Mittwoch, 31. Oktober 2012

Halloween II, 2012

Update:











Soweit fertig. Jetzt habe ich als letzten Arbeitsgang noch eine Gardinenstange an der Fledermaus befestigt und spiele mit dem Gedanken, sie vom Haus herunter hängen zu lassen.

Traue ich mich das?
Ich bin mir noch nicht sicher. Aber wenn, dann werden Sie es morgen erfahren. Bestimmt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Halloween 2012

Bei uns ist Fledermausalarm:

Aus Hühnerdraht, alter Rauhfasertapete und Kleister habe ich mit Kind eine Fledermaus gebastelt:

der Hühnerdraht wird in eine ungefähre Fledermausform gebracht - das geht einfach mit den Händen. Der Draht lässt sich gut biegen. Ein Seitenschneider hilft, wenn man etwas abschneiden möchte.

Dann wird der Korpus mit alter Tapete "überzogen". Sie können auch anderes Papier nehmen, Zeitungspapier, Packpapier - egal. Hauptsache, es ist groß genug und der Kleister kann angenommen werden.

Nach diesen Vorarbeiten habe ich die Fledermaus wochenlang rumliegen lassen. Zum durchziehen .... ;-)
Nein, natürlich nicht. Ich bin einfach nicht dazu gekommen. Aber durchgetrocknet muss es vor der weiteren Verarbeitung schon sein.
Wenn Sie weiterarbeiten wollen, rühren Sie sich eine ordentliche Portion Tapetenkleister an und kaschieren die Fledermaus mit braunem Packpapier. Dort, wo die "Armrippen" entlanglaufen, legen Sie eine Schnur entlang, die Sie mit Kreppband fixieren. Dann achten Sie beim Kaschieren darauf, dass Sie das Packpapier eng an den Rippen entlangführen, damit sich das Papier nicht wieder lösen kann.



Die Rippen brauchen Sie nur auf der Vorderseite der Fledermaus. Trocknen lassen.


Jetzt wird die Fledermaus noch bemalt. Die Bilder stelle ich heute Nachmittag rein.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 30. Oktober 2012

Polizeikontrolle

Am Samstag bin ich nach der Lesung von der Polizei kontrolliert worden. Das erwähnte ich ja gestern bereits. Was ich Ihnen nicht erzählt habe, waren die genauen Umstände.
Nachdem die Lesung und der Small Talk hinterher beendet waren, wollte ich die Freundin, die mich begleitet hatte, nach Hause fahren. Und als wir so im Auto plaudernd den Wohnort erreichten, da standen sie: an der typischen Kontrollstelle, an der sie immer stehen.


Ein Leuchtemänni, mitten auf der Straße.

Ich hatte nichts getrunken, im letzten Moment vor der Abfahrt hatte ich mir noch die Papiere von meinem Mann geben lassen (weil ich sein Auto genommen hatte) und außerdem hatte ich einen Minirock an. Was sollte mir also passieren?
Nichts. Eben.
Der junge Polizist leuchtete mit einer großen Stablampe ins Auto (ich dachte im ersten Moment, der sucht jemanden hinten auf der Rückbank ...) und stellte fest, dass wir angeschnallt waren. Ja. Bin ich immer. Ich könnte gar nicht unangeschnallt fahren, ich würde mich völlig unwohl fühlen.
"Haben Sie Alkohol vor Fahrtantritt getrunken?"
Nein. Ich nicht. Die Freundin schon. Jetzt würde ich sagen, selbst das Glas Sekt, dass sie getrunken hatte, würde ihre Fahrtüchtigkeit nicht komplett außer Kraft setzen, aber egal. Wir durften weiterfahren.

Jetzt ist diese beliebte Kontrollstelle an der Durchgangsstraße des Dorfes. Und die Freundin wohnt quasi am entgegengesetzten Ende des Dorfes und meines Hauses. Also musste ich, nachdem ich sie abgesetzt hatte, wieder die Straße entlang, diesmal aus der anderen Richtung kommend.

Was soll ich Ihnen sagen? Yep. Ich wurde wieder angehalten. Aus der anderen Richtung wurde gerade ein Fahrer rausgezogen und in die Nebenstraße dirigiert und ich stand blinkend auf der Straße, ein Leuchtemänni vor mir. Muss wohl ein anderer als eben sein. Ich lasse das Fenster runter und sage: "Ich habe auch in den letzten drei Minuten noch nichts getrunken."
"Wurden Sie schonmal kontrolliert?"
"Ja. Vor drei Minuten."
"Hier?"
"Ja."
Das Leuchtemänni überlegt einen Moment. 
"Sonst haben Sie alles dabei?"
"Ja. Ich habe immer alles dabei."
Er sagt nichts. Guckt nur.
"Soll ich jetzt links in die Nebenstraße reinfahren, oder kann ich weiterfahren?"
"Fahren Sie weiter. Schönen Abend noch."
"Danke. Ihnen auch."

Also bin ich nach Hause gefahren. Dabei habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Zweimal an einem Abend, innerhalb von ungefähr 10 Minuten von der Polizei kontrolliert zu werden, ist schon spannend. Ich bin noch nie vorher von der Polizei ohne Grund angehalten worden. Einmal wurde ich auf der Autobahn geblitzt und musste deshalb anhalten - und zahle seit dieser Erfahrung nie. Nie. Niemals nicht bar. Der Polizist damals sagte kostet 40 DM. Hatte ich nicht dabei. Dann sagte er, dann müsste ich auf das Ticket warten und da käme noch Bearbeitungsgebühr hinzu. Tja. Hatte mich zwar geärgert, aber ich hatte trotzdem kein Geld dabei. Also habe ich auf das Ticket gewartet. Es kam. Und kostete 20 DM. Ich will dem Polizist nichts unterstellen. Aber 20 DM haben oder nicht haben war für mich damals eine Stange Geld.
Das zweite Mal, dass mich ein Polizist angehalten hat, war durchaus beängstigender. Ich war auf dem langen Heimweg von meinem damaligen Job. Und etwa 50 km dieses Weges führte über eine gut ausgebaute Landstraße, die in regelmäßigen Abständen eine Spur als Überholspur verdoppelte. 
Hinter mir ein Polizeibus. Der junge Fahrer fuhr wie ein Geisteskranker. Viel zu dicht auf (ich konnte zwischendurch nicht mal mehr den Kühlergrill sehen), fuhr ständig in Schwüngen nach rechts und nach links. Also. Er hatte es wohl eilig. Aber er überholte nicht, selbst wenn es möglich war. Irgendwann auf freier Strecke bin ich soweit nach rechts gefahren, dass selbst ein Opa mit Hut verstanden hätte, dass er vorbei fahren sollte. Der Polizist blieb hinter mir. 
Es war spät, schon Dämmerung. Ich wollte ganz bestimmt nicht auf freier Strecke anhalten, nur damit der Dämlack endlich vorbei fährt. Aber ich wusste, in wenigen Kilometern kämen die ersten Ausläufer einer Stadt und kurz hinter dem Ortsschild gibt es eine Polizeistation. ich hatte von dem Typen hinter mir die Schnauze voll. Also bin ich in Richtung dieser Polizeistation abgebogen.
Der Polizist auch. 
Und dann überholt er mich doch noch, fährt er vor mich und hält mich an.
Ich steige aus.
Der Polizist auch. Grinst mich an und guckt mich dabei von oben bis unten taxierend an.
Ich, wütend: "Was soll das?"
Er: "Ihr linkes Rücklicht ist kaputt."
Dann gabs ne allgemeine Beleuchtungskontrolle und dann sagt das Arsch noch, unter Ausnutzung seiner uniformierten staatlichen Autorität: "Lassen Sie das umgehend reparieren" und dann verschwindet er in seinem Bus und fährt weiter. Ich war so wütend und so sprachlos, dass ich mich tatsächlich einfach nur ins Auto gesetzt habe und weitergefahren bin.

Tja. Und heute? Heute reicht es, wenn man frech behauptet, man habe alles dabei und dann darf frau weiterfahren. Nach einem Blick ins Gesicht lassen sie einen noch nicht mal mehr aussteigen ... 
Seufz. Ich glaube, ich werde alt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 29. Oktober 2012

Wochenende: Lesung

Am Samstag habe ich in der Gemeindebibliothek Blankenfelde-Mahlow aus meinem Roman Rheingau-Roulette gelesen.
Es war sehr nett. Die gestellten Stühle waren alle besetzt und es mussten sogar noch welche nachgeholt werden. Die Räumlichkeiten waren schön hergerichtet und das Ambiente "zwischen vollgestellten Bücherregalen" für eine Lesung wie geschaffen.
Da saß ich also nun zwischen "Humor" und "Frauenliteratur" an einem kleinen Tisch mit Lampe und war aufgeregt. So aufgeregt, dass ich mich noch nicht mal getraut habe, zum Anstossen auf den neuen "Gold-Status" der Bibliothek ein Glas Sekt zu trinken. Wie der weitere Verlauf des Abends zeigen sollte, war das eine gute Entscheidung.

