Sonntag, 30. September 2012

Casting Shows

Ich bekenne mich:

Auch in diesem Jahr hänge ich an X-Factor. Und ich habe wieder einen Liebling: Melissa Heiduk. (Hier gibts eine Kostprobe: the Rose by Melissa Heiduk)

Ihre Stimme geht mir direkt und ohne Umwege in die Eingeweide. Nun klebe ich wieder in regelmäßigen Abständen vor dem Fernseher und hoffe und bange mit ihr. Hoffentlich schafft sie die nächsten Meilensteine.

Und dann? Tja. Wahrscheinlich wird sie das Los aller Casting-Teilnehmer Deutschlands teilen. Verschwinden im Nirvana. Das tut mir dann immer so leid, weil da doch tolle Stimmen bei sind. Ich glaube es war bei Popstars, da war meine Favoritin Meike. Ich fand die Stimme dieser Frau so betörend, ich hätte ihr stundenlang zuhören mögen. Aber die Band? LaVive hießen sie. Nee. Besser nicht. Und dieses krude Stück Musik, das den Mädels da untergeschoben wurde, war so übel - das konnte man nicht kaufen, auch nicht, wenn man sich sozusagen "moralisch" verpflichtet fühlte. Außerdem wurde dieser grausige Song den tollen Stimmen der Mädchen nicht gerecht. Aber was solls. Die Band gibts nicht mehr und die Beteiligten sind aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Meike versucht sich als Solistin - das wäre von Beginn an der bessere Weg gewesen - und nennt sich Anucca. Ich wünsche ihr sehr, dass sie erfolgreicher damit ist, als mit LaVive.

Die letzte Show, die ich verfolgt habe, war "the voice of germany". Da waren auch Stimmen bei, die mich umgehauen haben.
Aber ohne gute Songs nutzen die ganzen guten Stimmen nichts. Wobei der Song der Siegerin Ivy Quainno wirklich gut anzuhören war.

Und jetzt drücke ich die Daumen für Melissa. Sehen Sie sich ruhig mal auf Youtube um, oder klicken Sie hier: Casting Melissa Heiduk. Zu schön, diese Stimme!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 28. September 2012

Til Schweiger und das Feuilleton

Til Schweiger wird gerade von den intellektuellen Fachblättchen und (selbsternannten?) Kinofachleuten verbal verhauen.
Er hat sich mit der Bundeswehr "verbrüdert." Er macht Werbung für die Bundeswehr - oh. Wie furchtbar.

Ich bin kein eingefleischter Til Schweiger Fan. Ich stehe ihm sozusagen "neutral" gegenüber, was bedeutet, ich falle nicht in Ohnmacht vor Begeisterung ob seiner männlichen Ausstrahlung, aber ich wende mich auch nicht mit Grauen ab. Er ist ein Schauspieler (neben seinen anderen Jobs) und manchmal macht er seine Sache gut, manchmal nicht. Insofern "muss" ich auch nicht in jeden Film mit oder von ihm. Nur dann, wenn mich das Thema interessiert.
Seine Komödien amüsieren mich. Nicht immer auf hohem Niveau, aber das brauche ich nicht. Das ist so, wie Bierzelt und Schlager grölen auf dem Oktoberfest. Das ist nicht mein Lebensinhalt, amüsiert aber zwischenzeitlich ungemein. Wenn ich hohes Niveau haben will, dann zieh ich meine High Heels an...
Warum ist mir, bei aller Neutralität, Til Schweiger ein Blogeintrag wert?
Weil er gemobbt wird.

Da kann das Publikum im Kino vor Lachen ersticken, zu Tränen gerührt sein, entspannt und glücklich aus dem Kino gehen - aber das die Filmpresse einen Film von und mit Til Schweiger als "sehenswert" beurteilt, darauf kann man genauso lange warten, wie man bei unserer Familienministerin Schröder auf "Familienpolitik" hoffen kann.
Was hat er nur getan? Letztlich tut er das, was man als Filmemacher oder Bücherschreiber tun sollte: man erzählt eine Geschichte. Wenn sie gut erzählt ist, dann gefällt sie. Wenn nicht, dann eben nicht.
Es wird moniert, dass Schweiger im "Schutzengel" rumballert, und das die wirklichen Elitesoldaten nicht ballern, sondern zielen.
Ach. Kein Mensch erwartet bei amerikanischen Filmen des Action-Genres irgendeinen Realitätsbezug. Wieso sollte ich es bei einem deutschen Film der gleichen Machart erwarten? Ich liebe es, wenn mir die Intelligenz einer Amöbe unterstellt wird.

Was hat er also getan?

Er hat dem Feuilleton den Stinkefinger gezeigt. Er lässt sich nicht ein auf die Spielregeln, die diese verhinderten Literaten (immer auf dem ganz hohen Niveau ...) und Cineasten, die es ja grundsätzlich besser könnten, es aber nie beweisen, vorgeben.

Til, allein dafür verdienst du Respekt. Ich werde mir den "Schutzengel" anschauen, weil mir der Trailer gefallen hat. Und ich werde berichten, wenn ich den Film gesehen habe.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 27. September 2012

Frustrationen!

Wissen Sie, was Frustrationen sind? Wikipedia hat folgende Definition:
Eine Frustration (von lat. frustra = vergeblich bzw. frustratio = „Täuschung einer Erwartung“ ist eine Wunschversagung, welche mit dem Erlebnis eines aufgezwungenen Verzichts von Triebwünschen einhergeht.

Ja.

Gestern Abend. Die Küche aufgeräumt. Das Wohnzimmer sauber. Der große Esstisch leer, bis auf meinen Rechner. Mein Kind im Bett. Der Mann nicht da. Weißwein im Kühlschrank. Die innere Stimmung aufgeräumt.

Glänzende Vorraussetzungen, um sich mit SIB II auseinanderzusetzen. Ich habe mir meine bisherigen Seiten ausgedruckt und gelesen. Kleinere Änderungen vorgenommen. Und endlich, endlich einen Ansatzpunkt gefunden, an dem ich weitermachen konnte.
Es schrieb sich fast von allein. Eine Seite. Zwei Seiten. Drei Seiten. 
Wie im Rausch. Um halb elf wollte ich die Datei sichern, bevor ich den Arbeitsplatz kurz verlasse.

Das wars. Beim sichern rauscht mir die Datei ab. In den Orkus der unendlichen einsen und nullen.

Ich könnte Knochen kotzen. Über sieben Tische!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 26. September 2012

Depressionen -2- und Schotten

Na wenigstens weiß ich, was los ist. Eine super-süße kleine Erkältung hat sich meiner bemächtigt. Dicker Hals, dicker Kopf und Ohrenschmerzen.
Da kommt mir der Schinken, den ich mir gekauft habe, gerade recht: "Eine verlockende Braut", so heißt der Wälzer. Große Schrift - also Zielgruppe älter als 50. Na egal. Ab mit der Decke, dem Buch und einem Erkältungstee aufs Sofa.

Ein Highlander wie aus dem Bilderbuch.
Eine entführte Braut.
Verbotene Leidenschaft(en), die -natürlich!!!- dennoch ausgelebt werden.

Tja. Was soll ich sagen.
Wenn man Fieber hat (Ich leide an der männlichen Variante von hohem Fieber: 36,9° ... ), dann helfen solche Schmachtfetzen auch nicht weiter. Das Titelbild hätte mich warnen können. Aber was übersieht man alles im Fieberwahn ... Das ist wie "schön trinken."
Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen beiderlei Geschlechts in den vergangenen Tagen nach feucht-fröhlichem Oktoberfestbesuch morgens neben jemandem wachgeworden sind, der am Abend zuvor noch viel besser aussah ... Da ist die Katerstimmung vorprogrammiert.
Ich kann wenigstens noch behaupten, ich müsste solche schmalzigen Bücher lesen, um Hintergrundrecherchen zu meinen eigenen Büchern zu machen ...
Okay. Mein vorhandenes und auch das nächste Buch bedient sich nicht ganz so schamlos an Klischeetöpfen. Und einen Highlander gibts bei mir auch nicht. Obwohl die Protagonistin in dem Buch dem schottischen Akzent des Helden verfällt. Das einen Sprache anmachen kann, weiß man ja spätestens seit einem "Fisch namens Wanda". Sie nicht? Bitte. Selbst die Süddeutsche Zeitung weiß um die Macht der schottischen Aussprache: Klick
Und wenn Sie sich etwas einhören wollen: Hier. Etwa ab 3:30 können Sie einen Eindruck der Sprache bekommen.
Okay. Zwischen einem Schotten und einem Schotten gibt es Unterschiede. Wir versuchen es mit ein bisschen Fantasie. Stellen Sie sich einen Mann ihrer Wahl vor, der Sie mit diesen gutturalen Lauten becirct. Gut. Wenn Sie auf den Typ "Günther Jauch" stehen, dann hilft auch Fantasie nicht weiter. Versuchen Sie es mit einem etwas handfesteren Männer-Typus. So etwas wie Elyas M'Barek (Türkisch für Anfänger).

Und wenn jetzt ein Bayer im tiefsten Dialekt meint, sprachlich wäre er ja quasi ein "deutscher Schotte ...", dann lasst euch nur nichts einreden, Mädels. Auch nicht auf dem Oktoberfest. Ein Enzian ist schließlich auch kein Whisky.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 25. September 2012

Depressionen

Alle Welt ist depressiv verstimmt. Mich eingeschlossen. Was für eine Aussicht für den Herbst. Dabei scheint gerade die Sonne aus Herzenslust.

Nein, ich bin nicht wirklich depressiv. Nur mental etwas angeschlagen. Meine Arbeitsstrategie für das 2.Buch bedarf der Korrektur und ich weiß nicht, wie ich am Besten vorgehe.
Außerdem sind ein Paar Schuhe verschwunden, und die Suche danach nervt mich. Wie einige andere Dinge auch, die auf meiner To-Do-Liste stehen. Meine Haut spielt verrückt, mein Gewicht stagniert (auf hohem Niveau!) und nix geht vorwärts. Kaffee hilft nicht, Tee (ohne Rum!) auch nicht, Schokolade ist verboten und die Sonne heizt leider nicht soweit, dass man den Herbst übersehen (überfühlen) könnte. Alkohol ist morgens auch noch nicht das Mittel der Wahl, schließlich will ich hier nicht die Jenny machen.
Die Buchverkäufe stagnieren und alles was ich tue ist: Jammern.
Sie merken schon, ich habe gerade eine "Jeimelphase", auch "Nörgeltunnel" genannt. Und im Grunde weiß ich es: Natürlich geht nix vorwärts, wenn man nur im eigenen Mist rumnölt. Wenn mein Sohn so drauf ist wie ich gerade, dann nenne ich ihn immer "Nörgel-Norbert".

Siehste, Bettina. Das ist Jammern, das erlaubt ist. Über sich selbst nölen.
Und auch wenn ich diesen persönlichen Unleidlichkeits-Mist, den eigentlich keinen interessiert, an die Öffentlichkeit bringe: ich erwarte wenigstens kein Mitleid. Und auch nicht, dass Leute Geld für meine öffentliche Nöl-orgien zahlen.
Wer übrigens mehr von Bettinas dramatischen Erlebnissen wissen will, ohne ihr das Geld in den Rachen zu werfen, dem empfehle ich den Blog "walk the lines" und den Abschnitt: Jenseits des Großburgwedels.

Viel Spass beim Lesen. Ich gehe jetzt meine depressive Verstimmung pflegen. Keine Ahnung wie. Vielleicht hilft frühstücken.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 24. September 2012

Männer in Lederhosen - Oktoberfest

Am Wochenende war ich auf dem Oktoberfest.
Nein. Ich war nicht in München.
Ich war auf einem dieser kleinen Ableger des "echten" Oktoberfestes, die seit einigen Jahren überall aus dem Boden sprießen. Und ich war ohne Dirndl unterwegs - aber ich habe im Festzelt gesessen. Es war nicht viel los an dem Sonntag - das soll in dieser Location an anderen Tagen anders sein. Im Festzelt soll man kaum vorwärts kommen, so dicht ist die Besiedlung am Freitag und am Samstag.
Die Leute, die mich länger als 10 Jahre kennen, wird verwundern, dass ich auf einem Fest dieser Art zu finden war. Ich trinke eigentlich kein Bier. Gut, gestern musste es dann sein - alkoholfrei. Und ich bin auch keine ausgewiesene "Schlagerelse" - die choreografischen Elemente vieler aktuellen Gassenhauer bleiben mir verschlossen. Auch deutliche Aufforderungen (rechten Arm/ linken Arm) werden von mir missinterpretiert. Wer mich schon beim Sport erleben konnte, den wird das nicht weiter erstaunen. Koordination der Extremitäten ist nicht meine besondere Stärke :-)
Bier trinken und Schlager mitgrölen gehört zu den essentiellen Dingen auf einem Oktoberfest, um sich handfest zu amüsieren. Man kann aber auch einfach wunderbar ablästern. Grundsätzlich kann man ja überall lästern, aber ein Fest wie dieses bietet da extrem viel Spielraum.
Männer in Lederhosen!
Gut. Jedem das Seine. Ich will nicht leugnen, dass ein gut gebautes Exemplar der männlichen Gattung in jedem Outfit gut aussehen kann. Aber es gibt eben auch die, die nur in einer Kleidungsvariante gut ausschauen. Leider waren gestern keine Gut-in-Lederhosen-aussehen-Vertreter sichtbar. Die meisten, die sich in diese Hosen gestürzt haben, wurden vermutlich von ihren Dirndl-tragenden Frauen dazu verdonnert. Dünne weiße Beine, behaart,  die aus merkwürdig verzierten, hellbraunen ledernen Beinkleidern heraus kommen und, abgesetzt von schwarzen Socken, in braunen City-Tretern enden ... Beine wie Streichhölzer. Dazu noch einen kleinen Bauch - da fallen mir sofort Kastanienmännchen ein. Und wenn man diese Sorte Männer lange genug beim Trinken beobachtet konnte, stellte man fest, dass der Kopf nach kurzer Zeit genauso rot wie ein Streichholz wurde.
Ganz schön waren auch die Exemplare in normalen Hosen, deren Anbiederungsversuch an volkstümliche Tracht in einer Kopfbedeckung endete. Vielleicht muss der Alkoholpegel entsprechend hoch sein, um merkwürdige Filzhüte schön zu finden. Oder man hat eine bösartige Wette unter Freunden verloren, auch das würde das Tragen dieser Schlapphüte erklären. Andere Gründe fallen mir für diese stilistische Entgleisung nicht ein.
Bei den Frauen sieht es nicht anders aus. Das Dirndl gehört zu der Kategorie von Kleidern, dass bei entsprechender Anpassung jeden Frauenkörper gut ausschauen lässt. Vorausgesetzt, man weiß, wo man etwas anpassen muss. Eine Rocklänge bei dicken Stampfbeinen, die gerade an der dicksten Wadenstelle endet, ist denkbar ungünstig. Da kann man selbst mit Größe 38 aussehen wie eine Wuchtbrumme. Und wenn man kein Inhalt fürs Dekolleté hat, dann könnte man mit wunderbarem "Untendrunter" ein wenig nachhelfen - oder eine "geschlossenere" Variante wählen.
Aber was erzähle ich. Nächstes Jahr stürze ich mich an einem der bekannteren Festtage ins Getümmel. Vielleicht sogar mit Dirndl !

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 21. September 2012

Von Weihnachtsmännern und Weihnachtsengeln.

Gestern Abend:

Soll dieses Jahr der Weihnachtsmann kommen oder nicht? Diese einfache kleine Frage ist bei näherer Betrachtung gar nicht so banal. Die Kinder sind in einem Alter, indem sie entweder schon entzaubert sind, oder sich gerade an der Schwelle dazu befinden.
Meine Familie hat dieses Problem nicht. Wir haben jahrelang die Kunst der Täuschung und Ablenkung genutzt und waren durchaus erfolgreich damit. Gut, im vorletzten Jahr war es schon kritisch - da wollte unser Sohn das Wohnzimmer bewachen und den Weihnachtsmann abfangen. Und im letzten Jahr war es dann endgültig vorbei mit der Ablenkung. Wir haben daher unserem Sohn gestanden, wie die Wahrheit ist. Es tat uns leid, unserem Sohn diese schöne Illusion zu rauben. Aber er hat sehr konkret nachgefragt und wir wollten ihn nicht anlügen.
Grundsätzlich hängen Kinder an Familienbräuchen. Da kann man nicht plötzlich ein Ritual verändern, ohne einen Entrüstungssturm zu produzieren. Und Weihnachten möchte man Aufregungen dieser Art sicher vermeiden. Wir werden deshalb auch dieses Jahr Weihnachten den Ablauf so halten, wie bisher. Auch wenn der Weihnachtsmann als Luftnummer enttarnt ist. Da ist es für Andere, die jedes Jahr die X-mas - Agenturen bemüht haben, schwieriger. Zumal die Erfahrungen mit den geschickten Weihnachtsmännern auch eher sub-optimal waren. Vielleicht sollte man doch überlegen, ob man nicht das Ritual in einem Punkt verändert:

In Berlin kommt Weihnachten der Weihnachtsmann. Im Süden der Republik kommt Weihnachten das Christkind.
Jetzt könnte man meinen: egal, gut so, wie es ist.  Ein kleiner, aber entscheidender Punkt spricht aber eher für die süddeutsche Variante:

In Bayern laufen die Christkinder mit zauberhaften Korkenzieherlocken durch die weihnachtlichen Wohnstuben der Familien und beglücken Kinder mit charmantem Lächeln und Schönheit.
In Berlin kommen merkwürdige Clochard-ähnliche Gestalten in abgetragenen roten Röcken mit mürrischem Gesichtsausdruck und der ständigen Rutendrohung, wenn die Kinder nicht brav waren.

Ich persönlich finde die weibliche Variante durchaus ansprechend. Und ich glaube, es gibt genügend männliche Vertreter, die mir zustimmen ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 20. September 2012

Ganz ungewohnt

hat der Tag begonnen.

Ich bin allein zuhause. Kein Kind, dass sich morgens verstohlen in mein Bett schleicht und noch mal ne halbe Stunde leise schnarcht, bevor es raus muss. Das ist ungewohnt und auch ein bisschen irritierend. Die gewohnten Abläufe sind unterbrochen und das bedeutet auch immer eine erhöhte Fehlerquote bei den Routinetätigkeiten des Alltags.

Schon gestern lief der Morgen anders ab als gewohnt und prompt hatte ich vergessen zu bloggen. Dabei wollte ich Ihnen doch von der neuen Sau, die durchs virtuelle Dorf getrieben wird, berichten.
Oder haben Sie es schon gehört?

Die Piratin, Frau Julia Schramm, ihres Zeichens 27 (*1985) Jahre alt, hat ein Buch geschrieben. Über sich als Internet-Exibitionistin. Das Buch wäre vermutlich im Nirvana des geistigen Nichts verschwunden, hätte sie nicht folgenden klugen PR-Schachzug gezogen: als Piratin ist sie gegen das Urheberrecht. Als Autorin lässt sie aber gezogene Kopien ihres Buches sperren. Und möchte, dass die Leute ihr Buch kaufen. Ach. So ist das also.

Lesen sie die Kritiken auf Amazon, dann gibt es keinen Grund, sich den geistigen Dünnschiss einer Möchte-Gern-Politikerin mit Schreibdurchfall reinzupfeifen. Ich würde aus medizinischer Sicht auch dringend davon abraten. Die Ansteckungsgefahr ist enorm und die Gefahr, dass Sie sich mental infizieren und ihre Intelligenz auf den IQ eines Toastbrotes (ohne Körner) absinkt, ist sehr groß.

Ich möchte Ihnen eine stringente Zusammenfassung des Textes jedoch nicht vorenthalten: Rhabarber Viel Spass beim Lesen ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 18. September 2012

Bettina Wulff ist am Boden zerstört

könnte ich mir vorstellen.

Jetzt setzt es bei mir ein, dass Mitleid mit ihr. Mir geht es mittlerweile zu weit, was da auf Amazon getrieben wird. Die "Rezensionen" sind eine Anhäufung von unqualifizierten und z.T. auch beleidigenden Geschreibseln, nicht selten von Leuten verfasst, die mit ihrer "Rezension" nur ihrem egozentrischen Selbstdarsteller-Trieb folgen, damit beweisen, dass sie nicht besser sind als Wulff und Co und sich unreflektiert gemein machen mit dem Mob, der Frau Wulff durch die Lande hetzt.

Ich mag das jammern von Frau Wulff auch nicht. Das Buch hätte es nach meinem Verständnis nicht gebraucht. Es zeigt nur, dass Frau Wulff es ebenso wenig wie ihr Mann verstanden hat, warum die Volksseele hochkocht bei Befindlichkeitsstörungen jenseits von 200.000€ Rente im Jahr. Und das man sich und seinen Kindern keinen Gefallen tut, wenn man Öffentlichkeit scheut und dann mit soviel Verve einen Schinken raushaut, bei dem von vornherein klar ist, dass das Medienecho groß sein würde. Da kommt mir ganz leise der Gedanke an Dummheit in den Sinn.

Aber da kann die Volksseele kochen, wie sie will:
Wenn jemand am Boden liegt, dann tritt man nicht nach.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 16. September 2012

Frau Wulff

Ich habe heute Morgen auf Amazon die Bewertungen von Bettina Wulffs Buch gelesen. Sie kommt nicht gut weg bei ihrem Debüt. Jetzt könnte ich fast Mitleid kriegen. Aber nur fast.
Die Rezensenten, die dem Buch nur einen Stern gegeben haben, ohne mehr als maximal die Leseprobe gelesen zu haben, sind natürlich daneben. So etwas macht man nicht - nicht, wenn man ernstgenommen werden will. Aber die heftige negative Resonanz auf das Buch macht deutlich, dass Frau Wulff bezüglich ihrer Person, ihrem Auftreten und ihrer Wirkung einer Realitätsverkennung unterliegt.
Es macht den Durchschnitts- Menschen einfach wütend, wenn jemand einen monatliches Einkommen von 18.000€ hat, von dem nach Abzug aller Verbindlichkeiten noch 3000€ zum sinnlosen verprassen übrigbleiben. Und dann noch immer laut rumnölt, dass es nicht reicht, um eine 4köpfige Familie durchzubringen.
Mir tun die Kinder leid. Sie hätten in relativer Ruhe leben können, jetzt, wo endlich kein Hahn mehr nach ihren Eltern gekräht hat. Und dann muss Mama endlich mal zeigen, wie eigenständig sie ist.
Ob sie das Geld braucht, um aus der Ehe aussteigen zu können? So wird im Internet schon spekuliert.
Mensch Betti! Hättest du doch gleich sagen können. Dann wäre dir wenigstens die Solidarität der Frauen sicher gewesen. Meine auch. Sag einfach Bescheid wenn ich mit meinem Kombi beim Auszug helfen soll!
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 15. September 2012

Guten Morgen Herbst!

Ich hab dich heute Morgen gesehen. Dicken Nebel hast du geschickt, so wie gestern auch. Passend zu der sehr kühlen Luft, mit der du den Sonnenschein tagsüber gewürzt hast. Und gestern, am Abend, hast du ein paar Regentropfen geschickt. Gerade genug um zu spüren, dass der Sommer endgültig vorbei ist. Das du es bei einem kleinen Regenschauer belassen hast, war sehr nett von dir. Regenwasser im Weinbecher muss nicht sein ... Und heute Abend stehe ich wieder an der gleichen Stelle. Mit Weinbecher in der Hand. Es wäre also sehr freundlich von dir, wenn du auch heute auf den Herbstregen verzichten würdest.
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 11. September 2012

Die Nähmaschine.

Da steht sie nun auf dem Tisch und wartet auf mich. Die Gute.
Tja. Meine Schnittmusterhefte stapeln sich ebenso wie meine Stoffe in verschiedenen diskreten Kisten und Kästchen. Gestern habe ich mir einen ersten Überblick verschafft.
Ich wollte mal wieder etwas nähen, dass nichts mit Mittelalter zu tun hat. Also eine hundsgemeine Alltags - Klamotte. Momentan liebäugel ich mit einem kurzen Trenchcoat aus einem schönen Wollstoff, der schon seit mehreren Jahren bei mir rumliegt. Aber bevor ich mich daran machen kann, muss ich einen Berg Flickwäsche abarbeiten.
Und da wären wir bei meinem Problem: Motivation. Auf Flicken habe ich nie so richtig Lust!
Vielleicht wäre das anders, wenn ich ein Nähzimmer hätte. Eines, wo die Nähmaschine immer an ihrem Platz stünde, meine Nähutensilien nicht in diversen Werkzeugkästen und anderen Kisten verpackt wäre und ich mich einfach nur hinsetzen müsste um eine geplatzte Naht zu nähen.
So muss ich mir erst ein Plätzchen suchen, den Tisch abräumen und die Maschine aufbauen. Bügelstation ebenso.
Das kostet Überwindung, wenn man weiß, dass man spätestens abends wieder alles abbauen muss. Oder man die Projekte nicht liegen lassen kann, weil eine Horde Kinder das Zimmer stürmt. Oder man einfach im Wohnzimmer kein Stoff/Faden/Nadelchaos haben möchte.
Deshalb lagern meine Flicksachen immer bis zum letzten Moment. Dann wenn der Wäschekorb es nicht mehr fassen kann. Aber dann ist es ein Berg. Und Berge abarbeiten macht keinen Spass. Am wenigsten dann, wenn es ungeliebte Tätigkeiten sind, so wie Flickwerk.

Sehen Sie, ich kann es auch: Jammern auf hohem Niveau!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 10. September 2012

Filmküsse II und was noch so stattfindet (Bettina Wulff)

Ich wollte Ihnen ja meine Ranking-Liste der Schauspieler, die gute Film-Küsser sind, präsentieren. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit meinen Recherchen diesbezüglich am Wochenende nicht weit gekommen bin. Spontan fallen mir natürlich Brad Pitt und George Clooney ein, aber das sind ja nur zwei einer Reihe von Schauspielern, die es können. Ich belasse es vorerst auch bei den Beiden.
Die Denk-Themen meines Wochenendes wurden vielmehr von unserer Ex-First-Lady bestimmt. Die PR ist ihr gut gelungen, oder? Das Buch im Handel und alle Welt googelt nach ihr. In meiner Zeitung (Berliner Zeitung), steht heute ein Artikel über das Buch. Wenn der Artikel nur annähernd das wiedergibt, was tatsächlich in dem Buch steht, dann jammert Frau Wulff in etwa 224 Seiten auf verdammt hohem Niveau.

Mensch, Mädel! Jetzt mal unter uns Schwestern:
Wie alt bist du? Wenn man keinen Bock auf Öffentlichkeit hat, dann macht man einen solchen Job nicht. Ein einfaches "Nein, danke" reicht. Das setzt natürlich eine gewisse innere Haltung voraus. Und wenn man von der Vereinnahmung seines Lebens so die Nase voll hat, dann stürzt man sich nicht ein dreivierteljahr später wieder in diesen Medienzirkus. Derart "wichtig" zu sein, dass alle Medien über einen berichten, muss geil genug sein, um alle Dinge, die einen daran stören, zu vergessen. Am fehlenden Geld, dass für den Familienunterhalt verdient werden muss, kanns ja dank der fleißigen Steuerzahler nicht liegen.
Liebe Bettina, du bist ziemlich weit weg von den gesellschaftlichen Realitäten in Deutschland, wenn du rumjammerst, dass du quasi berufstätig und alleinerziehend in einer Ecke Deutschland rumsitzt, während die andere Hälfte der Beziehung in der Hauptstadt weilt.
Was glaubst du, wie es Tausenden von anderen geht? Schreiben die jetzt auch alle ein Buch darüber? Du hast noch das Glück, dass das Schmerzensgeld, dass dein Mann für den Job bekommen hat, für ein ausreichend abgesichertes Leben gereicht hat. Die meisten anderen Menschen, die diese Lebenskonstellation (zeitlich nicht begrenzt!) leben müssen, können froh sein, wenn sie sich noch etwas für die private Rentenversicherung weglegen können. Und die stören sich auch nicht so sehr an feudalen Dienstwohnungen, die nicht "Kuschelig" sind, sondern an Wohnsituationen, die sich an 70 qm mit vier Personen orientieren.
Aber diese Haltung ist das, was mich schon zu Präsidentenzeiten an dir und deinem Mann genervt hat. Das Jammern.
Da wird ein Fehlverhalten ausgegraben, und alles was Familie Präsident zu tun hat, ist über böse Medien zu jammern. Übrigens die gleichen Medien, die vorher für die schöne Präsenz in den gelben Blättern und später für die Buch-Promotion genutzt werden. Kein Mensch hat euch gezwungen, mit der "Bild" eine Homestory zu machen. So etwas muss man auch nicht - auch wenn man die Berichterstattung einer Zeitung fürchten mag. Es gibt genug politisch Aktive, die ohne diese Art der Anbiederung auskommen. Aber wenn man das nicht tut, dann kann man sich auch nicht zum "Glamour-Paar" hochstilisieren lassen. Wobei wir wieder beim Jammern wären.
Wasch mich, aber mach mich nicht nass ...

Das Einzige, womit du wirklich Recht hast, dass ist die Kritik an der fehlenden Vergütung für die First Lady. Das ist tatsächlich ein Unding - und kein Mann würde sich derartig für lau vereinnahmen lassen. Das muss verändert werden: das Rollenbild der First Lady muss thematisiert und der Neuzeit angepasst werden. Darüber hättest du schreiben können.
Handeln ist das, was einen politischen Menschen ausmacht. Nicht das jammern über selbstgemachte Leiden.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 7. September 2012

Filmküsse

Gestern habe ich von der koreanischen Serie "Myung Wol the Spy" erzählt und etwas über die Filmküsse darin gelästert. Und eigentlich wollte ich gestern schon etwas über Filmküsse erzählen. Aber der Platz hätte nicht gereicht. Über Filmküsse kann man nämlich sehr geteilter Meinung sein!

Wenn man in einem Liebesfilm (oder einer Serie)  mit den Protagonisten mitliebt, mitleidet und nicht weiß, ob, wie und wann sie sich kriegen, dann kann es manchmal sehr desillusionierend sein, wenn der erste Kuss kommt. Ich kann mich da an herbe Enttäuschungen erinnern: der männliche Partner ein toller Typ. Die weibliche Partnerin eine hübsche und zutiefst sympathische Figur. Man wünschte sich nach etlichen Folgen nichts mehr, als dass die beiden endlich den Dreh kriegen und sich kriegen. Oder sich wenigstens mal küssen!
Und dann: endlich, endlich ist es soweit. Man (Frau!) hat die letzten Folgen der Soap aufgenommen, um nur keine Szene zu verpassen, sitzt mit gebanntem Blick und einem Glas Sekt vor der Kiste. Man (Frau) hat geschmachtet, gelitten und gehofft - und dann kommt ein so beschissener Filmkuss, wie man selten gesehen hat und ist bitter enttäuscht.
Wie damals, Großstadtrevier. Jahrelang habe ich Jan Fedder geliebt. Jahrelang! Na, scheiß drauf. Der Kuss war beschissen und das Ende der Beziehung auch. Sie ist gestorben. (Kein Wunder, diesen Kuss konnte man nicht überleben.) Danach habe ich es nicht mehr geguckt. Jedenfalls nicht mehr regelmäßig. Und Jan Fedder ist bei mir abgerauscht in die Tiefen der enttäuschenden Helden.
Seit dieser bitteren Erfahrung als Zuschauerin bin ich immer ganz angespannt, wenn es sich abzeichnet, dass die Hauptdarsteller sich küssen. Manchmal bin ich dann erleichtert, weil mir die schöne Vorstellung von dem Paar nicht von einem miesen Filmkuss kaputt gemacht wurde.
Früher war das einfacher: Augen zu!
Ich habe als kleines Mädchen eine bestimmte Westernserie geliebt. Einer der Helden hat öfter Frauen geküsst. Also, so ein Filmkuss Marke "Korea". Höchst keusch. Dennoch habe ich mir immer die Augen zugehalten - das küssen war mir peinlich. Ich kann mich an einen Nachmittag erinnern, an dem ich und der größte Teil meiner Familie vor der Glotze hockte. Mein Vater kam irgendwann dazu und sieht mich, wie ich auf dem Boden vor dem TV hocke und mir die Augen zuhalte. Mit Blick auf mich fragte mein Vater in die Runde: "Na, beißen sie sich wieder in die Köpfe?" Ich weiß nicht mehr, was mir peinlicher war ...

Diese koreanische Filmkuss-Variante aus "Myung Wol the Spy" hat mir nicht so zugesagt. Aber es gibt ein paar Schauspieler, die können wirklich gut "filmküssen".
Auf YouTube gibts übrigens Rankings von Filmküssen. Da basteln Mädchen aus allen möglichen TV- und Filmschnipseln ihre persönliche Hitliste der besten Filmküsse. Auch sehr amüsant. Manches kann man wohl nur verstehen, wenn man die dazugehörige Soap kennt ...
Vielleicht bastel ich auch mal ein Ranking. Wer da ganz vorn dabei ist? Na klar, einer meiner Favoriten! Und da wären wir wieder beim Cliffhanger: Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn Sia über Helden bloggt ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 6. September 2012

Schon gegoogelt?

Na?

Neugierig auf den Namen der Soap? Es ist "Myung Wol the Spy".

Ich habe mir gestern Nacht im Schnelldurchlauf mehr oder weniger die ganze Soap angeguckt. Das hört sich schlimmer an, als es war. Man kann wunderbar "vorspulen", muss dann sozusagen nur die interessante Quintessenz gucken. Den Rest kann man überspringen.

Ja, was soll ich sagen. Die Soap ist von 2011. Aber zwischen Korea und dem Westen gibts wohl mehr Unterschiede, als die Schrift und die Sprache ...
Man könnte sagen, nach dem Hardcore-Gucken bin ich nicht mehr ganz so fasziniert. Eher amüsiert ...
Die beginnende Romanze ist ja irgendwie süß. Aber diese Filmküsse! Zum schießen! Das ist wie ein Ausschnitt aus einem 50iger Jahre Film hier im Westen. Die Lippen werden statisch aufeinandergepresst - ansonsten keine Regung. Die Protagonistin reißt die Augen weit auf und starrt blicklos in die Kamera. Das soll wohl Überraschung andeuten. Ne, konnte man ja auch nicht ahnen, dass jetzt ein Kuss kommt ... (Liebe Männer. So blöd sind Frauen jetzt doch nicht! Auch nicht Nord-Koreanische!)

Nun, die Helden-Konstellation ist:
Frau (Spionin aus Nordkorea) verliebt sich (oh, Überraschung!) in den Feind (Superstar aus Südkorea, der sich laaaaaaaange gegen seine eigenen Gefühle sträubt) und ihr Führungsoffizier, der sie in Südkorea betreut, verliebt sich in sie.
Ich sagte ja schon gestern, die Story an sich ist hanebüchen und die meisten Verwicklungen an den Haaren herbeigezogen. Aber die beiden männlichen Helden haben mir gefallen.
Der eine heißt im wirklichen Leben Eric Moon und ist ein koreanischer Superstar (ooops!) und der andere, dessen (Film) Charakter ich viiiiiel interessanter fand ist: Lee Jin Wook.
So. Jetzt googeln sie mal schön ...!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 5. September 2012

Soaps


Ich muss gestehen, hin und wieder ereilt es mich: das Soap-Fieber.

Manche Soaps haben eine Storyline, die zwar im Großen und Ganzen langweilig ist, aber manchmal passiert es mir doch: ich zappe durch die Kanäle und bleibe hängen. Ich gebe zu, meistens ist es eine Liebesgeschichte, die mich flasht. Irgendetwas, das die Liebe kompliziert macht ( und man im echten Leben niemals haben möchte!). Unterlegt ist das Ganze mit Musik, die die Dramatik noch unterstreicht. Wenn die Szene gut ist, dann hänge ich eine Weile an dieser Soap, bis diese Geschichte beendet ist. Wenn die zwei Betreffenden sich gekriegt haben, isses gut. Dann brauch ich nicht weiter gucken - bis zum nächsten Zufall.

Naja, jetzt könnte man das natürlich abwertend betrachten. Aber auch ich brauche gelegentlich Input für meine Geschichte. Und wenn es sich gerade nicht schreibt, dann tut es gut, zu sehen, was Anderen zum Thema Liebe einfällt.

Per Zufall - fragen Sie mich nicht, wie es kam - bin ich auf You Tube an eine koreanische Soap geraten. Und bin völlig hin und weg. 
Der Plot ist natürlich Banane. Nordkoreanische Agentin landet in Südkorea um einen Superstar zu entführen. Die weibliche Hauptdarstellerin agiert ein bischen zu hölzern für meinen Geschmack (und diese auf westlich getrimmten Kulleraugen gehen mir auch auf die Nerven ...) - die Darstellung der toughen Spionin erinnert so ein wenig an Greta Garbo in "Ninotschka". Als (kommunistische) Agentin hat man scheinbar einen vorwiegend miesepetrigen und gefühlsarmen Gesichtsausdruck zu haben ...
Auch die Verwicklungen sind hanebüchen, genauso wie die Spione in den Nebenrollen. Es soll wohl eine eher humorige Spiongeschichte sein. Anstrengend zu gucken ist es auch: OmU: koreanisch mit englischen Untertiteln.

Und wenn Sie sich jetzt fragen "Warum tut sie sich das an?"

Tja. Es sind die Kerle, die mitspielen. Zwei, die mir gefallen. Und jetzt kommt, wie in jeder Soap, der Cliffhanger. Wenn Sie morgen meinen Blog wieder aufrufen, dann erzähle ich, wie die Serie heißt und vielleicht auch, was mir an den Typen gefällt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Dienstag, 4. September 2012

Produktivität

kann man auf verschiedenen Ebenen haben.

Ich habe gestern eine produktive Phase gehabt. Und konnte nun endlich meinem Lektorat die ersten Seiten überreichen. Bin ja auch erst 2 Monate im Verzug ...

Produktivität gibt es aber auch in anderen Bereichen meines Lebens. So ist z.B. meine Nase momentan sehr produktiv. Auch die Nase meines Sohnes. Wir produzieren Schleim. Schleim, den keiner will und keiner braucht. Auch Müll produziere ich gerade heftig. Ich sortiere in den schreibfreien Zeiten den Keller aus. Meine  Spinnen im Haus produzieren Spinnweben. Wenn ich ehrlich bin, brauche ich die auch gerade nicht.

Und die ganze Schokolade, die ich momentan täglich in mich hineinstopfe, produziert Hüftgold. Na, das brauch ich momentan am allerwenigsten. Ich bin froh um jedes Gramm, dass sich nicht anlagert. Aber ich kann nichts gegen die Verlockungen der sanft duftenden kleinen Schokobonbons tun, die aus meinem Küchenschrank dringen und die ich eigentlich für meinen Sohn gekauft habe. --- Der aber, wie alle Kinder, nicht so viel Süßes essen soll!
Das ist ein ganz übler Trick von Eltern. Man kauft den Kram, stellt ihn in den Schrank und verbietet den Kids den ständigen Zugriff darauf. Und dann hängt man selber dauernd am Schrank ...
Normalerweise kaufe ich diese Versuchungen gar nicht mehr ein. Nur in Ausnahmefällen. Leider haben sich die Ausnahmefälle in letzter Zeit gehäuft ... Ja, ich muss wieder mehr auf mein Tun achten und es hinterfragen. Demnächst gibt es wieder nur noch Gummibärchen. Die langweilen mich schnell mal ... und das Gefährdungspotential für meine Hüften ist nicht so hoch.

Und jetzt gehe ich produzieren. Schleim ... Müll ... Buchstabenfolgen und - nein. Hüftgold produziere ich heute nicht.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 3. September 2012

Der Herbst ist da!

Morgens Nebel, es ist kühl, wenn man nicht in der Sonne sitzt und die Bäume verlieren zunehmend ihre Blätter. Ob meine Sonnenblumen vor dem Haus dieses Jahr noch blühen werden? Vermutlich nicht. Es wird schon früh dunkel und plötzlich denkt man über Adventskalender und Weihnachtsgeschenke nach.

Mein Mann sagt jedes Jahr Silvester kurz nach Mitternacht, wenn das neue Jahr gerade erst begonnen hat, "das Jahr ist rum!". Und so fühlt es sich an, 2012. Das Jahr ist rum. Viel zu schnell.

Was will man dieses Jahr noch reißen? Die nächsten Ferien stehen ins Haus, im Oktober ist es endgültig vorbei mit der Sommerzeit und das dunkle nasskalte Novemberwetter wird uns ereilen.

Achje. Ich hab keine Lust auf dreckigen Herbst, kalte Füße auf dem Fußballplatz und auf den permanenten Dreck, der einem von kleinen bematschten Schuhen in den Flur getreten wird. Wobei das Adjektiv "klein" im Zusammenhang mit den Schuhen meines Kindes relativ ist. Schon bei seiner Geburt hat die Hebamme über diese Riesenfüße gestaunt. 
Und so wird es mir mit dem Kind so wie mit den Jahren gehen: Ach. Das Jahr ist schon wieder um? Ooops. Schon wieder ein Schuljahr vorbei? Und plötzlich wird er erwachsen sein ... 
Das geht ja noch. Das Kind "groß" kriegen ist ja immerhin auch Ziel der ganzen Angelegenheit. Schlimmer ist das Gefühl, dass sich im Zusammenhang damit einstellt: wenn er erwachsen ist, werde ich alt sein.

Blöder Herbst. Da kommt man nur auf schräge Gedanken!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia