Book) Bestseller bei Amazon anguckt, dann muss der nächste Buchtitel zwingend eine Obstsorte, eine Jahreszeit oder mindestens das Adjektiv "plötzlich" enthalten. Und das Cover muss zwingend in irgendeiner Quietschfarbe eingefärbt sein. Also rosa, mit roten Schleifchen oder so ähnlich. Könnte auch knatschgrün oder himmelblau sein. Hauptsache, die Farbe schreit einen an: ich bin ein Frauenbuch! Leicht und unterhaltsam! ChickLit!
Alternativ muss eine Frau, selbstgemalt oder so aussehend, mit bunten Klamotten im 50iger Jahre Stil draufgemalt sein. Ich kanns nicht mehr sehen. Ehrlich. Bald ist es auch egal, ob der Inhalt nett ist, oder nicht, dann wird es genauso peinlich so ein Buch in Händen zu halten, wie diese öden Nackenbeißer-Titel, auf denen die hingegossene Blondine von einem muskulösen Schönling gehalten wird.

Okay, okay. Ich habe mich bei meinem nächsten Buch schon von Titelvorstellungen wie "Sachsenskat, Bayernlotto und Hessen-Halma" verabschiedet. Auch wenn das als Nachfolger von "Rheingau-Roulette" durchaus passen könnte. Das Lektorat hat nein gesagt. Auf gar keinen Fall. Okay, ich beuge mich. Aber muss ich wirklich meine Seele verkaufen und meinen Titel und das Cover dem Käuferwillen anpassen?  Marketingstrategen werden "Ja" sagen. Oder mir empfehlen, einen Trend zu kreieren. Ne. Dazu eigne ich mich nicht. Ich bin keine Trendsettern. Völlig unbegabt auf dieser Ebene.

Wenn meine Lektoren den Eintrag hier lesen, werden sie die Hände über den Köpfen zusammenschlagen. Sie warten ungeduldig auf die nächsten Seiten und ich dümpel hier mit so sinnlosen Fragen wie Cover und Titel rum, wenn das Werk noch nicht mal fertig, geschweige denn vom Lektorat abgesegnet wurde.
Sorry. Aber wenn ich nicht schreiben kann, dann will ich wenigstens etwas anderes Sinnvolles tun. Ich höre ja nicht auf über den Plot nachzudenken, wenn ich einfach zwischendurch ein bisschen etwas anderes mache. Nehme ich wieder eine Szene aus dem Buch? Hm. Fällt mir momentan nur Stacheldraht ein. Ob das ein guter Titel ist?
Titel darf man ja nicht so früh bekannt geben, sonst können sie geklaut werden, wenn man sie nicht rechtzeitig schützt. Doch, wirklich, es gibt Titelschutzanzeiger, bei denen man auch tunlichst vor Veröffentlichung nachsehen sollte, ob der gewählte Titel nicht vielleicht schon vergeben ist. Könnte teuer werden, wenn man sich was aussucht, was schon in Gebrauch ist.

Ich glaube, ich gehe mal in den Keller. Etwas aufräumen. Immerhin will ich am Samstag mal wieder auf den Flohmarkt, da muss ich noch etwas vorsortieren. Schöne stupide Arbeit. Dabei fällt mir vielleicht noch was Gutes zum Thema Titel, Cover oder Plot ein.

Liebe Grüße, Sia

Dienstag, 5. März 2013

Die Nachwirkungen

des Wochenendes bekommt man häufig erst ein paar Tage später so richtig zu spüren.

Mein Wochenende war spannend und die Nachwirkungen sind positiv. Ich habe am Wochenende mein Buch verschenkt und seitdem verkaufe ich auch welche. Gut, die Größenordnungen sind nicht vergleichbar. Aber immerhin passiert etwas. Sogar zwei neue Rezensionen habe ich bekommen. Ich könnte zufrieden sein. Wenn ich genauso schnell schreiben könnte, wie manch anderer Selfpublisher wäre ich das wohl auch. Aber ich brauche Zeit für die Schreiberei, da hilft auch meine Unzufriedenheit nicht.

Lassen Sie sich von der Sonne verwöhnen. Ich werde das auch tun, und ich muss meine Augen etwas ausruhen, die Bildschirmarbeit ist anstrengend. Vielleicht kann ich beim entspannen meiner Augen wenigstens gedanklich ein aktuelles Problem lösen, dass ich mit meinem Plot habe. Ich hasse logische Fehler! Noch mehr hasse ich es, wenn ich keine Lösungsmöglichkeit finde.

Wie sagte Nina Ruge noch? Alles wird gut.
Also, im tiefen Vertrauen darauf, dass die Dame auch heute noch Recht hat, gehe ich jetzt in die Sonne.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 4. März 2013

Sonne!

Es gibt sie noch, halleluja.

Und sie macht so glücklich. Sie macht einfach gute Laune, löst ungebremste Schaffenskraft aus und macht die Ernährungsumstellung leichter. Die Aussicht auf einen "leichteren" Sommer lässt mich den Versuchungen von Schokolade und Co widerstehen.

Und sorry. Heute nur kurz. Muss an mein Buch.

Liebe Grüße, Sia

Sonntag, 3. März 2013

E-Books, die ich ganz bestimmt

nicht mehr kaufe:
  • E-Books mit blutigen Händen drauf
  • E-Books, deren Titel irgendetwas mit "Rache" zu tun hat
  • E-Books, deren Klappentext mir etwas von Vampiren, Geistern, Zombies oder ähnlich gelagerten Kreaturen erzählen
  • E-Books, deren Leseprobe einen Umfang von 4 Seiten hat, inclusive Cover, Impressum, Inhaltsverzeichnis und Danksagung.
Die Covergestaltung ist zum Teil wirklich gruselig. Ich bin an diesem Wochenende in den Untiefen von Amazon versackt. Das hat sicherlich mit meiner Werbeaktion zu tun. Soviel kann ich Ihnen jetzt schon verraten: Ich hätte mir einen Kleinwagen kaufen können, wenn ich diese Bücher alle regulär verkauft hätte.

Aber was solls. Marketing kostet Geld, und besser als Geld ausgeben ist in diesem Fall,  Geld nicht zu bekommen. Ob sich das Ganze gelohnt hat, werde ich im Verlauf der nächsten Wochen sehen. 
Wenn der Schub vom Wochenende nicht für steigende Absatzzahlen sorgt, dann doch zumindest für ein Motivationsschub für die Schreiberei. 
Denn was kann es Schlimmeres für einen Autoren geben, als sein Buch für Null anzubieten, und kein Mensch interessiert sich dafür. Diese Angst hat mich umgetrieben und mich Nachtschlaf gekostet.  Tatsächlich habe ich mehrere Gratis-Bücher auf Amazon gefunden, die ohne Rangkennzeichnung waren - ich vermute, sie sind nicht angefordert worden. Bin ich froh, dass ich das nicht erleben musste. 
Nun warte ich gespannt auf die nächsten Tage und die Spätfolgen dieses Wochenendes.
Und Ihnen wünsche ich noch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße, Sia

Freitag, 1. März 2013

Kennen Sie Heldt?

Heldt ist der Held aus der neuen Serie, die seit einigen Wochen auf dem ZDF läuft. Und ich gestehe: ich stehe auf Kai Schumann. Allein seine Stimme ist schon eine Sünde wert. Und wer Doctors Diary kennt - Kai hat den Frauenarzt so gespielt, wie man sich seinen Frauenarzt vorstellt. Wenn ich Gretchen gewesen wäre, dann wäre meine Wahl definitiv auf ihn gefallen. Tut mir leid, Florian David Fitz. Du hast den miesen Chirurgen echt gut gegeben, aber als Lebenspartner hätte ich dich nicht haben wollen. Aber ich hätte auch Gretchen nicht als Partnerin haben wollen, insofern habt ihr euch verdient ... ;-)
Zurück zu Heldt.
Diese Serie ist Vorabendprogramm. Ganz ehrlich: inhaltlich ist es ziemliche Grütze. Ganz besonders gestern. Aber der Kai ist einfach zu hübsch zum angucken.  Und ich mag auch noch seine Staatsanwältin, gespielt von Janine Kunze. Es ist ein nettes Pärchen. Die Paarbildung ist ja das Spannende an dem Ganzen. Die Krimihandlung - naja. Gestern habe ich gedacht, oh ne. Da haben sie Inhalte aus den 80igern rausgeholt. Sagt mal, ihr Jungs: wie peinlich war denn die Nummer mit diesem Rollstuhl? Aus welchem Altenheim habt ihr den gehabt? Welche arme Oma muss jetzt im Bett bleiben, weil ich so ein unbedarfter Redakteur/Drehbuchschreiber/Produzent - was auch immer den AOK-Chopper geklaut hat?
Junge Menschen haben andere Rollstühle. Aktivrollstühle. Die Dinger, in denen man gefahren wird und kaum die Arme über die Seitenlehnen kriegt, das sind Notfall-Rollstühle aus Krankenhäusern, Altenheim-Rollstühle oder aber die abgewrackten Teile aus den 90igern. Hättet ihr doch mal im Sanitätshaus nachgefragt. Die hätten euch schon den richtigen hingestellt.
Aber dann hätte die Story nicht mehr so richtig gepasst, gell? Der arme Junge, der im Rolli sitzt und von seiner Mutter gepflegt wird und nichts allein kann, obwohl es eine tiefe Lähmung sein musste, weil die Hände nicht betroffen waren ...
MannohMann. Schlimmer gehts nimmer.
Im Rollstuhl zu sitzen ist scheiße, da gibts kein Vertun. Und alle Rollifahrer, die ich kenne, würden lieber laufen können, gar keine Frage. Aber keiner muss zurück zu Mutti ziehen, nur weil er nicht mehr laufen kann.

So ein dämliches Drehbuch. Da hatte aber eine/r mal so gar keine Ahnung. Das hat der Kai nicht verdient!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

P.S. Und nicht vergessen! Heute mal nach Rheingau-Roulette gucken!