Mittwoch, 30. Januar 2013

Shades of Grey

Nein, ich habe es nicht gelesen.

Und nein, ich werde es auch nicht lesen.

Aber es nervt. Unendlich! Ich kann in keinem Buchladen gehen, ohne an Stapeln dieser unsäglichen Trilogie vorbeizukommen. Ich kann keine Bestsellerliste aufrufen, ohne nicht mindestens einen der drei Titel unter den Top Ten wiederzufinden.

Und es geht mir unendlich auf die Eierstöcke. Ich habe natürlich die Leseprobe gelesen. Es hat mich überhaupt nicht mitgerissen.  Mittlerweile sind so viele Rezensionen erschienen, dass man sich ein Bild über das Buch machen kann, ohne es zu lesen. Es gab auch eine lesenswerte Parodie im Amazonforum. Die habe ich gelesen und mich sehr amüsiert. (Ich erwähnte es glaube ich auch schon.)

Das ein Bestseller die Listen dominiert, ist schon klar. Aber nach etlichen Wochen (gefühlten Unendlichkeiten) muss es doch bei diesem Buch endlich mal gut sein. Mittlerweile dürften es doch alle gelesen und gekauft haben, die es gern haben wollten. Und die anderen eben nicht.
Muss es denn dann immer noch ständig und überall präsent sein? Schlimm genug, sollte man meinen. Aber jetzt kommen die "Nachmacher" hinterher. Ähnlich wie bei der Vampirwelle, die durch BISS ausgelöst wurde ( und das zu lesen ich nach dem ersten Band aufgegeben habe ...), kommen jetzt diverse Erotikbücher auf den Markt.

Gääääähn. Wie langweilig. Soll ich jetzt nur noch von peitschen-schwingenden Liebhabern / Liebhaberinnen lesen? Eine gruselige Vorstellung. Ich steh nicht auf SM. Weder im echten noch im fiktiven Leben. Leider muss ich fast sagen, denn dann wird die Bestsellerliste für mich in den nächsten Monaten recht eintönig werden.
Die, die SOG gelesen und für "gut" befunden haben, werden sich durch das kommende Angebot wühlen und mehrheitlich aufschreien: "Abgeschrieben!" Oder: "Nicht so gut wie SOG, aber netter Versuch." Ich prophezeie Ihnen: es wird grausig werden.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht gibt es ja doch noch einen Überraschungserfolg eines anderen Buches. Vermutlich sitzen aber in den Verlagen Vorlagen-Mixer. Aus verschiedenen Plots wird bei einer Verlagskonferenz ein neuer Hype kreiert.

Na denn Prost! Wohl bekomms, bei der Lektüre über den Vampirjäger, der von einer Werwolfschlampe gezähmt wird und ihr und ihrer Peitsche völlig verfällt. Leider wird er von einem Vampir entführt werden, der sich aber dabei in ihn verliebt - was Stoff für mindestens zwei weitere Bücher geben wird ....

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 29. Januar 2013

Dazwischen

Man kann so schön "dazwischen" sein.

Meistens ist dieser Zustand eher unangenehm. Zwischen Baum und Borke, zwischen den Stühlen, zwischen Gut und Böse, es rinnt einem das Geld zwischen den Fingern hindurch ....
Suchen Sie mal, Sie werden viele Redewendungen mit "zwischen" finden.

Ich bin seit heute auch dazwischen.
Zwischen zwei Hosengrößen. Die einen zu klein, die anderen zu groß. Wenn einem der Gewichtsverlust ein Anliegen ist, dann ist das ein tolles Gefühl. Es geht etwas vorwärts! Man merkt tatsächlich, dass die Bemühungen Früchte tragen. Das passt zum Wetterumschwung. Die Temperaturen steigen und die Aussicht auf einen (körperlich) leichteren Frühling stellt sich ein.
Gestern haben die Vögel auf meiner Terrasse mit lautem Gezwitscher ihre Frühlingsgefühle bekanntgegeben. Herrje, was für ein Zwitscher-Terror!
Ich fühlte mich bemüßigt, mehrfach am Fenster zu stehen und mir anzusehen, was da draußen los ist.  Und fühlte mich "dazwischen".
Eigentlich brauche ich zum Arbeiten Ruhe. Aber dieses fröhliche Gezwitscher ließ mich nicht. Und zwischen schlechtem Gewissen, weil ich nicht am Schreibtisch sitze und arbeite,  und dem Gefühl der Vorfreude auf den Frühling,  habe ich mit meiner Kaffeetasse einfach so am Fenster gestanden und geguckt.

Dazwischen ist manchmal sehr schön!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 28. Januar 2013

Brüderle, Sexismus, Herr Jauch und die Frauen.

Ich bin so müde.

Am Sonntag Abend habe ich mir Günnis Runde reingezogen. Eher zufällig bin ich beim zappen da gelandet. Welche illustre Gästeschar tummelte sich da! Günther Jauch diskutierte mit Thomas Osterkorn, Silvana Koch -Mehrin, Wibke Bruhns, Hellmuth Karasek, Anne Wizorek und Alice Schwarzer.
War ja klar, Frau Schwarzer musste dabei sein, schließlich ging es ja um Frauen und Sexismus.
Ihre Verdienste früherer Zeiten in allen Ehren. Aber ich ertrag die Frau nicht mehr in diesen Rede-Runden. Sie nervt. Nicht, weil sie dumme Sachen sagt, oh nein. Aber sie sagt so unendlich viel. Und so ohne Punkt und Komma. Sie monologisiert, anstatt zu diskutieren. Mich nervt das.