Mein Publikum war mir freundlich gesonnen. Und nach den ersten Zeilen hatte ich den Eindruck, "Ich hab sie." Das ist enorm wichtig, weil man ja nur einen kleinen Ausschnitt lesen kann, und der muss so gewählt werden, dass die Zuhörer Lust auf mehr bekommen.
Meine ZuhörerInnen haben an den richtigen Stellen gelacht. Auch das ist eine enorme Bestätigung für einen Autoren. Wenn das Ziel war, einen humorvollen Dialog zu schreiben und das auch genauso beim Publikum ankommt, dann ist das einfach toll. Noch toller fand ich aber die leise Reaktion einer Dame nach einer anderen Lesestelle.

Die Geschichte, die ich in Rheingau-Roulette erzähle, ist eine Liebesgeschichte. Und wenn ich eine Lesung habe, dann versuche ich bei den gewählten Leseausschnitten, die Protagonisten vorzustellen. Denn die handelnden Personen sind es ja schließlich, denen man in einem Buch über die Schulter schauen möchte. Also habe ich am Samstag selbstverständlich auch den männlichen Hauptprotagonisten vorgestellt. Bei der Entwicklung dieses Protagonisten habe ich ganz bewusst darauf verzichtet, ihn mit all den körperlichen Attributen zu versehen, die amerikanische Liebesroman-Autorinnen so gerne ihren Helden anhängen.
Mein Protagonist ist nicht groß. Jedenfalls nicht größer als der Durchschnitt. Er ist nicht besonders gutaussehend. Auch da ist er der gepflegte Durchschnitt. Er hat eine sportliche Figur, ist aber nicht besonders muskulös. Er hat keine Ausbildung als Soldat, Elitepolizist oder Bundesnachrichtendienstler. Er arbeitet bei der Krankenkasse.

Es waren exakt zwei gelesene Buchseiten, die ihn betrafen. Und trotzdem sagte eine Frau leise im Publikum: so einen will ich auch haben.

Sie können mir glauben, das sind Bemerkungen, die gehen runter wie Öl. Denn dann habe ich es geschafft, die Aura, die dieser Mann hat, für LeserInnen fassbar zu machen. Was will man als Autor mehr, außer, dass das Buch dann auch gekauft wird ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

P.S.: Ich habe auf dem Rückweg von der Lesung das Vergnügen gehabt, von der Polizei kontrolliert zu werden. Wie gut, dass ich keinen Sekt getrunken hatte ...

Samstag, 27. Oktober 2012

Erinnerung

Wenn Sie heute Abend noch nichts vorhaben:




Ich würde mich freuen, wenn Sie kommen.

Liebe Grüße, Sia Wolf

Freitag, 26. Oktober 2012

Äpfel

Gestern war es soweit.

Ich habe mal wieder einen Apfelkuchen gebacken. Eine Freundin hatte mir eine Tüte voller köstlicher Äpfel aus dem eigenen Garten geschenkt und der Apfelkuchen vom letzten Wochenende lag in den letzten Zügen. Es war ein "Apfelkuchen sehr fein", in meiner Familie immer "Schlupfkuchen" genannt. Und mein Sohn liebt ihn ebenso, wie ich ihn liebe. Sowohl aus der Sicht der Bäckerin (einfach + schnell), als auch aus der Sicht der Genießerin.
Die Äpfel der Freundin sind nicht lagerfähig, also müssen sie zügig verarbeitet werden. Und genauso ungern, wie ich bei einem Spaziergang den gleichen Weg zurückwandere, so ungern backe ich gleiche Kuchen in Folge. Bei der Überlegung, für welches Gebäck ich mich entscheide, fiel mir im Kühlschrank das Marzipan auf. Und damit war die Entscheidung klar: Ich backe "die Sünde".
Und ebenso wie beim letzten Mal, war ich völlig berauscht von dem Duft, der durch das ganze Haus zog. Mein Sohn hüpfte mit schnüffelndem Näschen durch die Räume und fand "Mama, das riecht so lecker hier."

Wenn Sie sich schon mit der Essensplanung für Weihnachten herumschlagen, dann sollten Sie diesen Kuchen als Dessert in Erwägung ziehen. Er braucht insgesamt eine Stunde. Vierzig Minuten davon können Sie ihn im Ofen allein lassen. Wenn Sie ihn als Dessert servieren wollen, tun Sie das am Besten lauwarm. Mit Vanilleeis oder selbstgemachter Vanillesauce. Schneiden Sie die Stücke nicht so groß ... der Kuchen ist ein Sattmacher und nach einem Festessen passt ohnehin nicht mehr so viel in den Bauch. Und die Reste können Sie dann kalt zum nachmittäglichen Kaffeetrinken am nächsten Tag genießen.

Ich habe ein ganzes Kochbuch mit Apfelrezepten. Immer, wenn ich mir die schönen Bilder anschaue, wird mir klar, warum es der Apfel der Versuchung war, der unsere Urahnen aus dem Paradies geschubst hat. Mir wird auf ewig das Bild meines verstorbenen Bruders in Erinnerung bleiben, wie er auf dem Weg zur Schule morgens an einem unserer Apfelbäume vorbeiging, und mal eben schwupps, einen davon abzupfte, um dann sofort herzhaft in ihn hineinzubeißen. Dieses leise Krachen, wenn man in einen frischen Apfel beißt, der süß-säuerliche Saft, der sich in den Mundwinkeln sammelt und manchmal übers Kinn tropft - glücklich, wer einen Apfelbaum in seinem Garten hat.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Themen des Blogs

Als ich gestern feststellte, dass ich völlig vergessen hatte, zu bloggen, war es schon spät. Sehr spät. Sozusagen mitten in der Nacht. Da wollte ich auch nicht mehr aufstehen, um noch etwas zu schreiben.

Aber ich habe nachgedacht, über was ich heute schreiben könnte. Normalerweise denke ich gar nicht groß über die Themen nach, die ich im Blog bearbeite. Ich setze mich vor den Rechner und fange an zu schreiben.
Meistens schreibe ich das, was mich gerade aktuell bewegt, was ich erlebt habe, oder ich schreibe über ein Thema das mir beim morgendlichen Lesen der Tageszeitung aufgefallen ist.

Bloß heute will mir nichts wirklich Interessantes einfallen. Ich bin nicht gelangweilt, mein Tag hat gut begonnen und ich bin auch in "Schreiblust". Aber ich hätte Ihnen heute gern einen spöttischen Text zu lesen gegeben. Oder eine Prise Wahnsinn aus dem Einkaufsleben. Garniert mit etwas Ablästerei über Männer. Leider komme ich gerade nicht auf eine erzählenswerte Geschichte aus dieser Sparte.

Das Einzige, was mir gerade einfällt, ist das Familiengespräch von gestern Abend.  Beim Abendbrot. Mein Sohn hat sich dafür interessiert, ob seine Eltern Sex hatten. 
"Hattet ihr echt nackt Sex? Ganz Nackt??? Igitt. Ehrlich? Ohne Unterhosen habt ihr im Bett gelegen? Die ganze Nacht? Das ist ja eklig. Also wenn ich mal Sex habe, dann lasse ich aber die Unterhose an!"

Womit wir das Thema Verhütung umfassend bearbeitet hätten ;-))

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 23. Oktober 2012

Angebote

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Wenn ich mich im Internet bewege, dann normalerweise auf "anständigen" Seiten. Der Gipfel unseriöser Internetseiten, die ich besuche, ist die Bildzeitung.
Mehr nicht. Also keine Gewinnspielseiten, die Mailadressen abgreifen, oder unanständige Seiten, auf denen man sich registrieren lassen muss, um alles zu sehen. Ich schwöre.

Trotzdem bekomme ich heute unzählige Mails mit dem unwiderstehlichen Angebot, mich drei Tage umsonst als Premiummitglied auf einer Singlebörse registrieren zu lassen. Ich soll endlich (!) den Partner für gemütliche Kuschelabende finden.

Drei Tage! Meine Güte, da werde ich ja aus dem Vollen schöpfen können. Denn dort werden sicherlich die klügsten, schönsten und reichsten Männer registriert sein, und sie alle werden auf eine Frau wie mich warten.
Ich bringe ja auch alles mit, was man so braucht. Als Frau. Für so einen Mann aus der "erfolgreichsten Singlebörse" des Internets. Ich bin nett. Unkompliziert. Ich kann nähen, kochen und wenn ich mir Mühe gebe, sogar putzen. Also haushaltstechnisch durchaus zu gebrauchen. Ich habe auch ne Ausbildung, also kann ich auch außer Haus arbeiten gehen. Attraktiv bin ich auch noch. Und mein IQ ist über 100.
Hm. Ich wußte, irgendwo wird der Knackpunkt sein ...

Wobei die Frage nach der Intelligenz ja nicht ganz so banal ist. Es gibt nämlich keine wirklich einheitliche Definition von Intelligenz. Es gibt unterschiedliche Theorien. Die meisten davon bewerten Intelligenz als die Fähigkeit, Aufgaben/Situationen durch schnelles Erfassen aller vorhandenen Beziehungen/Informationen zu bewerten und dadurch erfolgreich zu lösen.
Es gibt Tests im Internet, die man diesbezüglich machen kann. Die Aussagekraft ist natürlich beschränkt. Aber eine Frage habe ich mal für Sie kopiert, weil ich sie zu schön fand:

Bitte wählen Sie eine Antwort:

Wenn einige Hubis Hubas, einige Hubas Hubus, alle Hubus Hubos und wenige Hubos Hadas sind, sind gibt es dann auch Hadas, die Hubis sind?
  1. mangelhafte Angaben
  2. Ja
  3. unlösbar
  4. Nein
Viel Spass beim Nachdenken. Und jetzt schreibe ich meinem Mann. Mal sehen, wann er mal wieder Zeit für einen gemütlichen Kuschelabend mit mir hat.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 22. Oktober 2012

In zwei Monaten

ist Weihnachten. Oder jedenfalls fast.

Jetzt beginnt die Zeit, um an Geschenke zu denken. Wenn Sie wie ich vor Weihnachten noch allerlei Verwandschaft zu beschenken haben, dann sind Sie - genauso wie ich - arm dran.

Oder auch nicht. Wenn man ohnehin schon Geschenke einkaufen geht, dann ist es ab November einerlei, ob es zum Geburtstag oder zu Weihnachten sein soll. Man kann dann im Geschenke-Einkaufs-Fieber alles gleichzeitig erledigen.
Das einzig Blöde ist, mir fällt erstmal nichts ein, was ich verschenken möchte. Dann finde ich etwas, das zu einer bestimmten Person passt. Ich bin glücklich, suche weiter. Und was passiert?
Ich finde schöne Geschenke - aber immer nur für den Menschen, für den ich schon etwas ausgesucht und gekauft habe. Es ist wie verflixt. Und jedes Jahr das Gleiche.
Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, viel "Verbrauchs-Güter" zu verschenken. "Stehrümmchen" haben die meisten bis zum abwinken. Und da ich gestern mal wieder einen Einsatz im Keller hatte, weiß ich, wie schnell dieses sinnlose "rumgestehe" zum Staub und Spinnwebenansatz verleitet.

Nein, nein. Gepflegte Unterhaltungsmedien, Gutes aus dem Bereich Essen und Trinken und die eine oder andere Extravaganz - das werde ich dieses Jahr verschenken.
Über Kinderwünsche möchte ich nicht reden. Die Extravaganz meines Kindes gipfelte in dem beiläufig geäußerten: "Ich? Ich wünsch mir´n Iphone 5 zu Weihnachten."  Na dann. Man gönnt sich ja sonst nichts ...
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die Woche. Gönnen Sie sich heute mal was. Muss ja nicht gleich das Iphone 5 sein ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 20. Oktober 2012

Flohmarkt

Ich bin zurück. Und geschafft.


Das ist ein sehr kleiner Ausschnitt meines Standes. In Wirklichkeit war er viel größer. Und ich bin einiges losgeworden. Unter anderem auch wieder ein paar Illusionen über Menschen ...

Aber Spass hatte ich auch. Ganz cool fand ich einen Papa. Seine Frau und er waren von einem kleinen Schlitten ganz begeistert. Ich habe ihnen ein verlockendes Angebot gemacht - der Schlitten und ein echter Skifahrer-Helm dazu. Die Mutter überlegte noch hin und her, während der Papa, mit Schnullerbacke aufm Arm cool den kleinen Schein aus der Hosentasche zog und ihn mir reichte ...

Das sind Flohmarktgeschäfte, die Spass machen. Das verkaufen, rumstehen und die Leute freundlich anquatschen macht auch Spass. Gar keinen Spass dagegen machen der Aufbau und der Abbau.
Das Auto war vollgepackt. Beim Flohmarkt habe ich einiges umgesetzt - auch große Teile. Die Frage ist, warum ist das Auto nachher immer noch genauso voll? Ein Mysterium.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 19. Oktober 2012

Arbeiten im Team

Viele Menschen behaupten, arbeiten in einem reinen Frauenteam wäre eine Katastrophe. Zickenkrieg, Hühnerhaufen, Gackeralarm, Stutenbissigkeit, unentwegt Geratsche und Getratsche...
Sobald ein Mann im Team ist, werden die Weiber zahm.

Wie ist es andersrum?
Da redet man von eingeschworener Gemeinschaft, Teamgeist, Kameradschaft, Vertrauen ...
Aaaaber: sobald eine Frau dabei ist, fängt der Konkurrenzkampf an.

Ja, ja. Die Frau in der Arbeitswelt. Immer noch als "Störfaktor" klassifiziert - das merkt man an solchen Sprüchen.
Ich weiß nicht, woher solche Weisheiten kommen. In meiner Lebenswirklichkeit habe ich es so nicht erlebt. Wie ist es wirklich?

Keine Ahnung. Aber ich war mal zwei Jahre allein unter Männern. Hoffentlich bleibt mir eine Wiederholung dieser Konstellation für mein weiteres Berufsleben erspart. Diese Testosteronbomben sind mir nach einem halben Jahr unendlich auf die Eierstöcke gegangen.
Ich habe auch schon in reinen Frauenteams gearbeitet. Ohne Zickenkriege. Das war eher entspannt.

Am entspanntesten aber waren die Zeiten in den "gut" gemischten Arbeitsteams, Männlein und Weiblein, fast paritätisch. Ich denke manchmal sehnsüchtig an eins von drei Lieblinsteams zurück. Viel des täglichen Arbeitsstresses wurde aufgefangen von der freundlichen, kreativen und konstruktiven Stimmung der Kollegenschaft. Der Krankenstand war entsprechend niedrig, dafür war die Qualität der Arbeit hoch.

Tja. So kanns gehen. Vielleicht doch mal ein Anreiz über Quotenregelungen nachzudenken. Frau Schröder?

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Flohmarkt

Am Samstag stehe ich auf dem Flohmarkt. Und ich habe gar keine Lust.

Fragen Sie mich nicht, warum. Der letzte Flohmarkt ist ein paar Wochen her und war erfolgreich. Dabei geht es gar nicht in erster Linie um den Umsatz. Nein, es ist vor allem der so geschaffene Platz, der die tiefe Befriedigung hinterlässt. Selbstverständlich ist ein bisschen Geld in der Kasse zusätzlich nicht zu verachten, besonders dann nicht, wenn der Sohnemann mal eben Winterschuhe für 80€ auf einer Klassenfahrt verliert ...
Jetzt nehme ich also einen weiteren Anlauf um größere und kleinere Dinge, für die ich keine Verwendung mehr habe, unters Volk zu bringen.

Wenn der Aufwand nur nicht so hoch wäre! Das suchen, räumen, sortieren, kontrollieren - es strengt an. Und die Zeit, die mir noch verbleibt, ist knapp. Immerhin muss das Auto am Freitag Abend fertig gepackt sein.

Damit ist klar, dass ich heute morgen auf jeden Fall zu packen habe. Das Verschieben auf den Nachmittag ist keine Option - mein Sohn hat schon beim letzten Flohmarkt gejammert, als ich Baby-Spielsachen mitgenommen habe. Eines hat er sich aus der Kiste gemopst und tief in seinem Zimmer versteckt. Nur aus Zufall ist es mir wieder in die Hände gefallen. Es ist ja nicht so, als ob er noch damit spielen würde. Aber hergeben? Nein ... Er wird es lernen müssen.

Die letzten Erfahrungen, die ich mit Räumungen gemacht habe, stecken mir so tief in den Knochen, dass ich versuche, meine grundlegende Haltung: "das könnte man doch noch gebrauchen" in "man muss sich auch mal trennen können" ändere. Ich gebe zu, im eigenen Haushalt fällt mir das schwerer, als mir lieb ist. Aber ich weiß auch, das "aufräumen" und "entsorgen" unglaublich entlastet. Ich freue mich schon wieder auf freie Regale.

Und so werde ich mich langsam, aber sicher, positiv auf den Flohmarkt einstimmen. Das ist die halbe Miete, wie man so schön sagt. Die strahlende Sonne, die mir hier in die Zimmer scheint, unterstützt mein Vorhaben.

Der Samstag wird ein toller Tag. Bestimmt. Ich werde Spass haben, gute Geschäfte machen und vor allem viele "Platzfresserchen" loswerden.

In diesem Sinne, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Autorität von Staats wegen.

Kennen Sie Peine? Peine, das ist eine kleine Stadt in Niedersachsen, zwischen Hannover und Braunschweig.

Wenn man ein paar Jahre in Brandenburg lebt, dann hat man sich bald dran gewöhnt: Blitzer überall.
So. Nun werden Geschwindigkeitsbegrenzungen und Blitzeraufkommen in Deutschland sehr unterschiedlich gehandhabt. Man könnte es auf einen einfachen Nenner bringen und sagen: je klammer die Kommunen sind, umso höher ist die Blitzerdichte. In einem kleinen mir bekannten Ort an einer heftig befahrenen Bundesstraße wurde nach Einführung mehrerer Blitzer ein Betrag von etwa 300.000€ im Monat eingenommen. Das hat die Kommunen im näheren Umkreis dazu animiert, auch Blitzer aufzustellen. Das heißt, die Blitzerdichte dieses (hessischen) Landkreises kommt durchaus an Brandenburger Verhältnisse heran. Übrigens werden Blitzer nur an Stellen aufgestellt und eingerichtet, die nachweislich erhöhte Unfallzahlen aufweisen. (Gibts da nicht so einen Spruch: Glaube nur den Statistiken, die du selbst gefälscht hast?)

Wenn man häufiger in Westdeutschland unterwegs ist, dann kann man die unterschiedlichen Fahrweisen durchaus unterscheiden. Die Westdeutschen (gerade im südlicheren Teil) sind gnadenlos, was Geschwindigkeitsbeschränkungen angeht. Sowohl was die Anzahl von Beschränkungen betrifft (deutlich weniger), als auch das Einhalten dieser Einschränkungen betrifft (deutlich uninteressierter). Fahre ich im Südwesten der Republik, werde ich beim Einhalten von Geschwindigkeitsbegrenzungen überholt. Fahre ich in Brandenburg, dann fahre ich nicht langsamer als der Schnitt.

Warum erzähle ich das? Weil sich jetzt in Peine folgendes ereignet hat: es gibt eine Facebook Seite, die heißt Blitzer Peine. Dort werden Blitzer im Landkreis Peine gemeldet. Wie auf jeder Facebook Seite, kann man dort Kommentare hinterlassen. Und eine Frau hat sich dort über Blitzer aufgeregt. Möglicherweise etwas unangemessen, was den Tonfall angeht. In jedem Fall hat sie geschimpft.

Und wissen Sie, was dann passiert ist? Sie bekam Post vom Landkreis. Mit der Ankündigung, dass sie im Wiederholungsfall (sollte sie sich also nochmal öffentlich so äußern!) zur MPU, dem sogenannten "Idiotentest" muss.

Können Sie sich so etwas vorstellen? Ich zitiere mal aus dem Bericht von der NDR.de Seite:

 ... Landkreis-Sprecher Henrik Kühn sagte:  Diese Kommentare ließen "zumindest die Vermutung zu, dass die betreffenden Personen über ein Konfliktpotenzial verfügen, welches sie im Straßenverkehr als nicht geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs erscheinen lässt". Es müsse auch vermutet werden, dass Probleme mit der Akzeptanz von bestehenden Verkehrsregeln vorliegen.

So. So.

Akzeptanz bestehender Regeln. Yep. Ich kann mich dunkel erinnern. Da war was mit "Meinungsfreiheit". Und "Konfliktpotential"?. Ja, doch. Wie nennt man das nochmal, wenn man unbedingt Gerichte mit Nichtigkeiten beschäftigen möchte? Ach ja. Querulantentum. Sehr beliebt bei Justizia.
Es fehlt übrigens noch ein schönes Fremdwort in dem Zitat. Man nennt es "Frustrationstoleranz". Die scheint bei Mitarbeitern dieses Amtes nicht sehr hoch zu sein.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

P.S. Was ich mich immer noch frage: Wenn man in seiner Dienstzeit Facebook liest, ist das mit den eigentlichen Aufgaben eines Sachbearbeiters vereinbar? Welcher Aufgabenbereich ist das dann? Social Controlling?

Dienstag, 16. Oktober 2012

Was für ein Tag

wird es wohl heute werden?

Ich bin voller Tatendrang. Vielleicht hat mir die Herbstpause gut getan, möglicherweise war es genau richtig, dass ich in den vergangenen Tagen nicht an SIB II gearbeitet habe, sondern mich zwei anderen Geschichten gewidmet habe. Wenn ich den Blog abgearbeitet habe werde ich mich guten Mutes und mit neuem Schwung SIB II widmen.
Es stimmt mich wirklich positiv, dass ich mich drauf freue, mit meinen Protagonisten den Vormittag zu verbringen. Nicht so wie die letzten Wochen, in denen ich einen ständigen Kampf mit mir auszufechten hatte. Nein, ich habe richtig Lust auf SIB II. Offenbar muss man dem Kopf manchmal eine kreative Pause gönnen (können ...).
Ein Grund für die Pause war, dass ich mich entschieden habe, an einem Schreibwettbewerb teilzunehmen. Dafür habe ich eine Geschichte angefangen, die maximal 30 Seiten haben darf. Das wird spannend für mich, ob ich das schaffe. Sowohl die Vorgaben einzuhalten, als auch den Termin. Die Vorgabe für das Genre ist: Liebesgeschichte.
Die Story ist noch nicht ganz fertig, und mir geht es so, wie mit SIB: ich möchte eine einfache (aber nicht banale) Liebesgeschichte schreiben und irgendwie kommt was völlig anderes bei raus.

Der erste Versuch war nach ungefähr zwei geschriebenen Seiten plötzlich das Psychogramm einer verkorksten Beziehung. Zwischen zwei Ex-Partnern und Freunden. Das hört sich nicht nach Liebesgeschichte an.
Der zweite Versuch war nach ungefähr der gleichen Wortanzahl ein Krimi. Auch ohne Liebe, nur mit Leichen.
Bin gespannt, was beim dritten Versuch rauskommt. Vielleicht eine Vampirette?
Nee. Das dann doch nicht. Dann schon eher ein Arztroman ... oder ich mache eine Bergromanze. Das wär doch was.
Der attraktive Bergführer, der sich in seine schönste Kundin verliebt, die aber mit dem Arzt des Dorfes liiert ist, der seinerseits von der Arzthelferin angebetet wird, die aber von ihrem Ex-Mann, mit dem sie ein Kind hat bedroht wird und bei dem Arzt Hilfe sucht ...

Und, merken sie was? Yep. Ich kann keine "einfachen" Liebesromane. Zack, selbst beim dämlichsten Plotentwurf ist sofort wieder eine Bedrohungskomponente drin.
Ich sollte mal mit einem Psychologen reden ... Oder ein Buch schreiben ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

P.S. Wenn Sie neu auf meinem Blog sind: SIB II ist die Abkürzung für "Sommer in Brandenburg", dem Arbeitstitel meiner kleinen Roman-Trilogie. Der erste Teil ist bereits unter dem Namen "Rheingau-Roulette" veröffentlicht, der zweite Teil hat noch keinen eigenen Titel und heißt daher "SIB II".

Montag, 15. Oktober 2012

Wenn die Style Expertin anruft

so heißt eine Überschrift heute in der Berliner Zeitung.

Und dann kommt ein Bericht über ein Start-up Unternehmen, dass Männern bei der Auswahl neuer Kleidung hilft. Man lässt sich registrieren, telefoniert mit einer Style-Expertin und bekommt dann ein Paket zugeschickt, in dem alles drin ist, was Mann braucht.

Ich habe ja schon gedacht, meine Ehe ist zu Ende, weil mein Mann letzte Woche allein Schuhe kaufen war. Wenn er jetzt auch noch mit einer Style-Expertin telefoniert, dann warte ich auf das Einschreiben mit Rückschein, dass die Scheidungspapiere enthält...

Obwohl. Ich glaube, ich kann mich beruhigt zurücklehnen. Ich habe mir die Seite der Outfittery.de (Oh mein Gott. Was für ein Name!) angesehen. Sollte ich jemals auf den Gedanken kommen, meinem Mann die Style-Auswahl zu präsentieren und ihn zu fragen, ob er nicht Interesse an einer Expertinnen-Beratung hat, dann würde er mich wahrscheinlich fragen, ob ich neuerdings schon am frühen Morgen schärfere Sachen als Kaffee trinke. Und ganz ehrlich: was die Damen dort an Style-Auswahlmöglichkeiten präsentieren, lässt nicht gerade auf "Experten-tum" schließen.

Aber was weiß ich schon davon. Ich bin eine Mode-Atheistin. Meistens trage ich klassische Klamotten: Die herausragenden Details der Saison sind schon so "abgeschliffen" und "geglättet", dass ich nicht völlig aus dem modischen Bild der Allgemeinheit falle, wenn ich die Hose/T-Shirt/Rock noch eine Saison länger trage. Der Vorteil der klassischen Mode ist, dass man auch noch nach 10 Jahren Bilder von sich selbst angucken kann, ohne im Hinblick auf die getragene Mode vor Scham in den Boden zu versinken. Das bezieht sich übrigens auch auf Frisuren.

Ich eigne mich einfach nicht zur topmodisch gestylten Frau. Passend dazu habe ich mir einen Mann ausgesucht, der mit Jeans und T-Shirt glücklich ist. An (sehr) kalten Tagen zieht er darüber noch ein Holzfällerhemd. Der Höhepunkt stylischen Firlefanzes ist bei ihm das Tragen eines T-Shirts mit dezentem V-Ausschnitt.
Angesichts solch männlicher Modeverweigerer wäre ich mir nicht sicher, ob diese Art von Geschäftsidee tatsächlich tragfähig ist ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 14. Oktober 2012

Kuchen

Wenn Sie gestern meinen Blog gelesen haben, wissen Sie ja, was heute auf Sie zukommt.

Ein paar Bilder von einem Kuchen, den ich in der Mikrowelle "gebacken" habe. Das Rezept:
2Eier, 125ml Schmand, 1P Vanillepudding, 60g zerlassene Butter, 75g Mehl, 1Backpulver, 60g Puderzucker, 50g Kakao, 50g Kokosflocken, Saft einer Limette, 1-2 Schuss Rum


Alles verrühren und in die mit Butter u Semmelbrösel vorbereitete Microkanne geben. 6min bei 600 Watt in die Mikrowelle, Deckel geschlossen



 Fertig. Riecht gut. In der Form etwa 5min auskühlen lassen, dann stürzen.


Gut durch ist er, aber er "wabbelt" ein wenig. Die Außenseite ist nicht "krustig", eben nicht wirklich gebacken. Ein Nachteil, wie ich finde.


Ich habe ihn auskühlen lassen, dann 200g Vollmilchkuvertüre mit dem restlichen Schmand verrührt und den Kuchen überzogen.


Meine Männer sagen: schmeckt. Aaaaber ... es fehlt die Vanillesauce!

Ich schließe mich an. Schmeckt, aaaber: mir fehlt die gebackene Kruste. Die Vorbereitungszeit bleibt. Ob ich einen Kuchen in 6 Minuten fertig gebacken habe, oder einen einfachen Butterkuchen in 20 min im Ofen schmurgeln lasse (mit fatalen Folgen für die Hüften...) - eine so hohe Zeitersparnis ist das nun auch nicht. 
Im Zweifel entscheide ich mich für den Butterkuchen aus dem Ofen. Den Schokokuchen werde ich vielleicht nochmal in anderen Varianten testen. Vielleicht eine Beduinentorte (Sandkuchen).

Aber falls der nette Nachbar unvermutet vorbeikommt und man mal Lust auf eine schnelle dreckige Nummer hat, könnte man mit dem 6min Kuchen aus der Micro glücklich werden ... ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 13. Oktober 2012

Freitag

Gestern habe ich einen Versuch gemacht.

Seit Jahren bin ich Besitzerin verschiedener hochwertiger Tupperprodukte. Manche habe ich im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten gekauft, bei manchen habe ich meine haushaltsbegeisterung etwas überschätzt und bei manchen Dingen scheine ich geistig schwer umnachtet gewesen zu sein - oder die Tupperparty-Veranstalterin hat mich mit Sekt gefügig gemacht.

Jedenfalls habe ich Schätze in meinem Plastikschrank, die ich teuer erworben habe und die nun ihr Dasein als "Platz-Wegnehmer" für irgendetwas anderes fristen.
So zum Beispiel meine Microplus-Kanne. Ich nutze sie fast nie.

Jaaaa. Ich weiß. Überzeugte Tupperanerinnen werden stöhnen: das gibts doch nicht.
Ich habe sie bisher nicht so genutzt, wie man sie nutzen könnte. Mal etwas zum aufwärmen in die Mikro stellen - gut. Aber das kann ich in 90% meiner Schüsseln. Dafür hätte ich keine 30 fette Schnecken hinlegen müssen, für den Preis gehe ich zu Wulle und komm mit 10 Schüsseln wieder.

Na gut. Aber nun steht das Teil da und ich probiere rum. Eigentlich nur, weil ich vor nicht allzu langer Zeit auf einer Tupperparty war (ja, ich gebe es zu, ich bin Wiederholungstäterin!), und mich eine Freundin fragte: brauche ich das?
Ich habe im tiefsten Brustton der Überzeugung "Nein" gesagt. Die Freundin war glücklich, weil ich ihr Geld gespart habe.
Aber ich kam danach ins Grübeln. Ich weiß nicht mehr genau, warum ich die Kanne damals, als ich sie kaufte, unbedingt haben wollte. Aber nun dachte ich, ich könnte ja mal gucken, was das Internet so hergibt, an Verwendungsbeispielen. Und siehe da: ich bin fündig geworden. Und glücklich!
Ich verrate Ihnen ein Geheimnis:  ich bin ein Vanille-Pudding-Junky. Wenn es mir schlecht geht, dann hilft Vanillepudding, frischgekocht und noch heiß.
Seit ungefähr vier Wochen koche ich Pudding nur noch in der Microkanne und in der Mikrowelle. So schnell und so einfach - und nur ein Topf wird dreckig. Ich bin begeistert. Das ist natürlich für die Figur völlig bescheiden. Bevor ich wusste, wie schnell und einfach das klappt, musste ich mich aufraffen und Pudding anrühren, Milch kochen und aufpassen, dass nichts anbrennt.
Und jetzt? Zappzerapp, alles zusammen in die Microkanne, verrühren, für zwei Minuten in die Mikrowelle, umrühren, nochmal zwei Minuten und fertig.

Ich kann Ihnen sagen, für Süchtige wie mich ist das fatal.

Am Freitag habe ich einen Kuchen ausprobiert. Für die Kuchenjunkys. Morgen gibts die Bilder und den Bericht.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 12. Oktober 2012

Ich hab die Schnautze voll

von bösartigen Männern, giftigen Feullitonng-Journalisten und anderen Pieseln. Ich möchte mal wieder lachen über den Alltag, der einen so oft aus der Bahn wirft und ausbremst.

Ich könnte bummeln gehen und mir Menschen ansehen. Möglicherweise sogar den Wochenendeinkauf erledigen. Ich treffe bestimmt wieder so ein herausragendes männliches Mängelexemplar, das mit einem Einkaufswagen vor sich zu einem Maulwurf mutiert. Die sind ja bekanntlich blind, graben sich rücksichtslos ihren Weg durch den Untergrund und hinterlassen nur Dreck.
Und jetzt naht die gefährliche Zeit, in der die Männer in Einkaufsläden nur zu störenden Faktoren werden (siehe hier und hier).
Aber ich habe heute kein Auto und mein Fahrrad würde die Einkaufsmengen und mein Gewicht nicht tragen wollen. Wobei das fehlende Auto natürlich den Vorteil hätte, dass ich nicht nach einem Parkplatz suchen müsste.
Letztens wollte ich auf einem großen Parkplatz vor einem Einkaufszentrum parken und habe mich nur noch gewundert. Natürlich wollte ich keine drei Kilometer mit einem Einkaufswagen durch die Gegend laufen. Wenn der Parkplatz so weit vom Eingang weg ist, erwischt man ja meistens einen der Einkaufswagen, wo eins der Rädchen nicht richtig funktioniert und man wie Quasimodo durch den Laden hechtet. Das dann noch mit beladenem Wagen und quer über den Parkplatz - ne, danke.
In solchen Situationen beginnt es ja dann auch gern zu regnen. Erst tröpfelt es und man denkt noch: ich werde es schaffen. Aber kurz bevor man alles verstaut und den Wagen zurückgebracht hat, frischt es auf und wird man noch mal richtig nass geregnet. Wenn man dann im Auto sitzt, hört der Regen auf...
Auf diesem Parkplatz jedenfalls haben es drei SUVs geschafft, mindestens acht Parkplätze in relativer Nähe zum Eingang unbrauchbar zu machen. Natürlich waren die Karren schwarz. Alle. Vielleicht war es auch dunkel - anthrazit. Mit abgetönten Scheiben. Blank poliert und ohne Typenbezeichnung. Das "trägt" man heute nicht mehr. Wer nicht sofort sieht, dass das ein Porsche Cayenne ist, dem ist eben nicht zu helfen.

Mädels, wenn ihr eure Schlampenpanzer nicht parken könnt, dann solltet ihr wieder auf Renault Clio umsteigen.

So. Und ich frühstücke jetzt. Das macht auch gute Laune!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kachelmann II

Na da!

Jetzt rollt sie also, die Marketing-Welle.

Das Mannheimer Landgericht hat eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Das Buch darf in der Form nicht vertrieben werden, nicht, solange der volle Namen der Ex-Freundin, die das Vergewaltigungs - Verfahren ins Rollen gebracht hat, genannt wird.

Hm.

Bin ich ein Schelm, wenn ich denke, dass diese Namensnennung und die daraus resultierenden Folgen im Kalkül des Verlages standen? Ich vermute stark, dass der Heyne-Verlag, der immerhin zur Verlagsgruppe Random House gehört, dass der eine juristische Abteilung hat. Die Aufgabe einer juristischen Abteilung in einem Verlag ist auch, kritische Manuskripte auf mögliche Anfechtungen und juristische Fallstricke zu untersuchen und zu bewerten.
In einem Jura-Forum hat ein Mitglied die Signatur "Die schlimmste aller Kampfkünste heißt Jura." Insofern könnte natürlich die hauseigene Juristerei auf den Gedanken gekommen sein, dass die volle Namensnennung gedeckt sei - und ein kleines "rechthaberisches" Scharmützel mit den gegenerischen Anwälten könnte eine lustvolle Abwechslung zum täglichen Einerlei der Vertragsprüfungen sein. Nebenbei wird die Juristische Schlammschlacht einen erheblichen Werbeeffekt haben - da kann man sich einen riesigen Teil des Werbeetats sparen - und das gesparte Geld gleich zur Kostenminimierung nutzen. Immerhin wird ein großer Teil der gedruckten Bücher geschreddert werden müssen (sofern sie überhaupt schon gedruckt sind ...). Oder Studenten, ausgerüstet mit dicken schwarzen Eddings müssen Namen schwärzen ...

Wenn ich auf Amazon gucke, dann hat das Werk schon jetzt 15 Rezensionen, wobei es eigentlich erst am 15.10.2012 erscheint (kleine Korrektur: erscheinen sollte. Es war schon ab Montag im Handel -und ist jetzt wieder raus). Es wird so laufen, wie bei Betty: der größte Teil der Rezensenten wird sich auf Kachelmann persönlich und den Prozess beziehen, mit dem deutlichen Hinweiß, dass Buch nicht gelesen zu haben und es auch nicht lesen zu wollen (1 Bewertungsstern). Ein kleinerer Teil wird vom Verlag gekauft sein (5 Sterne), oder aber zur Kachelmann-Fan Fraktion gehören und alles abbürsten, was nur im entferntesten nach kritischer Würdigung aussieht. Und schlußendlich gibt es dann noch die Männer, die einen Vergewaltigungs-Verfolgungswahn abarbeiten müssen und deshalb einen allgemein gesellschaftskritischen Rezensionsversuch starten werden, der nichts mit dem Buch, nichts mit Kachelmann, aber sehr viel mit ihrem persönlichen Ungemach zu tun haben wird ... Ach, ich hab keine Lust mehr auf so´n Sch***.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Der goldene Reiter soll stolpern

Kennen Sie noch Joachim Witt? Ein Musiker aus früheren Jahren, sehr bekannt geworden durch seinen "goldenen Reiter" und dann über die Jahre im musikalischen Orkus verschwunden.

Nun hat er sich fulminant zurückgemeldet- Nicht, dass das Lied "Gloria" im Radio rauf und runter gespielt wird, nein, nein.
Er hat ein Video dazu gemacht und das erhitzt die Gemüter. Vorwiegend die Gemüter derer, die die Bundeswehr verunglimpft sehen. Weil da nämlich Soldaten in deutscher Uniform gezeigt werden, die eine Frau vergewaltigen und ein Mädchen umbringen. Es gibt sogar schon eine Facebook Seite "stoppt Joachim Witt und sein Lied Gloria". Das Familienministerium will das Video indizieren. (Ach Kristina. Bitte nicht schon wieder so ne Lachnummer von dir!) -
Hm.
Warum nur fühle ich mich so an extreme Muslime und ihren Aufschrei bei dem Mohammed-Video erinnert?

Mir ist noch nicht ganz schlüssig, warum deutsche Soldaten anders seien sollten als Soldaten anderer Nationen. Verbrechen gegen die Zivil-Bevölkerung werden nur durch andere Nationen verübt? So wie die Britten in Kenia über Jahre Frauen vergewaltigten? Oder die Amerikaner in Afghanistan? Haben die deutsche Soldaten die bessere psychologische Vorbereitung auf das, was sie in Krisengebieten erwartet? Oder ist das so wie damals bei der Wehrmacht, die an den kriegsverbrecherischen Taten nicht beteiligt war - - - jedenfalls solange nicht, bis die ersten Gegenbeweise auftauchten.

Ich habe mir das Video gestern angeschaut. Und es hat mich betroffen gemacht. Nicht, weil ich den Song so genial finde. Nicht, weil ich das Video an sich so unfassbar gut finde. Jedenfalls nicht als Ganzes. Aber es gibt einige Szenen, die mein Herz treffen, weil sie etwas zeigen, was man unabhängig von dem Grund kriegerischer Auseinandersetzungen weiß:

Krieg setzt Menschlichkeit außer Kraft. Bei jeder beteiligten Nation. Kriege werden von Männer gemacht und trifft Frauen und Kinder.

Krieg vergewaltigt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 8. Oktober 2012

Oh Nein!

Wie ich heute Morgen meiner Zeitung entnehmen konnte, wird in Kürze das nächste unseelige "Jetzt rede ich-Buch" erscheinen.

Kachelmann!

Endlich waren wir diesen Dampfplauderer los, hat er sich in die Privatheit zurückgezogen, und jetzt das. Ein Buch.

Neeeeeiiiiiin!

Ich mag nicht mehr. Ich will keine Lebensbeichten abgehalfteter Prominenter, verhinderter Politiker oder (unschuldig) verurteilter Ex-Knackis lesen.
Ich will auch nichts mehr darüber lesen!
Wann sehen Verlage endlich davon ab, verbale Schwachheiten von angeheirateten Ex-Schwip-Schwägerinnen, die über die Beziehung eines anderen Z-Promis noch nie (!) gelesene Interna verbreiten, zu veröffentlichen?
Wenn interessiert das Tagebuch eines abgelebten Fußballstars, oder die ganze Wahrheit eines Musikproduzenten, der mit der Haltung "ich f**** nur Frauen über 1,80 m mit einem BMI unter 16 und nicht älter als 20 Jahre" durchs Leben schlurft?
Warum gebt ihr Ex-Praktikantinnen (das nächste Buch aus der Sparte "wie komme/bleibe ich in den Medien" kündigt sich nämlich an!), die sich über abgelebte Affären äußern wollen, eine Plattform?
Und bitte. Bitte, bitte, hört auf damit, zu behaupten, dass die Bücher, die von professionellen Autoren geschrieben wurden, tatsächlich von den diversen Z- Promis geschrieben wurden, die dick und fett als Autoren drauf stehen.

Wann schreibt Schröder ihr Buch?
Titel: Mein erster Tag als Mutter im Amt.
Wie ich als Ministerin auf meinem Schreibtisch die Windeln wechselte, mich dabei mit Frau von der Leyen am Telefon, dass ich zwischen Kinn und Schulter eingequetschte hatte, um das Elterngeld stritt, versehentlich mit der Zunge die Notruftaste drückte und einen SEK-Einsatz auslöste, der als unangemessener Einsatz bewertet wurde und mir in Rechnung gestellt wurde, die ich aber nicht bezahlen konnte, weil die Nannys alle so teuer sind und keine Krippenplätze da sind ... ?!

Ich kann nicht mehr.

Liebe Verlage. Habt Erbarmen!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Der Lanz

kanns.

Also nicht, dass ich gestern Abend die Sendung "Wetten dass" besonders brilliant fand. Das, was ich gesehen habe, hat mich mehrheitlich gelangweilt. Aber das lag nicht allein an Lanz. Nein, ich fand die Gästeauswahl so beliebig.
Herr Lagerfeld, den ich hochneurotisch und total bescheuert finde, war völlig überflüssig. In seinen Kreisen soll er ja für seinen Humor bekannt sein.
Hm.
Muss er wohl unterm Kragen versteckt haben. Der einzige etwas amüsantere Spruch war die des "Ponytails" - aber den hat Lanz (vor Aufregung?) wohl nicht so richtig mitgekriegt - oder aber, er hat sich nicht getraut, in einer Familiensendung eine ebenso anzügliche Replik loszulassen.
Ansonsten war Sylvie da. Diesmal mit Ehemann.
Ich mag sie gern. Ehrlich. Und ich finde, man darf sie nicht ausschließlich auf ihr hübsches Äußeres reduzieren. Aber die letzten Wochen war es mir ein bisschen viel Sylvie. Schön für sie, dass sie wieder in Hamburg ist, ihrer gefühlten Heimat. Aber deshalb muss ich nicht jeden Tag im Fernsehen ihr Gesicht sehen.
Tja und dann,  Frau Kraft - Liebelein. Mit Erkältung sollte man zuhause bleiben. Ganz bestimmt!
Wotan Wilke Möhring (ich will aus ihm immer "Möricke" machen, keine Ahnung, warum) war ganz unterhaltsam. War sonst noch jemand da? Ach ja, der mit den Nasenhaaren.

Alles in allem war "Wetten dass" das, was es vorher auch schon war:
Ein Dinosaurier der familientauglichen Fernsehunterhaltung. Nach und nach habe ich im Verlauf der Sendung immer mehr andere Dinge getan. Spass gemacht hat mir die Lanz-Challenge. Ich mag es, wenn Männer leiden ;-)
Ansonsten habe ich festgestellt: für diese Sorte der Unterhaltung bin ich nicht mehr geschaffen. So richtig fesseln können mich die Wetten nicht.
Mein Sohn hat die Kinderwette gesehen. Ansonsten war für ihn dem ersten Band der Harry Potter Serie nichts gleichwertig Spannendes entgegen zu setzten. Genau.
Und Herr Lanz: das nächste Mal, wenn Sie nicht so aufgeregt sind, dann schaffen Sie es vielleicht auch, ihrer Spontaniätät den größeren Freiraum zu lassen. Ansonsten bleibe ich bei dem, was ich schon von Ihnen kenne - ihrer Talkshow.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 6. Oktober 2012

Hobbyschneiderin, der Rosenkrieg

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich mich schlapplachen.

Zwei, die sich im Hintergrund erbittert streiten und eine Menge Nutzer, die das Schneiderforum zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine Datenbank mit viel Näh-wissen. Mehr als man jemals in Büchern in einem Regal zusammentragen kann. Und diese Nutzer werden jetzt instrumentalisiert. Sie sind ohnehin Geldes wert, die Domain lebt von Benutzerzahlen und die Werbenden, die für die finanzielle Basis des Forums sorgen, sind natürlich an einer hohen Frequentierung interessiert.

Und jetzt gönnt der eine der Betreiber dem Anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln. Aus welchen Gründen auch immer.
Die Anwälte arbeiten, die Polizei ist involviert - es wurden scheinbar Anzeigen wegen Datendiebstahls gemacht. Domainklau wird sowieso beanstandet.

#Verschwörungsmodus an#
Es sollen angeblich Mailinglisten existieren, die dazu auffordern, das "gekaperte" Forum zu verlassen.
#Verschwörungsmodus aus#

Es gibt natürlich auch die neutralen Nutzer. Ein Teil davon bleibt auf dem (ich nenn es mal so) "gekaperten" Forum, der Einfachheit halber, weil ihre Daten dort momentan auffindbar sind, oder weil sie keine Alternative sehen. Denen ist der ganze Schmonzens egal. Die werden sich bei interessanten Themen auch in einem zweiten Forum anmelden.
Und dann gibt es die Jünger zu beiden Seiten, die sich in verschiedenen Diskussionssträngen Bösartigkeiten an den Kopf werfen, sich unter neuen Accounts anmelden und herumtrollen. Oder sich Theorien über die Hintergründe und die rechtliche Auseinandersetzung anmaßen. Und die, die jeweils Stellung beziehen, den "Unwissenden" mitteilen wer der "böse" ist und all das kaputt macht. Nur warum, dass erzählen sie in diesen Zusammenhängen nicht. Das steht ihnen ja nicht zu ...
Genüsslich wird sich da zerfleischt. Und ich muss gestehen, ich genieße diese Zerfleischung. Ich fühle mich wie bei "Brot und Spielen". Ein paar Weintrauben dazu und ich lehne mich zurück und betrachte amüsiert, was da passiert.
Es soll ein zweites Forum entwickelt werden, und der Betreiber soll ein Verein sein.
Yep. Brot und Spiele geht also weiter. Wenn es irgendeinen Bereich gibt, in dem es "Hauen und Stechen" gibt, dann ist das nach meinen Erfahrungen in einem Verein. Insbesondere dann, wenn man "gemeinschaftlich" entscheiden will. Ich bin gespannt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 5. Oktober 2012

Alle Jahre wieder

Man sollte meinen, man würde mit steigendem Erfahrungshaushalt klüger.

Hm. Ich scheinbar nicht.

Gestern abend habe ich Bohnensalat gegessen. Eine kleine halbe rohe Zwiebel war dran, von der ich maximal ein Viertel mitgegessen habe. Dennoch hat sie mich bis spät in die Nacht gequält.

Fencheltee anstatt Wein und Wärmeflasche auf dem Bauch. Jetzt sagt mir wieder jeder: dann lass dich doch operieren!

Ja, ja. Wenn das so einfach wäre. Ist es aber nicht.
Das fängt schon bei der ersten Untersuchung an. Blutabnahme! Ich kann das nicht gut ertragen. Ich neige zum umfallen, wenn ich sehe, wie die Nadel in meinen Arm gleitet. Diverse andere Stellen, wie Finger und Ohrläppchen haben die gleiche Wirkung. Und wenn ich nicht hingucke, neige ich zum verkrampfen - dann fließt kein Blut und alles wird nur noch schlimmer. Normalerweise sage ich den Arzthelferinnen immer gleich, dass Blutabnahme bei mir besser im Liegen stattfindet. Und frage mit zarter Stimme, ob ich eine Kinder-Kanüle kriegen kann ...
Und die Vorstellung, mehrere Tage im Krankenhaus zu verbringen - da grauts mich. Vollnarkose? Um Himmels willen. Wenn, dann käme ohnehin nur eine Minimal-invasive OP in Frage. Aber ich müsste auch dafür ins Krankenhaus. Eine Entscheidung, für die ich Mut brauche. Habe ich aber gerade nicht.

Nein, ich werde meine Galle zukünftig als meine gute Freundin betrachten. Die Freundin, die auf mich und meine gesunde Lebensführung aufpasst und mir rechtzeitig sagt: Meine Liebe. Achte ein wenig mehr auf dich.

Danke, du Gute. Das habe ich gerade mal wieder gebraucht!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Hobbyschneiderin, Abschied Teil II

Du liebe Zeit.

Ein Rosenkrieg, der auf dem (ehemaligen) Forum "Anne Liebler ist die Hobbyschneiderin" tobt.

Mittlerweile scheint es mehr um religiös angehauchte Heldenverehrung zu gehen. Dramatische Szenen spielen sich ab. Von Sammelklagen gegen den neuen Betreiber (nein, meine Daten gebe ich dir nicht!) und anderem Ungemach (wenn wir uns alle abmelden ...) bis hin zu Beschimpfungen auf/über Facebook-Seiten werden da alle Register gezogen.
Hm. Eigentlich dachte ich immer, es geht vorrangig ums Nähen.
Muss wohl ein Irrtum gewesen sein. Und bei den christlichen Leitbildern, die da so einige Teilnehmer, die jetzt die Contenance verloren haben, über Jahre öffentlich postuliert haben - auch da war ich wohl im Irrtum, was die Grundhaltung gegenüber anderen Menschen betrifft.
Da müssen in meinem Computer echte Menschen in diesem kleinen Forum leben. Es muss so sein, oder? Anders kann ich mir diese hochgepuschte, dramatisierte Seifenoper, die sich da in den vergangenen zwei Tagen abgespielt hat, nicht erklären. Eigentlich warte ich auf die ersten Suizidankündigungen ... Oder andere entsprechende Handlungen: wenn dieses Forum nicht genauso weiterbesteht, wie bisher, werde ich meine Nähmaschine schreddern. Meine Stoffe zerschneiden. Den nächsten Quilt kleben. Meine Schneiderschere zum Papierschneiden verwenden. Und die ganzen Stecknadeln im Universum verteilen. Meine Güte.
Nun ist das Forum umgezogen und ist erreichbar unter Hobbyschneiderin24.net. Also für alle, für die der Informationspool zum Thema Nähen das Wichtigste an dem Forum war, ist es gerettet. Für die anderen nicht.

Das Leben außerhalb des Netzes ist das, was zählt. Und wenn morgen ein anderes liebgewordenes Forum zu macht - was solls. Auch der Lieblingsbäcker geht mal in Rente oder liebgewordene Nachbarn ziehen aus. So ist das Leben.

Stillstand bedeutet Rückschritt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Deutsche Einheit

Ich freue mich. Nicht nur, weil wir einen Feiertag haben. Nein, ich freue mich jedes Jahr wieder über die deutsche Wiedervereinigung.

Der erste "freie" Trabbi ist mir damals im Raum Gießen begegnet. Der junge Mann, der drin saß hatte ne Panne. Das Hilfsangebot meines damaligen Freundes und mir hat er abgelehnt. Vermutlich zu Recht; was hatten wir ollen Wessies schon für eine Ahnung von Trabbis?  Gar keine. Also sind wir ohne den jungen Mann nach Hause gefahren.
Die Wendezeit habe ich gespannt und ängstlich verfolgt. Tiefes Vertrauen in die West/Ostdeutsche und internationale Politik, dass das Projekt gelingt, hatte ich nicht. Um so erfreuter war ich danach. Doch, der gelungene Umbruch hat mich gefreut. Und das bezahlen des Soli´s (den die Ostdeutschen übrigens immer mitbezahlt haben), der so viele Westdeutsche geärgert hat - das hat mir nichts ausgemacht. Ich wollte mich beteiligen an der gemeinsamen Zukunft.
Geärgert habe ich mich eher über viele westdeutsche Firmen. Jahrelang haben sie im Grenzland die "Zonenrandgebietsförderung" eingesackt. Als die Grenze aufging, haben sie an bestehenden Firmenstandorten im Westen die Schotten dicht gemacht, um zehn Kilometer weiter in das Grenzland der ehemaligen DDR zu ziehen und dort erneut Förderung zu beziehen. Diesmal dann für die Wirtschaftsförderung der neuen Bundesländer.

Als Jugendliche war ich immer froh, im westdeutschen Teil aufzuwachsen. Die räumliche Freiheit, der mögliche Konsum und die persönliche Entfaltungsmöglichkeiten - das war mir wichtig. Und die Vorstellung, im Osten zu leben war mir ein Graus. Ohne genau zu wissen, wie es denn im Osten ist. Wir hatten keine wirkliche Verwandtschaft dort. Nur Bekannte. Einen zugewanderten "Onkel", der uns jedes Jahr für vier Wochen besuchte und unserer Familie mit Handwerkerleistungen unterstützte. Seine Erzählungen reichten nicht aus, um sich über den Mangel an Konsumgütern hinaus ein Bild von der DDR zu machen. Aber vielleicht wollte ich das damals auch nicht.

Ich hätte ohne die Wiedervereinigung leben können, natürlich. Aber ich war froh, dass diese Grenze gefallen ist. Auch ein kleines Jugendbuch über drei junge Menschen, die entlang der (ostdeutschen) Ostseeküste eine Fahrradtour machen, hat meinen Wiedervereinigungswunsch beeinflusst. Als ich das Buch ausgelesen hatte, war ich traurig. All diese Landschaften, die dort beschrieben wurden, die Küste, die Städte - all das würde ich nie zu sehen bekommen, als Wessie. Mittlerweile war ich dort. Auf dem Darß und auf Rügen.
Und ich wohne dort, wo früher Sperrgebiet war. Ich habe Freunde, die haben eine DDR-Sozialisation. Ist das wichtig? War es mir noch nie. Wenn man Menschen kennenlernt und sympathisch findet, dann ist Herkunft immer sekundär.
Nun, nach vielen Jahren gemeinsamen Lebens in einem wiedervereinten Deutschland gibt es aber hin und wieder noch Punkte, an denen das Aufwachsen in verschiedenen Welten offenbar wird:
Wie spricht man "Halorenkugeln" aus? "Fit"? Kenn ich nicht, was ist das?

Gestern Abend gabs bei mir Zwiebelkuchen und Wein. Zum reinfeiern. Weil der 3.Oktober ein Feiertag ist, und es schön ist, dass es diesen Tag gibt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 2. Oktober 2012

Lange Nacht der Bibliotheken

Am 27.10.2012 

Sia Wolf, Foto: M. Wolf

lese ich anlässlich der "Langen Nacht der Bibliotheken" aus meinem Roman "Rheingau-Roulette"

Gemeindebibliothek Blankenfelde-Mahlow,
Zossener Damm 1b
15827 Blankenfelde

Einlass 19:00 Uhr, Abendkasse 5,-€ (Vorverkauf 2,50€ )

Die Ankündigung (der Bibliotheksseite entnommen):

Lange Nacht der Bibliotheken im TF - auch Blankenfelde-Mahlow ist wieder dabei !!!

Auch in diesem Jahr öffnen viele hunderte Bibliotheken in den letzten Oktoberwochen wieder ihre Türen und wir sind mit dabei.
Diesmal öffnen wir die Blankenfelder Zweigstelle zu nachtschlafener Zeit von 19.00 bis .... und freuen uns auf eine Autorin aus Schönefeld, die seit einigen Jahren im Land Brandenburg lebt und jetzt ihren 1. Roman, Rheingau-Roulette, geschrieben hat - Sia Wolf.

Rheingau-Roulette spielt in Rangsdorf, aber für Rangsdorf-Kenner und Liebhaber wird schnell klar, dass es sich um ein fiktives Rangsdorf handelt, was aber die Spannung und den Spaß an diesem Buch nicht mindert !!!!

Montag, 1. Oktober 2012

Tschüß Hobbyschneiderin

Ich bin gerade etwas schockiert.
Heute stirbt das Forum "Anne Liebler ist die Hobbyschneiderin". Wie der Name schon sagt, war es ein, wenn nicht sogar "der" Treffpunkt der HobbyschneiderInnen im Netz.
Neben den alltäglichen Sabbeleien, Problemschilderungen, Erfahrungsaustausch und funktionalen Nähhilfen war es vor allem ein Sammelbecken von Informationen.
Produktinformationen, die über das übliche "Bewerben" in schöngeistigen Farben hinausgingen. Man hatte das Gefühl, die Dinge, die angepriesen wurden, wurden auf Tauglichkeit ausprobiert und entsprechend bewertet - oder zumindest diskutiert. WIPs, die die Herstellung von selbstgenähtem in allen Details zeigten. Verlinkungen in die Modeszene, die den Horizont erweiterten. Angebote von hilfreichen Kursen zum Thema nähen, man konnte für jede Produkt einen Händler finden.
Man bekam Tipps ohne Ende, wenn man ein Nähtechnisches Problem hatte. Man durfte dumme Anfängerfragen stellen, ohne blöd angepieeht zu werden.
Natürlich gabs auch Missverständnisse, Ungereimtheiten und Ärger. Normalerweise lies sich das aber relativ schnell regeln. Auch dank der Moderatoren, die meistens ein gutes "Händchen" bewiesen haben. Jetzt gab es Querelen im Hintergrund - welcher Art auch immer die waren, sie führten jedenfalls zum Aus dieses riesigen Informationspools. Schade drum.

Es war ein gutes Forum.

Tschüß Anne.