Donnerstag, 28. Februar 2013

Rheingau-Roulette

wird es morgen als Frühlingsgruß auf Amazon.de als Gratis-download geben.

Ich weiß noch nicht ab wann, aber ich schätze ab ca 9.00 Uhr MEZ wird es möglich sein, das E-Book gratis zu laden. Hier kommt nochmal etwas Klappentext und ein paar Zitate von Lesern, die mir geschrieben haben:

Alexandra wird von ihrem Freund betrogen und zieht aufs Dorf, in die Nachbarschaft ihrer Cousine, die sie in ihren Freundeskreis integriert und zu jeder Party mitschleppt. Bei dem Versuch, ihr neues Leben auf dem Land in den Griff zu bekommen, lernt Alexandra zwei Männer kennen, die ihre Gefühlswelt völlig aus dem Takt bringen. Sie gerät in Gefahr, als sich ein ungebetener Gast Zutritt zu ihrem Leben verschafft und Anschläge auf ihr Leben verübt werden. Als sie auch noch verdächtigt wird, einen Brand gelegt zu haben, spitzt sich die Situation zu ...
Rheingau-Roulette ist eine Liebesgeschichte, in der viel gelacht, manchmal geweint, unverhofft geliebt, abgrundtief gehasst und auf perfide Art gemordet wird.


Leserstimmen:

Diana V.: ... gerade habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge "Rheingau-Roulette" beendet. Ich wollte einfach nicht, dass es endet und hätte gerne noch 500 Seiten mehr gelesen ...

Birgit L.: ... habe das Buch schon durchgelesen bzw. fast gefressen und bin schwer begeistert. Treffenderen Humor gibt es nicht und die Spannung noch nebenbei - genial. Habe an einigen Stellen wirklich laut lachen müssen. Ich hoffe sie arbeitet schon an der Fortsetzung...

Roland S.: ... die Figuren sind gut gezeichnet, witzige Dialoge und man war immer neugierig, wie es weiter geht ...

Christina O.: ... ich habe ganze 4 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen. Für die Biographie von Königin Viktoria habe ich gefühlte 4 Jahre gebraucht. Ich finde es sehr gelungen, ich konnte den Schmöker nicht aus der Hand legen. Die richtige Mischung aus Spannung, Spaß und Sex!

Hier ist der Link zum Buch: Rheingau-Roulette
Ich freue mich über ihren Download - und noch mehr freue ich mich über Rückmeldungen, wenn es Ihnen gefallen hat.

Liebe Grüße, Sia

Dienstag, 26. Februar 2013

Was gibts Neues in der Szene?

Gibts was Neues? Und vor allem, in welcher Szene?

Ach, ich bin einfach hoffnungslos. Keiner Szene wirklich zugehörig. Nicht in. Nicht hipp. Ich trage keine coolen Klamotten. Ich habe die falschen Handtaschen. Mein Smartphone ist nicht mehr der letzte Schrei. Und auf meinen High-Heels kann man tatsächlich noch laufen, es sind also nicht so extravagante Mörderhacken, die eigentlich nur zum (dumm) rumsitzen gemacht wurden.

Ich gehöre auch nicht in die Szene der erfolgreichen Autorinnen. Weiß der Geier woran es hängt. Wahrscheinlich hätte ich abschreiben sollen - übrigens: Martina Gerckes "Werke" werden scheinbar Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen über Plagiate: Klick - Sehen Sie, so wird man berühmt (oder berüchtigt ...) Und ich, ich klecker hier so rum, ebenso wie auf Facebook: Sia. Meine Social-Media-Aktivitäten sind nicht einfach nicht optimiert. Scheiß drauf (Tschuldigung). Auch hier bin ich einfach nicht in der Szene drin. Aber ganz ehrlich? Ich habe keine Lust auf Twitter. Nochn Kanal, den ich bedienen soll? Wann soll ich das denn alles machen? Letztlich will ich doch auch noch etwas schreiben, und nicht nur darüber berichten, dass ich schreiben könnte, wenn ich denn Zeit zum schreiben hätte ...
Werbung ist gut und schön. Aber letztlich darf sie kein Selbstzweck werden. Mein Buch Rheingau-Roulette ist einfach nicht bekannt genug, okay, das muss ich ändern. Auf Facebook hat jetzt ein anderer Schreiber berichtet, wie so der Verlauf einer Kostenlos-Aktion auf Amazon gelaufen ist. Genutzt werden diese Aktionen als Marketing-Instrument, um das jeweilige Buch "sichtbar" zu machen, d.h. im Ranking weit nach vorn zu kommen, am Besten unter die ersten 20 Bücher, die einem auf Klick bei Bestseller angezeigt werden. Diese Sichtbarkeit kurbelt dann offensichtlich auch die Verkäufe an. Ich werde über so eine Aktion mal nachdenken. Das wäre in jedem Fall eine Neuigkeit, die ich hier verkünden würde.

So. Und nun gehe ich. Was ganz Neues erschaffen ...
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 24. Februar 2013

Update, Trailer

Falls jemand versucht, den Trailer über ein Smartphone zu sehen - da könnte es aus dem Blog heraus zu einer Fehlermeldung kommen. Ich habe noch nicht ergründen können, weshalb.

Aber auf Facebook ist er zu sehen: Sia bei Facebook

Viel Vergnügen, Sia

Samstag, 23. Februar 2013

Freitag, 22. Februar 2013

Fingernägel

sind eine Sache für sich.

Ich habe Naturnägel. Mit allen Vor- und Nachteilen, die so Naturnägel mit sich bringen können. Der Vorteil ist, sie sind billig. Ich muss nicht alle drei bis vier Wochen zu einer Nageldesignerin und mir dort blaue, rote oder schwarze Trauerränder malen lassen. Wenn ich Trauerränder brauche, gehe ich in den Vorgarten und wühle ne Runde im Dreck. Danach sind die Nägel fertig.

Meine Fingernägel sind sehr speziell. Sie brechen gern ab.
Aus mir unerfindlichen Gründen habe ich das Talent dazu, mit meinen Fingerspitzen gegen Türen und Gegenstände jeglicher Art zu stoßen. Auch Wasser lieben meine Fingernägel. Ausgedehnte Bade- oder Duschorgien, oder anhaltende Putzaktionen (ohne Handschuhe) verzeihen mir meine Nägel nicht.
Sie brechen danach einfach ab. Meist an Stellen, die nicht zum abbrechen gedacht sind.
Gern auch an Tagen, an denen ich außer Haus Termine habe und dort als gepflegte Erscheinung auftreten möchte. Das ist dann hübsch, wenn man etwas unterschreiben soll, und die Hände mit abgeraspelten Fingernägel im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Doch.  Es gibt Momente, in denen würde ich mich sofort für künstliche Fingernägel entscheiden.
Nicht, dass es nicht dabei auch Abbrüche geben würde. Ein abgelöster künstlicher Nagel sieht an einer Hand auch nicht besser aus, als ein natürlich abgebrochener. Der Unterschied liegt im Preis :-)

Bisher habe ich mich immer gegen Kunstnägel entschieden, weil ich dachte, ich komme mit ordentlicher Nagelpflege hin. Härtender Nagellack, Creme zur Unterstützung der Nagelhaut-Ernährung, feuchte Arbeiten im Haushalt mit Handschuhen (oder vermeiden), keine stundenlangen Waschorgien.

Es hilft nichts. Heute Morgen, aus heiterem Himmel ist mir mal wieder ein Nagel abgebrochen. Dabei waren die Nägel nicht lang. Aber ich kann mich erinnern, gestern Abend habe ich diesen Fingernagel scharf angeguckt. Das hat ihn wohl innerlich gebrochen.

Vielleicht sollte ich meine Aversionen, die ich gegen Nagelstudios habe, überdenken. Manche Besucherinnen sagen, es ist wie beim Friseur. Man ratscht und tratscht und ist nachher um ein paar Euros ärmer, aber hatte gute Unterhaltung. Das ist natürlich auf jeden Fall ein Grund für mich, die Sache doch wieder ad acta zu legen.
Ich mag Friseurbesuche nicht. Und wenn es schon sein muss, dann will ich bestimmt nicht reden, sondern meine Ruhe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen ruhigen Freitag und einen guten Start ins Wochenende,
Ihre Sia.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nackt.

Ich fühle mich nackt. Obwohl ich bekleidet bin.

Die gefühlte Nacktheit hängt unmittelbar mit meinem Ehering zusammen. Ich habe ihn abgelegt. Ganz gegen meine Gewohnheit, und ohne Hintergedanken. Es hatte rein praktische Gründe, ich hatte Angst, meinen Ring zu zerstören.

Einen Ring, sie zu knechten -

Mein Sohn liest gerade Herr der Ringe, die Gefährten. Nachmittags und am Wochenende hören wir seit ungefähr zwei Wochen ununterbrochen Harry Potter. Ich mag Harry Potter und ich mag Hörbücher. Aber auf die Dauer ist es ermüdend und anstrengend. Mein Mann und ich dürfen nicht sprechen. Wir dürfen keinen Lärm machen. Mein Sohn hat das Wohnzimmer sozusagen besetzt. (Dummerweise läuft die CD nicht auf seinem eigenen CD Spieler ...)

Einen Ring, sie zu finden -

Ich ziehe mich dann ins Arbeitszimmer zurück, und stelle fest, dass ich in diesem Raum und an diesem Schreibtisch zwar ohne weiteres bloggen, aber nicht schriftstellern kann. Aus welchem Grund auch immer. Mir fällt nichts ein und ich fühle mich eingeengt. Meine Inspiration versiegt, sobald ich an meinem Schreibtisch sitze.

Einen Ring, sie ins Dunkel zu treiben -

Gestern habe ich mich schon in den obersten Raum verzogen, den das Haus zu bieten hat. Gut, gestern war sowieso alles krank an mir. Heute ist das besser. Aber auch wenn ich ganz oben sitze, schallt Harry Potter durchs Haus. Die Bücher sind übrigens von Rufus Beck gelesen. Genial. Ich bin schwer beeindruckt von seiner Fähigkeit, den verschiedenen Personen Leben zu verleihen. Aber ich hoffe sehr, dass er nicht den Herrn der Ringe gelesen hat. Sonst steht mir Schlimmes bevor. 

und ewig zu binden.

Also. Ich ziehe dann mal meinen Ring wieder an, damit ich mich wieder so angezogen fühle, wie ich bin und gehe frühstücken. Dazu bin ich nämlich bisher noch nicht gekommen.
Liebe Grüße, Sia

P.S. Bei mir scheint die Sonne!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Milchreis

Ein Drama in drei Akten.

Gestern wollte ich mein krankes Kind verwöhnen. Neben der allgemeinen Zuwendung (schmuuuusen, Mama!) gibt es natürlich noch Lieblingsessen. Eins der "Gute-Laune-Essen" für mein Kind ist Milchreis mit Zimt und Zucker.

Nein. Es gibt Tage, da sollte man keinen Milchreis kochen. Heute weiß ich, warum ich gestern zwei linke Hände in der Küche hatte: ich habe heute Fieber. Mein krankes Kind hat mich angesteckt. Wahrscheinlich haben wir zuviel geschmuuuuuust ...

Mein Milchreis gestern war ein Reinfall. Total. Zuerst habe ich die Milch auf dem Herd überkochen lassen. Und zwar nicht nur ein bisschen, nein. Der Herd war komplett überflutet. Dabei stand ich daneben und habe es kommen sehen. Ich war nur nicht im Stande, meine Handlungen entsprechend darauf einzustellen. Ziemlich dämlich.
Okay, also das war der 1. Akt. Ich habe den Topf vom Herd genommen, die noch vorhandene Milch in meinen Microwellentopf gegeben,  Milch nachgefüllt und ab damit in die Mikrowelle. Den Reis hatte ich abgewogen und in ein Schüsselchen gefüllt. Und bemerkt, dass ich zwei Vorratsdosen mit Milchreis befüllt hatte. Im Zuge des Abwiegens habe ich also gleich den Inhalt dieser Dosen zusammengekippt. Fatale Idee. Aber das wusste ich erst hinterher.
Der Herd sieht aus wie Sau und ich beginne vorsichtig, die Milch wegzuputzen. Vorsichtig deshalb, weil die Platte noch verdammt heiß ist.
In der Zwischenzeit dümpelte mein Milchreis in der Mikrowelle vor sich hin. Rausnehmen, umgerührten, ein schwarzes Korn entfernen, wieder rein. Diesmal mit Deckel. Sollte ja schnell gehen, Kind hatte Hunger. Hm. Mit Deckel ... nochn Fehler. Aber das wusste ich erst hinterher.
Ich räume die Vorratsdosen weg und putze noch immer den Herd. In der Zwischenzeit kocht mein Milchreis in der Mikrowelle über. Die Mikrowelle steht unter Milch. Ich fluche. Nehme die Mikrowellenkanne heraus und fluche noch mehr. Vorsichtig versuche ich den Drehteller, der voller heißer Milch ist, aus der Mikrowelle zu nehmen. Leider fange ich an zu zittern und verschütte die Hälfte der Milch, die sich über den Kühlschrank (auf dem die Mikrowelle steht) und den Boden verteilt. Ich fluche.
Das war der 2. Akt.
Ich fülle den halbgaren Milchreis in einen anderen Topf. Reinige den Kühlschrank und den Boden notdürftig. Nehme mit einem Spülschwamm den größten Teil der Milch auf dem Drehteller auf, bevor ich ihn ein zweites Mal versuche aus der Mikrowelle zu nehmen. Ich wasche ihn ab und reinige die Mikrowelle.
Dann habe ich überlegt. In welchen Topf packe ich jetzt den Milchreis? Wasche ich die Mikrokanne, oder kann ich auch ne andere Schüssel nehmen? Bei diesen Gedanken stehe ich so vor dem mageren Ergebnis meiner bisherigen Kochversuche, schaue in den Topf und denke: "Hm. Da ist ja noch so ein schwarzes Reiskorn." Ich entferne es. Und finde noch eins. Und noch eins.
Das kommt mir komisch vor.
Ich hole mir die Dose mit dem Reis aus dem Schrank. Sieht harmlos aus. Ich schütte ihn um. Zwischendrin finde ich immer wieder kleine schwarze Punkte, aber sie verschwinden ständig. Und dann rühre ich etwas. Und finde eine Made.
Das war der 3. Akt.