Was mich darüber hinaus so unendlich müde gemacht hat, war die Tatsache, dass diese Sexismus-Diskussion eine Diskussion ist, die wir in den 70igern. In den 80igern. Und in den 90igern endlos geführt haben.
Gut, in den 2000ern war es etwas anders, da lief die Mädchen-Fraktion der hirnlosen Püppis durch die Gegend. So blond und doof wie Paris Hilton.
Berufsziel vieler Mädels war ja auch nichts anderes, als "In einem sehr kurzen Rock Handtaschen von Prada über einem roten Teppich" tragen. Da nimmt man lächelnd die sexistischen Anträge der Männer entgegen, sonst kommt man ja zu nüscht. Egal wir alt, schmierig und hässlich der Knochen sein mag, der da sabbernd vor einem steht, Hauptsache er ist ne bekannte Nummer in den Medien und hat Kohle.

So und nun, dreizehn Jahre später, nach diversen Botoxparties, manch misslungener Operation und nachdem sich der frustrierende Alltag einer normalen Berufstätigkeit nicht vermeiden ließ, stellen diese Mädels nun fest, Frauen werden im beruflichen und privaten Alltag von Männern belästigt.
Ach.
Ein Aufschrei!
Ja. Mädels. So war es schon immer. Die Schmierlappen, die weder die Finger, noch die Augen von einem lassen konnten, gabs schon immer. Und die Sprücheklopfer.
Und die Reaktion selbstbewusster Frauen darauf gab es auch schon immer: In die Eier treten. Erst verbal, und wer es dann noch nicht gepeilt hat, der braucht eben eine mit der Handtasche. Sie darf auch gern von Prada sein ...

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Dieser Spruch gilt besonders für Frauen. Lasst euch nicht einmachen Mädels. Die meisten Typen ziehen den Schwanz ein, wenn man ihnen damit droht, den Möchte-Gern-Umgang, den sie gern mit ihrem Geschlechtsteil hätten, zu veröffentlichen.

Und, liebe Männer: die meisten von euch sollten sich nicht angesprochen fühlen. Es sind immer so ein paar "besondere" Exemplare, die den guten Ruf versauen. Lasst euch nur nicht verunsichern. Die allermeisten Frauen können sehr gut zwischen einem netten Flirt und blöder sexistischer Anmache unterscheiden. Wenn ihr allerdings bei der Begrüßung der Kollegin ihren heißen Kaffee auf eurem Intimbereich wieder findet, dann solltet ihr noch mal über euren morgendlichen Gruß nachdenken ...

Herzliche Grüße, Ihre Sia

Sonntag, 27. Januar 2013

Ohne Antworten

Ich ärgere mich.

Über die "Nicht-Antworter". Im realen und im virtuellen Leben. 
Nicht-Antworter sind Menschen, die mal eben einen Aufruf starten, eine Stellenanzeige schalten, ein Forum gründen und keine automatisierte Anmeldung dulden. Es sind Leute, die Bücherblogs führen, Rezensionen schreiben und entsprechend Bücher für umme kriegen - aber dann doch nichts schreiben, weil sie ja soooooviel zu lesen bekommen.

Das man vorher nachgefragt hat, ob ein Rezensionsexemplar willkommen ist - Scheiß drauf. Hauptsache, es kommen Bücher an Land, die man dann für umsonst bekommt.

Ebenso ist es mit manchen Bewerbungen. 
Antworten? Phhh. Werden völlig überbewertet. Wenn nichts kommt, wird der Absender schon merken, dass seine Bewerbung nichts war. Manche Firma schafft es noch nicht einmal, einen frankierten und addressierten Rückumschlag zu bestücken, und wenigstens die Unterlagen wieder zurückzusenden.

Liebe Nicht-Antworter!
Ihr seid unhöflich! Stellt euch vor, ihr seid am anderen Ende der Leine!
Tja, auch wenn es schwer fällt, es passiert ganz schnell, dass man plötzlich merkt, ooops. Hätte ich dem doch mal geantwortet.

Sollte also jemand meiner Nicht-Antworter darauf spekulieren, dass ja ein sporadischer Kontakt bestand, den man im Falle meiner späteren Berühmtheit aufgreifen könnte - vergesst es. Ganz schnell. Da habe ich elefantenhafte Züge.

Ich vergesse keine Nicht-Antworter!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Freitag, 25. Januar 2013

Platzhalteritis

ist eine gefährliche und hochansteckende Virus-Erkrankung.

Man nimmt an, dass das Virus mit Hilfe von Buchstaben übertragen werden kann. Insbesondere Autoren leichter Frauenlektüre sind betroffen. Die Erkrankung betrifft sowohl verlagsgebundene als auch freie Autoren. Allerdings verläuft die Erkrankung unter den freien Autoren schwerer und andauernder.

Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen aus dem anglo-amerikanischen Raum, die belegen, dass häufige Flugbewegungen die Anfälligkeit für diese Erkrankung erhöhen können. Eine gestörte Selbstwahrnehmung, der Verzehr von alkoholischen Getränken wie Champagner, aber auch Holundersirup und das häufige Lesen von Amazon-Ranking-Listen können den Ausbruch der Erkrankung beschleunigen.

Dem besonders gefährdeten Personenkreis der SPlern (Selfpublisher, Selbstverleger) ist dringend vom Genuss diverser Chick-Lit Literatur abzuraten. Ebenso gefährdet sind die Konsumenten von Null-Acht-Fuffzehn-Thrillern, die Serienmörder und seelisch deformierte Ermittler enthalten.

Wenn Sie als Autor unter extremen Buchstaben-Output, Plot-Ideenüberfluss, Dauerspritzigkeit beim Dialog schreiben und Schnellschreibigkeit leiden, sollten Sie umgehend ihren Lektor aufsuchen.

Da es sich um eine Virus-Erkrankung handelt, kann die Behandlung nur der Symptomlinderung dienen. Besonders gute Erfolge hat man mit einem Schreibverbot und Entzug von Aufmerksamkeit erzielt. Die Behandlung sollte mindestens ein Jahr durchgeführt werden.

Die Erkrankung ist meldepflichtig.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Neues von Martina Gerke

Ich glaubs ja nicht : Buchmarkt hat Neuigkeiten

Konsequenzen

Alles im Leben hat Konsequenzen.
Konsequent zu sein, hat auch Konsequenzen.

Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, konsequent alles an kosmetischen Produkten aufzubrauchen, bevor ich Nachschub kaufe. Ich habe das im Großen und Ganzen tatsächlich durchgehalten.
Letztlich habe ich natürlich immer noch Reste hier herumstehen. Das liegt aber an den speziellen Gegebenheiten. Manches verbraucht sich eben nicht so schnell. Noch immer fristen zwei Flaschen Bodylotion im Schrank ihr Dasein und warten darauf, endgültig geleert zu werden. Ich kaufe nie wieder Bodylotion. Das Zeug verbraucht sich bei mir einfach nicht.
Spezielle Seifen und Cremes sind restentleert. Von den meisten Dingen dieser Art werde ich mir nichts mehr zulegen und mein Vorsatz für dieses Jahr lautet auch: hebe Verbrauchsgüter dieser Art nicht auf, sondern verbrauche sie.
Das ist nämlich die Crux an der Sache. Ich bekomme etwas aus dem kosmetischen Verbrauchssektor geschenkt und freue mich so daran, dass ich es nicht verbrauchen möchte. Ich gestehe: ich gucke meine Schätze regelmäßig glücklich an und überlege, wann und zu welchem Anlass ich das Produkt verwenden kann. Nach ausgiebiger Überlegung stelle ich es dann (immer noch glücklich in der Erwartung "es" zu benutzen) wieder weg. Und dann steht es, und steht, und steht - und möglicherweise muss ich es dann entsorgen, weil es schlecht geworden ist.
Das soll mir zukünftig nicht mehr passieren und so werde ich weiterhin verbrauchen, bevor ich Neues anschaffe. Das ist konsequent.

Bei manchen Dingen im Leben ist es aber nicht gut, wenn man konsequent vorhandenes "verbrauchen" will.

Ich habe seit drei Wochen meine Ernährung umgestellt. Natürlich mit dem Ziel, überflüssige Pfunde loszuwerden. Und wenn ich das erfolgreich geschafft habe, werde ich konsequent meinen Kleiderschrank von allem beräumen, was nicht der aktuellen Größe entspricht. Auch wenn es noch nicht "verbraucht" ist.  Was dann zu groß ist, kommt weg.

Wäre ich nur vor drei Jahren so konsequent gewesen. Vielleicht hätte ich meine Gewichtszunahme besser in Griff gekriegt. Es ist schon ein Unterschied, ob man in den Laden muss, um sich eine Hosengröße größer zu kaufen, oder ob man einfach in den Schrank greift und dann die Jeans vom vergangenen Jahr herausholt.

Ich habe gestern begonnen. Zwei Hosen, in die ich nie wieder reinpassen will, habe ich entsorgt. Sie waren noch "gut", und einen Moment habe ich überlegt, ob ich sie in die Stoff-Restekiste zur weiteren Verwendung packe.  Aber ich habe mich dagegen entschieden. Das Risiko der Rückfälligkeit ist mir zu hoch.

Und einmal möchte ich konsequent sein und mich den möglichen Konsequenzen stellen: wenn ich dann wieder zunehme, habe ich nichts mehr anzuziehen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 22. Januar 2013

Männerblicke

Was definiert man als typischen "Männerblick"?

Im Allgemeinen den Blick auf diverse reizvolle weibliche Körperzonen.

Es gibt aber auch die anderen Männerblicke:
Kühlschrank auf, Blick rein und dann die Aussage: wir haben keine Milch mehr.
"Milch" können Sie durch jedes beliebige Produkt ersetzen, das sich normalerweise in ihrem Kühlschrank befindet.

Frauen haben "Frauenblicke".
Im Allgemeinen versteht man darunter den genervten Blick einer Frau, die gerade von ihrem Mann gehört hat, dass keine Milch (*oder jedes andere Produkt) im Kühlschrank ist.

Was ist passiert?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Die Frau (oder ein anderer befugter Mitbewohner) hat die Milch aus dem Fach oben genommen, und sie aus Platzgründen ein Fach weiter unten deponiert. 
  • Die Milch wurde von der Frau oder einem anderen Mitbewohner aus dem Fach oben in die Getränkehalterung der Kühlschranktür gestellt.
  • Die Frau hat eine andere Sorte Milch gekauft, und die Milchtüte ist nun nicht blau, sondern grün.
  • Die Frau hat eine andere Sorte Milch gekauft, und die Milchtüte ist eine Flasche.
  • Vor der Milch steht ein Fruchtzwerg und behindert die Sicht auf die Milch.
  • Die Beschriftung der Milch ist zur Kühlschrank-Rückwand gedreht und nicht erkennbar.
  • Der Haushalt hat keine Verwendung für Milch und hatte noch nie welche im Kühlschrank.

Sollte eine Frau sagen "Wir haben keine Milch mehr!", dann können Sie getrost "Milch" auf ihren Einkaufszettel schreiben. 

Wenn ein Mann sagt: "Wir haben keine Milch mehr!", so brauchen Sie sich keine Gedanken machen. Die Milch hat sich bestimmt gerade wieder geduckt, als sich die Kühlschranktür öffnete und ein "Männerblick" den Inhalt streifte.

Sie können im Übrigen davon ausgehen, dass es egal ist, ob es sich um einen Kühlschrank, den Badezimmerschrank, den Putzmittelschrank oder das Gewürzregal handelt. Der einzige Ort, bei dem es sich mit den "Frauenblicken" und den "Männerblicken" genau andersherum verhält, ist der Kleiderschrank der Frau.

Wenn man was zum anziehen sucht, ist da niemals das Passende drin.

Bis dahin,  Ihre Sia



Montag, 21. Januar 2013

Alltagsgeschichten

Was ist ihre "Alltagsgeschichte" der vergangenen Wochen?

Ich habe keine. Der Januar ist für mich ähnlich wie der Dezember: Geburtstage ohne Ende, das Äquivalent zu den Feiertagen im Dezember. Also besteht der Januar für mich genauso aus vielen Tagen, die aus der "Normalität" eines Monats ohne Feiertage und Geburtstage herausfallen, wie der Dezember mit seinen ganzen X-Mas Feiern.

Das ist mitunter schwierig, weil ich mich in diesen beiden Monaten immer so "außerhalb" fühle. "Außerhalb" im Sinne von: nicht im Alltagstrott.
Das kann gut sein. Immerhin ist "Trott", das Eingeschliffene. Und das ewig Alltägliche ist mitunter auch negativ zu bewerten. Immer das Gleiche. Wie Langweilig! Keine Veränderung!
Andererseits bedeutet "Trott" auch, dass die Gleichförmigkeit des täglichen, immer gleichen Lebens auch die Potentiale für Kreativität freigibt.
Langeweile ist die Antriebsfeder für Kreativität. Wenn sie Kinder haben, werden Sie das öfter erleben: Ihr Kind langweilt sich. Wenn Sie nicht zu den Eltern gehören, die sich als Unterhalter für ihr Kind empfinden, wenn sie dem Kind nur ne Kiste mit Lego, oder Papier, Schere und Kleber hinstellen, dann werden sie merken, dass ihr Kind irgendwann seine Langeweile in etwas Kreatives verwandelt hat.
Man kann das aber nicht nur bei Kindern beobachten. Auch Erwachsene funktionieren so - wenn sie nicht alle ihre Kreativität mit blödem Konsum abtöten würden.

"Fernsehen soll blöd mache" - irgendein ein Kabarettist hat das mal von sich gegeben. Bei dem laufenden Programm ist das eindeutig mit "Ja" zu beantworten. In jedem Fall lohnt es sich, die Zeit, die man gewöhnlich vor der Glotze verbringt, mal abseits davon zu verwenden. Obwohl - als Schreibende verfalle ich manchmal dem Wahnsinn und meine,  ich könnte bei den im Fernsehen erzählten Geschichten irgendetwas für mich und mein Buch herausziehen.
Ne. Nicht einen Satz. Die Kreativität von Drehbuchschreibern hat offensichtlich auch ihre Grenzen. Ich ertrage diesen Schmonzens bald nicht mehr. Ewig das Gleiche, nur die Landschaften im Hintergrund ändern sich. Dabei werden diese Schmonzetten doch alle am gleichen Drehort gefilmt. Wenn es sich um einen Krimi handelt, dann ist der Täter ein Serienkiller (ganz böse. Ultra-Blutrünstig!), der passende Ermittler(in) eine hochgradig gestörte (aber geniale!) Persönlichkeit mit einem desolaten familiären Hintergrund. Mindestens alleinerziehend, mit ständig wechselnden Partnern. Oder aber drogenabhängig  und korrupt.
Sehr kreativ...

Mein derzeitiger kreativer Schub ist vor allem meinen veränderten Essgewohnheiten zuzuordnen. Mehr Gemüse, mehr Obst und weniger Süßes.
Das tut Hirn und Hüfte gut. Hoffen wir, dass es dem Fortgang meines neuen Buches auch gut tut!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 18. Januar 2013

Im Stress

Diätwahn, Schreiblust, Aufräumwut und Putzzwang.

Lassen Sie diese Worte mal auf sich wirken. Nichts dabei, was einen einigermaßen "normalen" Eindruck macht, immer alles etwas "over the top", also übertrieben.
Na gut, sagen wir so: ich bin gerade auf verschiedenen Ebenen hochgradig motiviert ... ;-) - man kann es ja auch positiv ausdrücken.

Ich muss ja viel lesen, manchmal strengt das sehr an. Insbesondere, weil ich in letzter Zeit viel am Bildschirm lese. Keine Romane, aber kleinere Texte, Blogs, Hinweise auf anderen Indie-Seiten, Facebook und so weiter.

Manchmal denke ich, hör auf damit. Das sind alles nur Zeitfresser und bringen dich nicht weiter. Hin und wieder aber doch. Und wenn es nur dem AHA-Effekt dient. Gestern habe ich eine Seite gefunden, die die Produktion von Hörbüchern anbietet.
Bei näherer Betrachtung erscheint manches unsinnig, zu teuer oder aber auch undurchführbar ohne Studio. Jedenfalls ohne das entsprechende Equipement. Vermutlich wird es so sein, wie mit dem Drucken von Büchern: Wenn man eine Druckerei direkt anfragt, fährt man meist billiger als mit BOD oder gar den üblen Zuschussverlagen.
Sollte ich also eine Hörbuchproduktion anstreben, werde ich erstmal verschiedene Tonstudios in Berlin anfragen. Da wird es sicher entsprechende Angebote geben. Immerhin ein Vorteil, wenn man so nah an einer großen Stadt (oder gar der Hauptstadt) wohnt.
Ich halte sie diesbezüglich auf dem Laufenden und widme mich jetzt als erstes meiner Schreiblust. Später kommt dann die Aufräumwut und der Putzzwang dran. Vielleicht habe ich ja Glück und die "Wut" und der "Zwang" der beiden Tätigkeiten lassen bis dahin nach ... oder aber ich muss mich dazu "zwingen" und werde deshalb "wütend" ...

Ich sags ja immer wieder.

9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen "ich bin irre."
Eine summt!

Auch Ihnen einen schönen Tag, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 17. Januar 2013

Was gibt das Jahr 2013 bisher her?


Sylvie und Rafa sind (doch nicht) wieder zusammen.

Es gibt einen Indie-Literaturpreis. Klick! Sehr spannend, vor allem die Besetzung der Jury. Zu hundert Prozent männlich. Na, da wird mich das Ergebnis des Wettbewerbs nicht wundern ...

Martina Gercke schreibt wieder: Klick!
(Nein, bisher ist nicht bekannt, welches aufgeschlagene Buch daneben liegt!)

Der BER wird auch 2013 nicht fertig.

Und auch bei mir ist alles wie bisher. Meine Haare nerven, ich kämpfe mit überflüssigen Pfunden und mit meinem neuen Buch.
Aber wenigstens habe ich eine neue Rezension: 5 Sterne! Und Suchtgefahr wird auch noch attestiert. Na, das macht mir gute Laune und gibt Schreib-Auftrieb -- den ich jetzt auch sofort nutze.

Ihnen auch einen erfolgreichen Tag!

Liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 16. Januar 2013

Aus dem Truthahn

 (Bilder von gestern) wurde dann doch noch ein Drache ...




Im Rücken des Drachen ist ein Einsatz, in den die Kinder die Dracheneier werfen können. Die Dracheneier waren leichte Bälle mit Silberfolie überzogen. Herausnehmen durften sie sich ein Ü-Ei, ebenfalls in Silberfolie gewickelt.

 Das waren die Zutaten für den Zaubersalat:





In den Gläsern hatten wir Brustwarzen alter Hexen, vergilbte Trollaugen, Schleimpfropfen, Ratteneier, Blinddärme, blutige Würmer, Krähenfüsse und ähnliche Leckereien.


Hier wird das Haus zugelost. Im Hintergrund die "dicke Dame", die eigentlich den Zugang zum Haus Gryffindor regelt.



Und das Zaubertrank-Labor, das zum Leidwesen der Kinder keine "trinkbaren" Zaubertränke hervorbrachte. Es sprudelte nur ein bisschen. Die Kinder mussten mit Pipetten verschiedene Flüssigkeiten abmessen, mischen und eine bestimmt Farbgebung erreichen. Mit Hilfe von PH Teststreifen wurde kontrolliert, ob die Mischung den Vorgaben entsprach. Dann war Zaubertränke "bestanden" und sie hatten einen ZAG erreicht.



Das wars.

Es war eine schöne Party. Wenn Sie Ideen für eine Harry-Potter- Party brauchen, schreiben Sie mir eine E-Mail. Ideen habe ich immer ...

Als alles vorbei war, hat mein Sohn mir eröffnet, dass er im nächsten Jahr eine Herr der Ringe - Party feiern möchte.

Ich geb mir dann mal die Kugel ... 
... und fange heimlich mit der Planung an. Wie kann man einen begehbaren Vulkan aus Pappmaché bauen? Wie kann man ihn zum rauchen bringen? Wie backt man Elbenbrot? Kann man Hobbitfüße selber bauen?

Ach je. Vielleicht doch besser außer Haus feiern ...

Liebe Grüße, Sia

Dienstag, 15. Januar 2013

Zurück im Diesseits

Nach zwei Tagen im "off" melde ich mich in die Realität zurück.

Ich brauchte eine Pause und musste Energien nachtanken. Die letzte Woche, respektive die Vorbereitungen für eine Harry Potter Party haben mir doch einiges abverlangt.

Allein der Bau des Drachens hat nicht nur Zeit, sondern auch Nerven gekostet. Aber er ist fertig geworden und ich mag ihn.

Auch der Eingang zum Gleis 9 3/4 hat etwas Zeit gebraucht. Wobei das drucken mit dem Schwamm eigentlich recht schnell ging.



Das war dann der "Durchlass".
Später am Abend ist das Schild runtergekommen, und die Wand hing auch nicht mehr ganz so fest. Da war es aber auch nicht mehr so wichtig ...



Die Vorbereitungen für den Drachen:







Und die ersten Lagen Zeitungspapier. Der Drache sah in seinen ersten Lebenstagen wie ein riesiger Truthahn aus ...




Auf Facebook (unter Sia Wolf) finden Sie ein Bild des Drachenkopfes: Klick!

Das größte Problem bei all dem war der fehlende Platz für die einzelnen Projekte. Leider, denn dann konnte ich meinen Sohn nicht so richtig überraschen.
Unser Fest - Programm war ziemlich ambitioniert, das muss ich zugeben. Wir haben mit einer Runde Flaschendrehen zum verteilen der Geschenke begonnen und dann die obligatorische Hutnummer gemacht. Wer also in welches Haus eingeteilt wird. Der sprechende Hut wurde aufgesetzt und ich habe aus einer Schüssel Lose gezogen und verteilt. Dann gabs Kuchen, Muffins und andere Süßigkeiten, kombiniert mit "Butterbier" (Bananenmilch). Man konnte übrigens auch etwas anderes trinken, wenn Butterbier nicht schmeckte ...

Und dann begann der "Unterricht": Verteidigung gegen die dunklen Künste: Zauberstäbe basteln.
Danach der erste Teil des Trimagischen Turniers: das Suchen von verteilten Bildern in der Siedlung. Jedes Haus maschiert los und sucht sein Hauswappen.
Danach musste ein "Zaubersalat" gerührt werden und Zaubertränke gerührt werden. Und dann war der eigentliche Geburtstag schon vorbei. Der Drache kam noch zum Einsatz, als Bestandteil des Trimagischen Turniers: es mussten Dracheneier in seine Eierkuhle geworfen werden. Wer getroffen hatte, durfte sich ein kleines silbernes Drachenei herausnehmen.
Dann gabs die Zeugnisse mit den ZAGs, den Zaubergraden.

Was wir nicht mehr geschafft haben, war der letzte Teil des Trimagischen Turniers: das herausfischen von Perlen aus einem mit schleimiger Drachenkotze (Rasierschaum!) gefüllten großen Glas und der Besuch der Wahrsagerin. Aber alles in allem hatten wir Spass. 

Weitere Bilder gibts morgen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 12. Januar 2013

Geschafft.

Der Spruch des Tages:

Es ist egal, zu welcher Uhrzeit man die Kinder einlädt.

Kindergeburtstage dauern immer neun Stunden!

Ich bin platt.


Freitag, 11. Januar 2013

Ich bitte um Geduld

In dieser Woche komme ich nicht zum schreiben. Große Werke warten auf ihre Vollendung:


 und kleinere Dinge warten auf Beschriftung und Befüllung.


Nächste Woche gibts einen Bericht über die Entstehung, die Ergebnisse und hoffentlich bessere Fotos!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 9. Januar 2013

Katholische Kirche

Oooops!

Das überrascht mich jetzt aber!

Quelle: www.tagesschau.de, 09.01.2013:

Das Forschungsprojekt zur Untersuchung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist vorerst gescheitert. Die Deutsche Bischofskonferenz teilte mit, der Vertrag mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) sei mit sofortiger Wirkung gekündigt.



Dienstag, 8. Januar 2013

Gestern

habe ich meinen Sohn von der Schule abgeholt.

Wir fahren eine Straße entlang, von der aus man ein Gelände sehen kann, das bis zum 24.12. noch mit Weihnachtsbäumen vollgestellt war. Jetzt war nur noch der Zaun zu sehen.
Mein Blick fiel zufällig auf diesen Platz und ich sagte zu meinem Sohn:
"Ach guck mal, gar keine Bäume mehr da!"
Mein Sohn: "Ja, ich wundere mich auch."
Ich drehe mich zu ihm um und sage: "Ne, nicht wirklich, oder?"
Er: "Mama, das war erotisch gemeint!"

Na dann. Wünsche ich Ihnen mal ne erotische Woche!
Liebe Grüße,  Sia

P.S.: Er hat sich gleich danach verbessert und "ironisch" hinterher geschoben. Aber da standen mir die Lachtränen schon in den Augen ...

Samstag, 5. Januar 2013

Ich glaube, ich lasse es sein

In den letzten vier Wochen habe ich ca 10 (deutsche) Bücher gelesen. Bis auf ein Buch waren alle von sogenannten "Indie-Autoren".
Und nachdem ich heute Nacht wieder eines davon zugeklappte (respektive meinen Kindle ausschaltete ...) und mich meinen süßen Träumen hingeben wollte, da kamen sie. Die nervenden Gedanken, ob ich bei diesem Einkaufsverhalten bleiben sollte, oder mich doch wieder mehr den etablierten Schriftstellern zuwenden müsse, um mich nicht bei jedem ausgelesenen Buch zu ärgern.
Ich bin selbst ein Indie. Und auch ich kann nicht jeden mit meiner Schreibweise, meinen Protagonisten oder meinem Plot begeistern oder erreichen. Diesen Anspruch habe ich auch nicht. 
Was aber durchaus mein Anspruch ist, ist meiner Zielgruppe eine sozusagen "durchkomponierte" Geschichte zu erzählen. Mit Anfang, Mitte und Ende. Mit einem Spannungsbogen, der sich langsam aufbaut und dann lang genug gehalten wird, um den geneigten Leser bis zur letzten Seite bei der Stange zu halten. (Die nicht geneigten Leser springen ohnehin früh ab.) Natürlich bin ich der festen Überzeugung, das mir das mit Rheingau-Roulette auch gelungen ist. Bei manchem der Indie-Autoren, die ich gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob sie überhaupt eine Ahnung von "Geschichten erzählen" haben. Also das, was eigentlich neben einer Idee die Grundlage ist. 
Vielleicht kennen Sie das. Es gibt Menschen, die können erlebte Situationen unglaublich gut erzählen. Weil sie ein Verständnis vom Aufbau und Höhepunkt einer Geschichte haben, egal wie kurz oder lang sie sein mag. Und bei anderen Menschen fängt man zu gähnen an, wenn sie eine Begebenheit erzählen, mag sie (eigentlich) noch so interessant sein. Da wird sich in Nebenschauplätzen verloren, unwichtiges wird zum zentralen Thema gemacht oder aber die Pointe wird versaut, weil sie schon im Anlauf darauf hin zuviel darüber verlauten lassen.

Viele der Indies, die ich in letzter Zeit gelesen habe, haben eine tolle Idee für einen Roman. Eine Situation, aus der heraus sich etwas entwickelt, was sich zu erzählen lohnen würde. Ich schaue mir das Buch und den Klappentext genauer an, weil ich denke: Hoppla. Das klingt aber lustig /interessant /spannend /romantisch /wissenswert.
Und dann fange ich an zu lesen und kaum habe ich den Umfang der Leseprobe verlassen, habe auf "kaufen" gedrückt, werde ich enttäuscht. 
Wieder kein wirklicher Thriller. Keine echte Liebesgeschichte. Kein Sachbuch. Keine witzige Geschichte, sondern eine Ansammlung stereotyper Typen und Handlungen. Zu wenig Phantasie. Zu wenig Gefühl für die Protagonisten, die zu meinem Leidwesen oft genug auch noch ungenau gezeichnet werden. Grausige Dialoge, ohne Verve, ohne Witz und ohne wirklich etwas über die Handelnden preiszugeben. Und ein allgemeines sprachliches Niveau, dass ich auf Groschenroman-Ebene einstufen würde.
Nun ist das an sich nicht schlimm. Auch Groschenromane haben ihre Berechtigung - und ihre LeserInnen. Aber im Laden sind sie deutlich als dieses Genre erkennbar. Im Internet oft leider nicht. Da glaubt man dem Klappentext (und möglicherweise auch den positiven Kritiken) und muss dann feststellen: Nein. Nicht meine Baustelle.

Das nächste Buch, das ich lese, ist ein Richtiges. Ein Hardcover. Von Elisabeth George. Die kann Dialoge, Spannungsbögen, Plotgestaltung und Protagonisten. Und auch wenn ich das ungelesene Buch schon seit mehreren Jahren hier liegen habe, dreimal angefangen habe und es wieder weggelegt habe - jetzt werde ich mich dran trauen. Auch wenn es um Kinder und Verbrechen an ihnen geht, was seit meinem Mutterdasein ein absolutes Lese-No-Go ist.

Aber immer nur Salat macht Appetit auf Schnitzel mit Pommes.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Freitag, 4. Januar 2013

Update Martina Gercke Januar 2012

Laut Buchmarkt wurde eine Einigung in der Plagiatsaffäre erzielt, über die Inhalte wollen die Beteiligten jedoch Stillschweigen bewahren.

Gut so!

Kennen Sie Partylite?

Wenn Sie ein Fan sind, dann lesen Sie mal besser nicht weiter. Ich werde gnadenlos ablästern.

Es gibt Dinge im Leben, die finde ich so überflüssig wie einen Kropf.
Partylite gehört definitiv dazu.

Wahrscheinlich liegt es an meiner fehlenden romantischen Ader. Ich erwähnte diesen Umstand bereits einmal (Klick). Kerzen find ich okay. Als Teelichter unter Teekannen, denn dann sind sie effektiv. Gelegentlich kann ich sie auch als dekoratives Element, als "Stehrümmchen", akzeptieren. Aber dann haben sie gefälligst nicht zu duften.

Partylite hat einen Katalog. Hier: Klick
Ich habe etwa dreißig Seiten geschafft, dann habe ich das Teil (virtuell) zur Seite gelegt und mich gefragt, welche Menschen sich mit Begeisterung so einen Katalog voller Kerzen und hässlicher Halterungen anschauen? Auf Seite 31 unten rechts fand ich übrigens eines der gruseligsten Dinge: "die kleine Gartendiva". Oh Mann. 

Wer kauft so etwas?

Einmal habe ich zwei kleine Teelichter dieser Firma geschenkt bekommen. Ich kann Ihnen sagen, eines davon reichte aus, um einen 50qm Raum endgradig mit penetrantem Gestank zu verpesten. Ich habe dann eines davon in den Keller gestellt, der etwas muffig riecht. Aber selbst da konnte man sich dann nicht mehr lange aufhalten, ohne Kopfschmerzen von diesem vanillierten Kirsch-(oder was es auch war) Geruch zu bekommen.

Aber es gibt Hardcorefans. Die machen dann Kerzenpartys. Das ist so ... tja, wie soll ich sagen? Das ist so südstaaten-hochzeitsmäßiges-landleben, das gibts eigentlich nicht in Echt. Und mich reizt so etwas dann immer zu ungebührlichem Verhalten ...
Dann warte ich doch lieber auf die Frau, die die Dessouspartys macht und zur Erheiterung ein paar Toys mitbringt. Da kann man wenigstens lachen. Jedenfalls, wenn man genügend Sekt hat und Sex nicht so ernst nimmt. 

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ulla Berkéwicz-Unseld

Ist die Chefin des Suhrkamp Verlags. Oder aber die gewesene Chefin. Das weiß man noch nicht so genau.

Seitdem ich im Berliner Speckgürtel lebe und Leserin der Berliner Zeitung wurde, habe ich die Geschichten im Feuilleton um den Suhrkamp Verlag (auch hier zu lesen: Spiegel) verfolgt. Eigentlich entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, denn das Feuilleton lese ich eher selten, und wenn, dann meist mit zugekniffenem Hintern. 
#Feuilleton-Modus-An#Zu oft ärgere ich mich über die geschwollenen Tiraden der kunstbeflissenen von und zu Möchtegerns, die sich ausschließlich im eigenen Kunst-Universum bewegen und das Leben nur im Rahmen der schmalen Grenzen ihrer jeweiligen Projekte erahnen.#Feuilleton-Modus-Aus#

Aber in Ermangelung von Zeit (Baby-Alarm) für größere Leseprojekte wie ein Buch habe ich während dieser Baby-Zeit die Tageszeitung genauestens studiert. Und bin bei dem Suhrkamp-Thema hängen geblieben. Es hat mich fasziniert, wie sich da bekriegt wurde.
Verstanden habe ich den gesamten Zusammenhang  trotz aller Bemühungen nicht. Wie auch. Mir fehlen die wesentlichen Details der ganzen Suhrkamp-Geschichte. Als Szenegänger würde ich es wahrscheinlich wissen - aber das bin ich eben nicht. Es gab gerichtliche Auseinandersetzungen mit dem Sohn, mit anderen Anteilseignern und wieder anderen Anteilseignern. Schriftsteller, die sich gegen die Verlagsleitung wenden, andere, die sie loben.

Auch heute stand wieder ein Artikel über die verfahrene Situation des Verlags in der Zeitung, und ich versuche noch immer redlich mir ein Bild zu machen. Aber es will mir nicht gelingen. Ich würde gern Partei ergreifen. Aber ich weiß nicht für (oder gegen) wen. 
Frau Berkéwicz-Unseld scheint machtbewusst zu sein. Das ist ein Umstand, der viele ebenso machthungrige Männer bösartig werden lässt. Das deckt sich mit mancher meiner Erfahrungen und spricht meine Solidarität als Frau an. Und ein enterbter (Stief-)Sohn könnte sein übriges für den schlechten Ruf der Stiefmutter getan haben - und letztlich vielleicht auch nur das Erbe im Kopf gehabt haben.
Oder ist die Dame das personifizierte Böse, eine, die über Leichen geht, eher den Verlag als den Gatten liebte und von vornherein nichts anderes im Sinne hatte, als am Ende alles zu besitzen und zu bestimmen?

Das Ganze hat was von Schmierenkomödie und ich werde es sicher nicht ergründen können. So sehr ich mich mühe, es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Aber da geht es mir genauso, wie mit dem Textauszug aus "Überlebnis", von Frau Berkéwicz-Unseld, die als Autorin hochgelobt wurde. Ich versteh es nicht. Ich finde die Sprache albern, gestelzt und in hohem Maße genussfeindlich.

Wahrscheinlich bin ich einfach zu basic. Die höheren Sphären kulturellen Schaffens werden mir verschlossen bleiben.

Bisher habe ich sie auch noch nicht vermisst.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Mittwoch, 2. Januar 2013

Dienstag, 1. Januar 2013

Neujahr 2013

Ich wünsche Ihnen das Beste, was dieses Jahr für Sie bereit halten kann.

Mir natürlich auch. Aber noch mehr wünsche ich mir für alle Menschen weniger Terror. Weniger Mord und Totschlag, egal ob politisch legitimiert oder nicht.
Einfach mehr Geduld mit den Unzulänglichkeiten der Anderen. Mehr Geduld mit sich selbst. Mehr Liebe. Mehr Fröhlichkeit. Mehr Achtsamkeit beim Umgang mit Anderen.

Möge es ein glückliches Jahr 2013 werden. Für Sie, für mich und all die anderen. Welcome 2013!