Das Ergebnis: drei Töpfe verdreckt, ein Herd und eine Mikrowelle und ein Kühlschrank zu putzen, den Küchenboden selbstverständlich auch. Zwei Packungen Milchreis entsorgen (die ich ja vorher noch zusammengekippt hatte ...), Vorratsdosen reinigen, den halbgaren Milchreis entsorgen und den Mülleimer sofort leeren.
Und kein Lieblingsessen fürs Kind.

Tage wie diese braucht kein Mensch.
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 19. Februar 2013

Was kommt jedes Jahr wieder?

Richtig. Die Grippe und (mindestens) ein Lebensmittelskandal.

Unterscheidet sich a) die Verantwortlichkeit und b) die politische Reaktion auf den aktuellen Skandal  in irgendeiner Weise von den Lebensmittelskandalen der letzten Jahrzehnte?

Nein. Sie liegen richtig. Sie haben 100 Punkte.

Es gibt keinen Unterschied in diesen beiden Punkten. Es gibt Unterschiede bei den betroffenen  Produkten, bei der Art der Verunreinigung, bei der Betrugssorte.
Aber im Grundsatz ist es immer gleich. Es geht um Geld. Und wir müssten uns eigentlich nicht aufregen.

Solange Lobbyismus einfach so geduldet wird, solange wird sich an den zentralen Stellen nichts ändern. Es wird retuschiert, aber es wird nichts  in die Wege geleitet, was die Ursache behebt. Dass bei aller Regelungswut diverse Schlupflöcher offen bleiben, dafür  sorgen schon die entsprechenden Strippenzieher. Ich höre die diversen Lobby-Verbände schon wieder kreischen "Es sind nicht alle so".
Doch sind sie. Und ich hab es wirklich satt.

Kein Pferd im Döner? Da haben Sie echt Schwein gehabt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 16. Februar 2013

Kuchen backen.

Sie kennen mich ja jetzt schon ein bisschen, oder?

Dann wissen Sie auch, dass ich gerne mal einen Kuchen backe, wenn irgendwas in meinem Leben schief läuft. Und da Sie regelmäßig bei mir lesen, wissen Sie auch, dass ich derzeit an meinem zweiten Buch schreibe. Der Schreibfluss ist gerade mal wieder gehemmt - und das liegt nicht an Äußerlichkeiten, wie meiner Virusinfektion, schlechtem Wetter oder fehlender Zeit.
Es liegt an mir, genauer gesagt: in mir. Mir fällt gerade nichts zu dem Plot ein. Nichts. Gar nichts. Überhaupt nichts.
Ich gehöre nun mal zur Gattung der Langsam-Schreiber. Tut mir leid, aber nicht zu ändern.
In den Momenten, in denen ich gedanklich nicht weiterkomme, da hilft es nicht, mich am Schreibtisch zu quälen. Was mir hilft, ist produktive Tätigkeit in der Küche. Kochen oder Backen. Heute war Freestyle-Backen dran. Sozusagen ein Projektkuchen: beim durchforsten meines Küchenschranks habe ich backfeste Puddingcreme gefunden. Ablaufdatum war 2012, also entweder wegwerfen oder verwenden. Ich habs verwendet. Für einen klassischen Kuchenteig hatte ich nicht mehr genug Butter im Haus. Zum einkaufen keine Lust. Aber ich hatte noch Kloßteig, halb und halb. Außerdem waren noch gehobelte Mandeln von Weihnachten da. Und Schmand, natürlich. Als Hessin im Exil habe ich immer Schmand im Kühlschrank. Wenn nicht, bin ich krank. Schmand und Eier muss man im Kühlschrank haben, daraus kriegt man immer was zu Essen gemacht, das sagte schon meine Mutter ...

Mein Kuchen geht so:

1Pck Kartoffelkloßpulver halb und halb, nach Anleitung anrühren
1 Ei, dazugeben
1 Becher Schmand, dazugeben und verrühren
Vanillezucker nach Belieben (1-2 Pck)

Die Fettfangschale des Backofens mit Backpapier auslegen, die Masse darauf verteilen.
2 Pck gehobelte Mandeln mit
1-2 Eßl Butter leicht anbräunen lassen.
Mit Vanillezucker abschmecken und auf dem Kloßteig gleichmäßig verteilen.

Meine 2 Pck Puddingcreme habe ich nach Anleitung angerührt. Dann habe ich festgestellt, dass es zuwenig ist und habe noch 1 Pck Puddingpulver mit Milch angerührt.
2 Becher Schmand dazu,
etwa 1/8 l Milch,
1 Ei
Zitronenabrieb und Zucker nach Geschmack dazugeben. Die Masse über den Mandeln verteilen. Backofen auf etwa 200° (180°Umluft) vorheizen und ca 45 backen.

So sah er aus, mein Freestyle-Kuchen:


geschmeckt hat er auch. Der Boden war natürlich nicht wie ein Kuchenboden sonst so ist. Aber als Notbehelf in Ordnung. Und mit Schmand, Ei, Vanille, Zitrone und Puddingpulver kriegt man (fast) jeden Boden zu einem Sonntagskuchen gemacht.
Wenn Sie jetzt noch etwas Obst dazu reichen können, z.B. Himbeeren aus dem Tiefkühler, leicht erhitzt, oder ein leckeres Apfelmus, oder aber heiße Kirschen - Sie werden es lieben, auch ohne Sahne.
Dazu passt gut ein sortenreiner Kaffee oder ein guter Tee und danach ein Schnaps. 

Guten Appetit, Ihre Sia

Freitag, 15. Februar 2013

Aufreger

Gestern gabs einen Shitstorm auf Amazon, ein Spitzensportler ist durchgeknallt, Pferdefleisch wird zu Rindfleisch und ... ?

Jawoll. Morgen wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben.

Zum Pferdefleisch kann man ne Menge sagen. Erstmal ist Pferdefleisch an sich nicht schädlich. Wer Salami ißt, hat ja offensichtlich auch nichts gegen Esel in Wurstform, denn die ursprüngliche italienische Salami hatte immer Esel oder Maultier drin.  Bei den meisten Salami-Würsten mag das heute anders sein. Im Grundsatz ist aber Pferdefleisch genauso essbar wie Esel, Maultier, Schwein, Hirsch oder Rind.

Desinformation, oder nur die halbe Wahrheit erzählen, ist immer ein probates Mittel um Stimmung zu erzeugen und den Mob auf Trab zu bringen. Und Vermischung unterschiedlicher Sachverhalte, die von ganz unterschiedlichen Leuten zu vertreten ist, hilft dabei.

Das Pferdefleisch undeklariert verwendet wurde, ist falsch.
Das möglicherweise mit Medikamenten verseuchtes Pferdefleisch verwendet wurde, ist kriminell.
Strukturen zu schaffen, die eben diese Manipulationen ermöglichen, ist Politik. (Danke Europa!).
Zu erwarten, dass man eine Rindfleisch-Lasagne mit 400g Inhalt mit super-Qualität für 1,99€ bekommt, ist dämlich.

Bei Amazon verhält es sich ähnlich. Ich habe den Bericht noch nicht gesehen. Aber auch mit der minimalen Information, dass es sich bei dem ARD-Bericht um Leiharbeiter handelt, die bei Amazon geknechtet werden, weiß man doch schon, was los ist. Und wenn man seine Informationen nicht nur aus der Zeitung mit den großen Buchstaben bezieht, dann weiß man auch, dass es sich nicht um ein Amazon-spezifisches Problem handelt.
Leiharbeiter sind die Sklaven der modernen Zeit. Wenn Sie sich auf dem Arbeitsmarktportal der Agentur für Arbeit umsehen, dann finden Sie unglaublich viele Leiharbeiterangebote. Nicht nur im Billig-Sektor. Und gemeinsam ist allen Angeboten: man wird schlechter bezahlt, als bei einer Direkteinstellung, man wird leichter gefeuert, man bekommt weniger Urlaub (der z.T. auch zwangsverwaltet wird) und man wird zur Verschiebe-Masse zwischen Agentur für Arbeit und Leiharbeiter-Agentur. Diese Leih-Agenturen bieten immer sofort Arbeit an. Auch wenn es der letzte Drecksjob ist und Sie maßlos überqualifiziert sind. Wenn Sie dieses Angebot nicht annehmen, dann sperrt Ihnen die Agentur ihr Arbeitslosengeld. Sie werden übrigens in den meisten Fällen als "Ungelernte Arbeitskraft" klassifiziert. Das ist billiger für die Agenturen. Selbst wenn Sie eine gute Ausbildung haben, können Sie sehr schnell zum "ungelernten" gemacht werden:  schon spätestens nach drei Monaten außerhalb des Jobs haben Sie bei diesen Agenturen den Status "ungelernt".
Praktisch, nicht?

So. Und nun warte ich auf die Sau, die heute durchs Dorf läuft.

Ihnen auch noch einen schönen Tag, Ihre Sia

Donnerstag, 14. Februar 2013

Kennen Sie Jens Spahn?

Er ist MdB (Mitglied des deutschen Bundestages), CDU Abgeordneter und einer, der so richtig mitreden kann.

Ganz besonders, wenn es um Kindererziehung geht. Wie das so ist, bei ledigen Männern in der CDU. Die haben voll die Ahnung, wenn es um (problematische) Eltern-Kind-Beziehungen geht, und ganz besonders, wenn es um die Pubertät geht.
Die wissen auch total gut Bescheid über´s Koma-saufen. Klar, da muss mal einer Klartext reden. Die Eltern müssten ja wenigstens mit mindestens 100 Euro Selbstbeteiligung an den Kosten beteiligt werden, mit der so ein Blag durch den Krankenhausaufenthalt der Allgemeinheit schädigt. Man könnte meinen, der Herr Spahn wäre mit unserer Frau Schröder auf sehr vertrautem Fuss. Da reden zwei von Dingen, von denen sie mehrheitlich nichts verstehen.

Schopau, wie die Intelligenzbestien der Modelzunft so zu sagen pflegen. Wirklich, eine herausragende Stellungnahme, vor der man den Hut ziehen muss. Und mit soviel Hintergrundwissen belegt, wie das nur ein Banker von sich geben kann (... ihre Anlagen sind sicher ...).
Ah, nein. Er ist ja auch noch Gesundheitsexperte der CDU! Jawoll. Da wundert mich ja gar nichts mehr. Wenn er sein Studium an der Fernuni Hagen wenigstens dann dem Thema Gesundheit gewidmet hätte, könnte ich das ja noch nachvollziehen. Aber er studiert Politologie und Rechtswissenschaft. Das sind natürlich die besten Voraussetzungen, um sich zu Gesundheitsfragen zu äußern.

Tja. Wollen wir doch mal schauen. Destatis (das statistische Bundesamt)  hat da eine Übersicht veröffentlicht (Klick).
Also, in der Altersgruppe von 10 bis 20 Jahren wurden im Jahr 2011 genau 22 175 Patienten mit alkohol-induzierter Diagnose behandelt. Im Jahr 2010 waren es 21 907 Patienten, das bedeutet, die Anzahl derer, die in 2011 wegen einer Alkoholintoxikation stationär behandelt wurden, stieg um exakt 268 Personen.
Ob das aber Personen über 18 Jahren sind, wird in dieser Tabelle nicht erfasst. Personen über 18 Jahren sind volljährig. Ihr Alkoholkonsum ist entsprechend dieser Tatsache auch nicht als Alkoholkonsum eines Jugendlichen zu bewerten. Es könnte also durchaus sein, dass es mehr junge Erwachsene sind, die im Krankenhaus behandelt wurden. Und nein. Da hört meine Verantwortung als zahlendes Elternteil einfach auf. Mit 18 darf man wählen. Also darf man auch trinken. Das mag mir als Elternteil fürchterlich sein, aber bestimmte Dinge muss ich bei meinem erwachsenen Kind einfach hinnehmen. Ob die Personen tatsächlich als "Koma-Säufer" zu beschreiben sind, oder wie hoch letztlich die Alkoholwerte waren, geht aus den statistischen Daten auch nicht hervor. Nicht jeder, der wegen erhöhtem Alkoholkonsum im Krankenhaus landet, ist auch bis zur Besinnungslosigkeit betrunken.
Und, nur mal als Gegengewicht (okay, der Vergleich hängt etwas, aber sagt immerhin auch etwas aus.): Im Altersrange zwischen 40 und 50 Jahren waren immerhin 35508 Personen wegen Alkohol stationär behandlungsbedürftig. Na, in dem Alter könnte man es doch wissen, oder?

Es ist keine Frage, dass Alkoholkonsum unter Kinder und Jugendlichen (und hier meine ich tatsächlich unter 18 Jahren) kritisch betrachtet werden muss. Aber solche Äußerungen, wie von Herrn Spahn, die sich durch das Fehlen jeglicher Sachkenntnis auszeichnen, werden dem Problem nicht gerecht. Es ist albern, dumm und in hohem Maße an dem eigentlichen Problem vorbeigeschwätzt.

Herr Spahn, Sie sind Motorradfahrer. Ich plädiere ja dafür, verunfallte Motorradfahrer mit der Hälfte der Behandlungskosten an ihrem Krankenhausaufenthalt zu beteiligen. Immerhin sagt die Statistik, dass im Jahr 2011 30 680 Motorradfahrer verunglückt sind, das sind 3711 Personen mehr, als 2010. Das Motorradfahrer deutlich gefährlicher leben und fahren, dürfte auch für Sie nicht Neues sein, insofern ist das Motorradfahren genauso verantwortungslos, wie die Verantwortungslosigkeit, die Sie de facto Eltern unterstellen, deren Kinder betrunken in der Notaufnahme landen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia Wolf

Mittwoch, 13. Februar 2013

Chaos am Schreibtisch

Wie immer.

Ich kann so oft aufräumen wie ich will, mein Schreibtisch sieht nach einer Woche so chaotisch aus, wie vor dem aufräumen auch. Letztens habe ich eine Sendung im Fernsehen gesehen, da ging es um eine professionelle Aufräumerin. Eine schon etwas gealterte Dame, die schon länger in diesem Geschäft ist und eine entsprechend resolute Haltung an den Tag legt. Sie zwingt einen zu Entscheidungen, und das ist maßgeblich, um dem Chaos ein Ende zu bereiten. Vor ein paar Jahren habe ich so eine Sendung schon einmal gesehen, und mir gemerkt: mehr als drei Ablagen pro Schreibtisch braucht man nicht. Das habe ich mir sehr zur Herzen genommen. Ich habe nur drei Ablagen bei mir stehen. Allerdings sind sie a) hoffnungslos überladen, und b) nicht so in der Nutzung, wie die Dame das damals im Film vorgeschlagen hat. Wenn ich mich recht erinnere, dürfte das nur eine kurzfristige Ablage sein. "In Bearbeitung", "Noch zu bearbeiten" und "Prüfung", bzw. "fürs Archiv". Selbstredend sind diese drei Kästchen jeden Tag zu bearbeiten, und dann hat man keine Berge, denn spätestens am nächsten Morgen müsste eine der drei Kisten geleert sein.

Ja. So könnte es gehen...

Meine drei Ablagen sind völlig zugestaubt. Sie fungieren nicht als "Zwischenlösung" für aktuelles. Sie fungieren als Lager. Völlig falsch, ich weiß.

Die Fragen: "Brauche ich das? Hänge ich dran?" Kann ich ja meistens mit "Nein" und mit einem gern genutzten Konjunkitv beantworten: "Aber ich könnte es noch mal gebrauchen?"
Jetzt fragen Sie sich vielleicht, "Was um aller Welt hat die auf dem Schreibtisch liegen? Bei mir liegt da nur Papier!"
Jaaaaa!
Bei Ihnen! Bei mir liegt da auch vorwiegend Papier. Schön beschriebenes ... Ich habe hier Zettelsammlungen mit kurzen Sätzen, die mir zwischendurch einfallen. Und ich bin hoffnungslos, was meine Sammlungs- und Sortiertätigkeiten anbetrifft. Ich werde hier kein neues Projekt starten. Ich werde heute auch nicht meinen Schreibtisch aufräumen.

Ich werde einfach den Schreib-Ort wechseln. Es gibt Tage im Leben, da braucht man keine zusätzliche Herausforderungen.

Einen schönen Arbeitstag wünsche ich Ihnen, liebe Grüße, Ihre Sia

Dienstag, 12. Februar 2013

Der Papst tritt zurück!

*Warnung! Lesen Sie nicht weiter, wenn Sie leicht in ihren religiösen Gefühlen verletztbar sind!*

Was für eine Schlagzeile. Der Papst tritt zurück!  War die Doktorarbeit plagiiert, oder was ist los?
Nein. Er ist alt und gebrechlich. (Ich kann mich nur an alte und gebrechliche Päpste erinnern ...).

Na, da hat er seinen pädophilen Priesterhaufen wohl satt, der alte Mann.

Kann man ja auch verstehen. Ich würde einer so maroden Firma wie der katholischen Kirche auch nicht meine letzten Lebensjahre opfern wollen.

Aber wer bin ich schon, dass ich mir herausnehme, mich darüber zu äußern.
Eine Frau.
Nach katholischem Verständnis noch immer der Sündenfall. Nicht für administrative Jobs in der Kirche zu gebrauchen. Höchstens als Haushälterin, heimliche Geliebte und Altar-Schmuck-Beauftragte.

Lieber Gott. Bitte überprüfe dein Bodenpersonal. Ich habe den Eindruck, da solltest du mal Tabularasa machen. Oder meinst du wirklich, auf Dauer würde sich so frauenfeindlicher Verein noch halten können? Denen laufen doch die Menschen weg. Nicht, weil sie nicht mehr an dich glauben, nein, nein. Aber zum glauben braucht man keine Kirche. Und weglaufen bleibt die einzige Möglichkeit, um diesem katholischen Morast von bigotter Moral zu entkommen. Lieber Gott, sei so gut, und jubel diesem ranzigen Männerverein doch mal eine Frau unter. Jemand, der sich jahrelang als Mann präsentiert und dann, nach der Wahl zum Papst,  auf dem Balkon der Peterskirche vor den jubelnden Gläubigen ihre Brüste entblösst.

Schöne Idee. Aber vermutlich nicht durchführbar. Aber ich wäre auch schon zufrieden, wenn sie dann einfach die Haare herunterließe. Oder aber eine DNA- Analyse hochhielte, die ihre Geschlechtszugehörigkeit eindeutig als weiblich klassifiziert.

Also, auf ein Neues. Business as usual. Zu Ostern gibt es dann einen neuen Papst.
Alter Wein in neuen Schläuchen. Es wird sich nichts ändern. Die Archive in Rom werden zu bleiben, Missbrauchsopfer werden nicht entschädigt, die Taten werden nicht aufgearbeitet, Frauen werden nach wie vor nicht in Priesterämter kommen und ohnehin unter Generalverdacht gestellt werden - weil Kinder kriegen oder nicht kriegen etwas ist, wo sie sich der kirchlichen Kontrolle entziehen könnten. Insbesondere in Europa. Wer in Irland lebt, weiß, was ich meine. Für ein Wochenende nach England gehen, bedeutet nur eins: man nimmt eine Abtreibung vor.
Ob in China ein Sack Reis platzt, in Uganda ein Elefant in den Graben schei***, oder der Papst in Rom stirbt, zurücktritt oder heiratet - es ändert sich nichts an der Haltung der katholischen Kirche. Und so lange das so ist, solange ist diese Kirche für Frauen ein Ort der Unterdrückung.

Naja. Seit Shades of Grey muss ich annehmen, dass es mehr Frauen mit Hang zu Sado-Maso Praktiken gibt, als ich bisher dachte. Vielleicht ist das der eigentliche Job der katholischen Kirche: man geisselt sich als devote Handlangerin des Priesters. Ich habs geahnt. Die Kirche ist ein großer Puff!

Bis dahin, liebe Grüße, Ihre Sia

Montag, 11. Februar 2013

Ein sehr müder Wintermorgen

Was tun Sie, wenn Sie nicht einschlafen können, oder nachts wach werden und nicht wieder zur Ruhe kommen?

Ich kann Ihnen sagen, was ich normalerweise tue: ich baue Häuser. Manchmal baue ich existierende Häuser um, manchmal baue ich ganz neu, aber in jedem Fall baue ich in diesen schlaflosen Nächten. Meist dauert es nicht solange, bis das Haus fertig gestellt ist, bis ich eingeschlafen bin. Ich habe auch schon eine ganze Siedlung gebaut. Familienfreundlich, versteht sich.
Wirkliche Bauherren werden jetzt sagen: Wenn du baust, dann sorgst du erst Recht für schlaflose Nächte. Wie kann man nur damit zur Ruhe kommen?
Auch in meinen Träumen geht manchmal was schief. Aber nie habe ich mit Baulärm zu kämpfen, oder mit finanziellen Schwierigkeiten, mit Gewerken, die sich in der Reihenfolge nicht einig werden, oder mit Bauarbeitern, die sich mal eben um einen Meter vertun. Nein, solche Sorgen habe ich nicht. Meine Gedanken sind eher: wo stehen die ganzen Häuser, die ich bisher gebaut habe? Und warum kann man seine Träume nicht fotografieren? Ich hätte gern Bilder von meinen Traumhäusern. Oder wenigstens das Talent, sie zu zeichnen, wenn ich wach bin.
Vermutlich müsste ich erkennen, dass Phantasie und Statik einfach nicht zusammenpassen. Oder das die reale finanzielle Lage mit dem Wunsch-Wohnen einfach nicht kompatibel ist.

Das ist wie mit dem BER. Da passte auch nichts zusammen. Wahrscheinlich bin ich deshalb heute Morgen so müde. Die ganze Nacht gebaut und nichts ist fertig geworden ...

Einen guten Start in die Woche wünsche ich Ihnen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 10. Februar 2013

Wieder im Alltag

Tja, ich bin schon seit einigen Tagen zuhause und hätte schreiben können -- wenn ich gekonnt hätte. Irgendwie hat mich ein Virus im Griff, der mir die Tage versaut. Mir ging es einfach nicht gut. Die Wärmeflasche auf dem Bauch und diese elenden Schwindelattacken - das  kann einfach kein Dauerzustand sein.

Der Winter ist auch wieder da. Er ist so sehr wieder da, dass ich die Weihnachtsservietten herausgelegt habe, als ich gestern Abend den Tisch deckte. In der Nachbarschaft liegt auch noch ein Weihnachtsbaum herum. Vielleicht sollte ich den hereinholen und schmücken. Meinem Kind wurde am Samstag ein noch ausstehendes Xmas-geschenk geschickt - der hätte bestimmt nichts dagegen, wenn ich kurzerhand noch mal eben Weihnachten feiern wollte.
Und das alles, wo meine innere Uhr nur noch nach "Frühling" schreit.

Um nicht in Depressionen zu verfallen, sollte man ja allem etwas Positives abgewinnen:
mit meiner Viruserkrankung habe ich mein Krankheits-Soll für dieses Jahr erfüllt. Finde ich!
Und lieber habe ich Schnee und kaltes Wetter, gepaart mit Sonne, als dieses diffuse Regenwetter, dass alles grau macht. Dieses fürchterliche Matschwetter  hat selbst die kleinen grünen Spitzen in meinem Vorgarten grau aussehen lassen.
Ich weiß übrigens nicht, was da wächst. Wenn es überhaupt noch wächst. :-) Da kommt wieder die "Vollblut-Gärtnerin" hervor. Auf der anderen Seite des Vorgartens vermodern noch immer zwei Kürbisse von Halloween. Mal sehen, ob das im Sommer ne Überraschung gibt. Wie in jedem Jahr werde ich vermutlich die rechte Pflanzzeit für die Balkonkästen verpassen. Und ebenso die Zeiten, in denen man Erdbeeren oder andere Nutzpflanzen setzt. Die entsprechenden Sämereien modern schon seit Jahren im Keller vor sich hin. Ich sollte sie gelegentlich entsorgen ...

Ich kann so alt werden, wie ich will. Ich kann mir Gartenzeitungen kaufen, bis ich arm bin. Ich kann in jedem Gartenjahr mit den besten Vorsätzen in die Saison starten: Ich werde niemals mit diesem Thema warmwerden. Und irgendwann werde ich mir eingestehen (müssen), dass ich in diesem Bereich trotz wiederkehrender Bemühungen absolut talentfrei bin ...

Einen schönen Sonntag, Ihre Sia

Donnerstag, 7. Februar 2013

Kaffee am Bett

Es ist einfach schön, den ersten Kaffee des Tages im Bett zu sich zu nehmen. Jedenfalls, wenn man ihn in Ruhe trinken kann, ohne Hektik und Stress. Wenn man sich innerlich so langsam auf das Tagesprogramm einstellen kann.
Mein Tagesprogramm heißt Autofahren, und es ist gut, wenn ich mich entspannt auf die Strecke begebe. Durch mein Fenster kann ich einen kleinen Blick auf den Himmel erhaschen: es leuchtet bläulich. Sollte es heute tatsächlich Hoffnung auf einen Sonnenstrahl geben? Oh ja, liebe Sonne, zeig dich doch in deiner Pracht. Ich hab dich die letzten Tage so vermisst. An manchen Tagen hat es zwar schon ein wenig nach Frühling gerochen, aber der Duft von zart erwärmter Erde und das Gefühl eines sanften Windhauchs auf der Haut hat sich leider wieder vom Winter verdrängen lassen.
Frühling, du wirst sehnsüchtig erwartet!

Einen schönen sonnigen Tag wünsche ich uns allen, Ihre Sia

Dienstag, 5. Februar 2013

Autobahn

Es ist unglaublich. Es regnet Bindfäden. Es ist dunkel, obwohl es nach der Uhrzeit hellichter Tag sein müsste. Ein graues Unterfangen ist das Leben in diesem Regen. Bin ich froh, dass ich kein Bauarbeiter bin. Allein der Gedanke daran lässt mich frösteln. Da rutsch ich gleich noch ein Stückchen näher an den Ofen, der leise knackt und gemütliche Wärme verbreitet.
Gestern war ich auf der Autobahn unterwegs. Im Regen. Im grauen Nebelschleier. Plötzlich, in einem Tunnel, ragt hinter mir etwas Dunkles, Bedrohliches auf. Im Rückspiegel sehe ich es näher kommen, die Spuren wechseln - ein Auto. Ohne Beleuchtung.

Wie bescheuert muss man sein, auf der Autobahn bei diesem Wetter ohne Licht unterwegs zu sein? Und spätestens im Tunnel muss es einem doch auffallen, dass es irgendwie Beleuchtungstechnisch suboptimal ist, oder?
Aber das war leider nicht der einzige Unbeleuchtete an diesem Tag. Ohne die "Einäugigen", die gestern Ausflugstag gehabt haben müssen, waren mindestens zehn Autofahrer völlig ohne Licht unterwegs. Obwohl ich Bevormundung hasse, gibt es Momente, in denen ich denke: Ja. Das Auto sollte selbsttätig Licht einschalten, wenn man zu dusselig ist, und es vergisst. Oder meint, es nicht nötig zu haben.
Ich bin vor Jahren regelmäßig durch ein Waldstück gefahren. Selbst bei strahlendem Sonnenschein wurde es in diesem Wald dunkel. Es war schon ein Automatismus, dass ich bei Einfahrt in die Schneise den Lichthebel umgedreht habe. Die Strecke war eine beliebte Überholstrecke. Leider nicht immer gleich gut einzusehen und sehr stark frequentiert von LKWs. Zwischen den Bäumen konnte man die entgegenkommenden Autos nicht so gut erkennen, wohl aber die, die mit Licht fuhren. Ich bin der festen Überzeugung, dass mir das Fahren mit Licht mindestens einmal das Leben gerettet hat.

So, und jetzt setzte ich mich vor den Ofen und lasse mich vom warmen Licht der Holzscheite bestrahlen. Das Beste, was man an so einem verregneten grauen Wintertag tun kann - jedenfalls dann, wenn man nicht zu einem Grog greifen will ...

bis dahin, liebe Grüße, Ihre Sia

Sonntag, 3. Februar 2013

Ein Sonntag

Vermissen Sie die Sonne auch so?

Ein eiskalter Tag, aber mit strahlend blauem Himmel, der zum spazierengehen einlädt, oder zum Schlittenfahren - das wärs doch.
Was haben wir stattdessen? Einen mäßig kalten Tag, ebenso mäßig bedeckt und keinesfalls so einladend, um das Haus zu einem ausgedehnten Spaziergang zu verlassen.

Ich kann mich an einen Winterspaziergang vor ganz langer Zeit erinnern. Lange vor meinem jetzigen Leben. Vier Stunden sind wir durch den Wald spaziert, im kniehohen Schnee. Am Ende waren wir am Ende. Müde, erschöpft und durchgefroren. Wie man in der Jugend so ist: Meist hat man nicht die Witterungstauglichen Klamotten an. Früher gab es ja auch nicht die Outdoor-Mode, die einem erlaubte Funktion und gleichzeitig modisches Aussehen zu haben. Da war man mit funktioneller Kleidung hoffnungslos außerhalb des modischen Ranges.
Und heute? Man begegnet Funktionskleidung überall. Und mit steigendem Alter weiß man sie auch immer mehr zu schätzen, habe ich den Eindruck. Leichte Stoffe, die die Schultern nicht herabdrücken. Materialien, die warm halten. Kleidung,  die man so klein knautschen kann, dass sie noch in die Handtasche passen könnte. Und die nachdem zusammenknautschen nur eine kurze Zeit braucht, um sich wieder zu entfalten. Hosen, die bequem beim bewegen sind, Blusen, die nicht unter den Armen einengen und T-Shirts, die leicht und kleidsam sind.

Was würde ich bei einem heutigen langen Schnee-Spaziergang anziehen? Auf jeden Fall meinen Zwiebellook. Gut, ich würde wahrscheinlich mopsig darin aussehen. Meine Schuhe, die nicht modisch sind, aber warm und wetterfest. Eine Schneehose, die aus mir ein Michelinmännchen macht, aber an der das Nasse abperlt und die die Nieren warm hält. Eine Mütze, die meine Frisur ruinieren wird, aber die meine Ohren vor Frost schützt. Schal und Handschuhe selbstredend, auch, wenn sie nicht in der Farbe zueinander  und zur Jacke passen.

Es gibt Momente im Leben, an denen freut man sich, dass man ein gewisses Alter erreicht hat und die unfreien Zeiten der Modediktatur einfach verlassen kann. Was nutzen mir die schicksten Stiefelchen, wenn mir die Füße darin abfrieren? Ich mache da keine Kompromisse mehr - und diese Scheißegal-Haltung tut wirklich gut. Fast so, wie ein sonniger Tag!

Einen schönen restlichen Sonntag wünscht Ihnen
Ihre Sia

Samstag, 2. Februar 2013

Sexismus, Feminismus und der Herrenwitz.

Die Holzhammermethode muss es im deutschen Fernsehen sein. Wer bisher noch keine Ahnung hatte, was die Bevölkerung von Deutschland momentan beschäftigt, der wurde mit der Nase darauf gestossen: keine "politische" Talkrunde der letzten Woche, die nicht das Thema "Sexismus" gehabt hat.

Wie innovativ!
Wie spannend!

Kein Wunder, das mein Durchfall nicht besser wird, wenn man sich so eine Schei*** reinzieht. Dabei habe ich nur harmlos durch die Kanäle geflickt. Ich wollte nur ein bisschen Unterhaltung. Zuviel gewollt ...

Das Thema wurde von allen Seiten (gleich) beleuchtet. Ich habe vor längerer Zeit einen Blogeintrag geschrieben (Kennen Sie Frau Schröder: Klick) und über diese Art der Themenverramschung in den verschiedenen Rederunden abgelästert. Diese "Möchte-Gern-Politik-Erklär-Runden" sind so überflüssig wie ein Kropf. Niemand braucht das.
Wer jetzt meint, es dient a) der Unterhaltung, oder b) der Bildung, der sollte sein Unterhaltungs- und Bildungsverständnis überprüfen.
Die eingeladenen Gäste sind in der Regel nicht witzig. Nicht unterhaltsam, sondern moralinsauer und in ihren Haltungen eingefroren. Manchmal hat man den Eindruck, die Rederunden und die eingeladenen Gäste stehen unter einer sehr großen Überschrift: Recycling. Wir sind nachhaltig. Wir recyclen Themen und Gäste. Wieder und wieder und immer wieder. Jede Pfandflasche wird blass bei den Umlaufzyklen, die manche Themen und Gäste erreichen.
Ich bin der festen Überzeugung, Fernsehmacher gucken selber kein Fernsehen. Sonst müsste ihnen doch auffallen, was sie für einen Schwachsinn über die Kanäle schicken, oder? Vielleicht sollte man sie mal zwingen.
Genau. Ich bin für eine Big-Brother Runde für Fernsehschaffende aus dem Bereich "Talkshow". Sie müssen sich eine Woche durchgehend alle ihre selbstverzapften Shows ansehen. Wer es bis zum bitteren Ende aushält, wird Sieger. Und darf aus dem Ideentopf für Redakteure die Themen für die nächsten Shows ziehen. Mal sehen, was wir da so haben:

  • Wie gut ist die Ernährung der Deutschen? (Wurde bisher erst 397 mal behandelt)
  • Wird die FDP im September trotz Brüderle die 5% Hürde schaffen? ( Dieses Thema wurde in verschiedenen Variationen etwa 1300 mal behandelt. Die Grundfrage, ob die FDP überhaupt gebraucht wird, wird mit geschickter Wortwahl übertüncht. Legt man diese Frage zugrunde, wurde das Thema etwa 3989 mal behandelt.)
  • Darf Werbung lügen? (Etwa 250 mal behandelt)
  • Wie krank ist unser Gesundheitssystem? (Tatsächlich erst 3067 mal behandelt, gefühlt liegt die Häufigkeit jedoch bei 10456 mal)
Hm. Wenn ich mir das so überlege, dann finde ich, Talkshow - Redakteure sollten Sicherheitsverwahrung im BB - Container kriegen. Oder mindestens Entzug öffentlich-rechtlich eingetriebener Gelder!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 1. Februar 2013

Zwischen Pest und Cholera

Wenn Sie sich zwischen diesen beiden Krankheiten entscheiden müssten, welche würden Sie wählen?
Ich würde keine wählen und beide kriegen. Hintereinander ...

Krankheiten sind übel. Man vergisst das allzu leicht. Ich meine jetzt nicht die sehr ernsthaften, lebensbedrohenden Erkrankungen, wie Krebs oder dergleichen. Ich rede vom alltäglichen Rotz, den Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen - all diese Dinge, die einem mal eben von einem Moment auf den anderen zeigen, wer der Herr im Körper ist.

Seit drei Tagen schlage ich mich mit einer Magen-Darm-Infektion herum. Am Mittwoch bin ich regelrecht kollabiert. Ich kenn das ja, wenn meine Galle so richtig zuschlägt. Erst die Schweißausbrüche, ich reiße mir alle Klamotten vom Leib und suche auf der Toilette die Erleichterung. Wenn ich Glück habe, klappt das. Wenn nicht, quäle ich mich noch ein paar Stunden. Irgendwann setzt der Schüttelfrost ein. Und mir geht es so richtig dreckig. So, dass ich mich zwischen Leben und Sterben fühle. Es geht nichts mehr. Das ist wie das Gefühl im Kreißsaal: Scheißegal, was um einen herum passiert - man kann nichts mehr kontrollieren. Der Körper macht etwas mit einem, was außerhalb jeglicher persönlicher Kontrolle ist. Und jeder Versuch, sich der Kontrolle wieder zu bemächtigen, scheitert und bindet die Energien, die man bräuchte, um die Situation auszuhalten.

Es gibt nichts, was sich so gut anfühlt, wie ein gesunder Körper. Leider merken wir das immer erst, wenn wir Schmerzen erfahren, bzw. wenn diese Schmerzen wieder nachlassen. Das Dumme daran ist, das man einen gesunden Körper "nicht fühlt". Er existiert, man geht mit ihm um. Meistens nicht pfleglich. Aber wehe, er schmerzt! Dann jammert man. Wie pervers ist das?

Tun Sie an diesem Wochenende etwas für Ihren Körper. Gönnen Sie ihm eine Massage oder ein Entspannungsbad. Einen langen Spaziergang. Leichte Kost. Etwas Sport. Tun Sie irgendetwas, dass Ihnen und Ihrer menschlichen Hülle gut tut. Das verhindert sicher nicht die nächste Erkrankung. Aber es hilft dabei, sie besser zu überstehen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia