Dienstag, 31. Juli 2012

Zuhause

Nach einiger Zeit des "Herum-Vagabundierens" bin ich wieder zuhause. Gestern habe ich mich auf die Autobahn begeben und bin den weiten Weg nach Hause gefahren. Ich bin froh, heil angekommen zu sein.

Es war nicht besonders voll auf den Straßen. Jedenfalls nicht voll mit Normalos. Ich hatte gestern den Eindruck, dass vorwiegend hochgradig und an zentraler Stelle Gestörte unterwegs waren, die nicht im Stande waren, komplexe Verkehrssituationen zu erfassen und ihr Fahrverhalten danach auszurichten.
Das waren die eine Sorte der häufig anzutreffenden Verkehrsteilnehmer. Die andere waren die weißrussischen, usbekischen und aus ähnlich gelagerten östlichen Entwicklungsländern kommenden Kleinbusse, die eigentlich nicht mehr fahren können dürften. Sozusagen fahrender Schrott, allerdings mit mehr Menschen beladen, als die altersschwachen rostigen Achsen tragen können. Ein physikalisches Wunder.

Einer ist mit maximal 55 Km/h auf der Autobahn unterwegs gewesen. Hustend und spuckend quälte er sich den Berg rauf und der LKW, der von hinten angerauscht kam, kam ganz schön ins Schwitzen und musste im letzten Moment rüberziehen.

Es gibt noch eine Sorte Autobahnfahrer, die ich besonders schätze: die Mittelstreifen-Fahrer.
Die eimern sinnlos auf der Mitte der Gasse rum, egal, ob rechts kilometerweit freie Bahn wäre. Es könnte ja ein LKW kommen, den man überholen muss. Oder weil in 3km Sichtweite ein LKW ist, und es könnte sein, dass man dann dahinter klemmt und nicht wieder rauskommt.
Ich hätte da einen Tipp:
Benutzt doch einfach den Blinker. Ist standardmäßig in jedem Auto, am Lenkrad zu finden. Wenn man ihn benutzt, weiß der Hintermann, dass man den Fahrstreifen wechseln möchte und kann sich darauf einstellen.

Manchmal wünsche ich mir, man müsste alle zwei Jahre einen praktischen Verkehrstest machen. Nur damit der eine oder andere nochmal vor Augen geführt kriegt, welche Dinge für das Autofahren unerlässlich sind:

Blinker, Schulterblick, Rückspiegelnutzung und Gelassenheit. Man muss einfach immer damit rechnen, dass der andere ein verkehrstechnischer Analphabet ist.
Gute Fahrt allerseits!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 27. Juli 2012

No Credits

Eine Band. Gute Musik. Der Wein ist auch gut. Ich empfehle das Weinfest in Bad Münster am Stein. Falls Sie das Wochenende noch nichts vorhaben.
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 25. Juli 2012

Unverhofft

kommt oft, sagt man ja. Bei mir geschah am Wochenende etwas, dass unverhofft kam, aber auch ( leider) sehr selten passiert:
Ich habe Jugendfreunde getroffen.
Für viele von Ihnen mag das nichts Aufregendes sein, für mich schon. Ich bin sehr früh aus beruflichen Gründen aus meinem Heimatdorf weggezogen. Und dann haben sich über die Jahre die Kontakte verloren. Um so schöner war das Treffen am Sonntag. Zufällig begegnete ich diesen Jugendfreunden in einem Biergarten. Und dann blieben wir viel länger als geplant dort hocken. Schließlich musste man auf den aktuellen Stand der Lebenssituation gebracht werden.
Das sind die Momente, die man auskosten muss: nette Leute in einem netten Biergarten, dazu Sonnenschein und Muße, all das zu genießen. Ich freu mich schon auf das nächste spontane Treffen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 24. Juli 2012

Tief erschöpft

bin ich, nachdem ich eine Woche ununterbrochen geräumt habe. Ein Verwandter hat seinen ständigen Aufenthaltsort ( Heim) gewechselt und eine Wohnung voller Chaos hinterlassen. Wenn Sie ihre Angehörigen lieben, dann schmeißen Sie die Hälfte ihres Hausstandes weg.
Sammeln Sie keine Zeitungen. Auch angedotztes Geschirr in unterschiedlichsten Zusammenstellungen brauchen Sie nicht aufheben.
Ultramoderne Vasen, Gläser und Bestecke sehen nach 40 Jahren nur noch altbacken aus. Das will keiner im Schrank stehen haben. Und glauben Sie mir: auch alte ADAC- Atlanten für 'Schlemmer-Reisende' verlieren ihren Wert.
Trennen Sie sich von Dingen, die Sie nicht einmal im Jahr wirklich nutzen. Ihre Angehörigen werden es Ihnen danken. Auch wenn Sie nicht ins Heim ziehen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 16. Juli 2012

Es ist schön,

zwischen zwei heftigen Regenschauern die Sonne zu genießen, die keck zwischen den Wolken durchblinzelt.

Liebe Sonne. Was hast du dir denn dieses Jahr da ausgedacht? Wolltest du es mal allen zeigen?
Gut, ich gebe zu, ich habe dich dieses Jahr auch schon beschimpft, weil du so unbarmherzig auf mich herabgebretzelt hast, während ich versuchte, einen Kärntner Berg zu erwandern. Das war aber auch gemein.
Die Landschaft täuschte ein lichtes Wäldchen vor, dabei war der Bewuchs nur oberschenkelhoch. Von Schatten keine Spur. Und am Abend hatte ich dann auch die Rechnung: Sonnenbrand an der Streckerseite der Oberarme.

Aber ich gebe auch zu, dass ich diese Wanderung bis ins Letzte genossen habe. Sie erinnerte mich an Wanderungen auf La Palma. Der Geruch von trockenen Pinien, trockener Staub und heiße Steine - traumhaft. Dazu das leise kitzeln der Schweißtropfen im Nacken, die durch die Kombiniation von Hitze und Anstrengung unaufhörlich am Körper entlangrieseln.
Gut, das wandern läuft momentan noch unter erschwerten Bedingungen. Zu der körperlichen Anstrengung kommt die Motivationsleistung, die wir erbringen müssen, um unser Kind mit auf den Berg zu bringen. Aber er hat sich bei den meisten Wanderungen erstaunlich tapfer gehalten.
Das darf man nicht unterschätzen, insbesondere dann, wenn man sich erst einen Berg hochkämpft, dann wieder die Hälfte der gerade mühselig erstiegenen 400 Höhenmeter herabläuft, um sie erneut zu erklimmen. Sogar noch 100 Höhenmeter mehr. Wissen Sie, was ein Höhenmeter ist? Laut Wikipedia:

Der Begriff Höhenmeter bezeichnet im Allgemeinen die Differenz zwischen zwei Punkten im Gelände in der Vertikale, die Höhendifferenz, z. B. „Zwischen Basislager und Höhenlager lagen 1000 Höhenmeter“. Die Einheit eines Höhenmeters ist diejenige der Geländehöhen, also in der Regel das Meter. Die Höhe des Geländes wird selbst in Höhenmeter – über dem Meeresspiegel, also als relative Höhe – angegeben.

Ich finde, Höhenmeter sind eine Definitionssache. Wenn ich am Berg laufe und mich quäle, dann denke ich: Der Höhenmeter ist ein Arschloch.
Und wenn ich abends kaputt zuhause bin und an die Wanderung zurückdenke, dann bin ich stolz, wenn ich viele Höhenmeter zurückgelegt habe.

Fragen Sie sich jetzt,  warum ich das eigentlich tue, wenn ich mich doch während der eigentliche Wanderung so furchtbar quäle?
Weils Spass macht und man abends das Gefühl hat, etwas geschafft zu haben.

Liebe Sonne. Ich schimpfe nicht mehr mit dir in diesem Jahr, ich versprechs. Kommst du dann öfter vorbei und bleibst vielleicht auch mal ein bisschen länger? Ich würde mich freuen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 13. Juli 2012

Ist Chaos beherrschbar?

Eine Frage, die sich mir beim Anblick unserer Wohneinheit aufdrängt.

Es ist egal, ob ich in den Keller gehe, im Wohnzimmer stehe oder in der Küche auf die Fensterbank schaue.
Überall summelt "Zeug" vor sich hin.
Zeug, für das wir entweder nicht genug Platz haben, oder für das es noch keinen Platz gibt, oder aber Zeug, das einfach nicht an seinen ordentlichen Platz geräumt wurde, weil es in Gebrauch war und vergessen wurde.

Ganz schlimm ist das Chaos im Kinderzimmer. Da ergibt sich nicht die Frage, ist das Chaos beherrschbar, sondern da erhebt sich glasklar der Tenor: Kinderzimmerchaos ist ein Dauerzustand. Er ist nicht an das Geschlecht des Kindes gebunden. Dieser Zustand ist nicht zu regulieren und wird sich niemals ändern. Auch nicht mit der Anschaffung der fünfzehnten Ordnungskiste von Ikea. Ob mit oder ohne Deckel.
Was mein Kind alles sammelt und aufhebt, ist unglaublich. Deckel von Joghurtbechern. Steine. Stöcke. Schneckenhäuser. Bedrucktes Papier in allen Varianten, vom alten Werbeblättchen bis zum geschmierten Einkaufszettel. Ich finde Plastikreste, die er auf dem Spielplatz im Sand ausgebuddelt hat und höre seine entrüstete Stimme:
"Das ist ein Schatz, Mama!"
Das Chaos seiner Sammlungen ist das Eine. Die unsortierten Spielzeugberge sind das Andere. Playmobil in allen Varianten. Natürlich sind die einzelnen Projekte nicht aufgebaut. Die Einzelteile zieren den Boden. Flächendeckend!
Das Bücherregal läuft über, obwohl wir erst im letzten Jahr die Kapazitäten aufgestockt haben. Und der Kleiderschrank birst über von Klamotten, aus denen er rausgewachsen ist und die unbedingt aussortiert werden müssten um für die neue Größe Platz zu machen.

Und was mache ich? Anstatt das Haus auf Vordermann zu bringen, anstatt mich intensivst mit SIB 2 auseinanderzusetzen (die Veröffentlichung ist immerhin für Dezember 2012 geplant und mein Lektorat hat noch nicht eine Zeile gesehen!) - also anstatt mich diesen aktuell anstehenden Tätigkeiten zu widmen, sitze ich hier vor meinem Blog und trinke Kaffee.
Dieser unglaublich betörende Kaffeeduft - er zieht durch die Räume und macht diesen Morgen zu einem guten Morgen. Und während ich diesen Becher in vollem Umfang genieße, verzieht sich zwar nicht das Chaos. Aber es steigt die Gewissheit:
Das Chaos wird beherrschbar sein. Nach diesem Kaffee gehts los!
Auch Ihnen frohes Schaffen,

bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 12. Juli 2012

Von Theoretikern und offensichtlich Hirnlosen.

Ich bin zornig. Gerade eben habe ich im Stern gelesen, dass der Bundesbehindertenbeauftragte, Hubert Hüppe, einen Bluttest zur Diagnostik von Trisomie 21 verbieten lassen will.

Jetzt könnte man dem zustimmen, wenn man vom Grundgedanken ausgeht, dass damit möglicherweise Selektion stattfinden könnte. Natürlich. Aber so einfach ist es eben nicht.

Um Missverständnissen hier vorzubeugen: Ich bin mit einem mehrfach schwerstbehinderten Familienmitglied groß geworden. Beruflich habe ich mich in dem Sektor lange Jahre engagiert. Und ich wäre eine der Letzten, die Gehandicapten, egal auf welchem Weg sie dazu geworden sind, ihre Daseinsberechtigung absprechen möchte.
Nein. Und ich gehöre auch zu denen, die sich immer wieder über die Unachtsamkeit öffentlicher (oder auch privater) Bauherren aufregen, die noch immer nicht begriffen haben, wie man barrierefrei baut. Ich rege mich über Fahrkartenautomaten auf, die dafür Sorge tragen, dass geistig behinderte Menschen in ihrer Mobilität eingeschränkt werden, weil die Automaten selbst für "Normalos" schwer zu bedienen sind.
Mir rollen sich die Fussnägel vor Zorn hoch, wenn ich erlebe, wie der Zugang für einfache Berufe künstlich hochgepeppt wird und immer weniger qualifizierte Arbeitsplätze für die übrig bleiben, deren körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit limitiert ist, und die damit in die Abhängigkeit staatlicher Zuschussbetriebe (Werkstätten für Behinderte) getrieben werden.
Diese Werkstätten sind sicher nicht unsinnig, bestimmt nicht. Aber auch da gibt es Menschen, die in anderen Betrieben arbeiten könnten, wenn man es politisch unterstützen würde.

Aber was rede ich. Das, was mich eigentlich zornig macht, ist, dass sich der Bundesbehindertenbeauftragte über etwas den Kopf zerbricht, dass einfach nicht seine Abteilung ist.

Lasse ich mir als werdende Mutter vorschreiben, ob ich ein behindertes Kind auszutragen habe, oder nicht?
Niemals.
Lasse ich mir als werdende Mutter vorschreiben, eine Diagnostik vorzunehmen, die eine Fehlgeburt nach sich ziehen kann, wenn ein einfacher Bluttest, bei dem nur ich einen kurzen Einstichschmerz empfinde, vorhanden ist?
Im Leben nicht.

Ihr Theoretiker. Ihr Flachpinseler.
Ich rege mich so auf über diese Sorte Männer, die keine. KEINE! Ahnung haben, wie es einer schwangeren Frau geht, die vor ihrem Arzt sitzt und sich aufgrund von Krankheit, Alter oder gehäuftem Auftreten schwerer Erkrankungen in der Familie mit dem Thema "Fruchtwasseruntersuchung, ja oder nein" auseinandersetzen muss.
Ihr akademischen Dummschwätzer, glaubt ihr wirklich, ihr könntet nachvollziehen, mit welchen Gedanken man sich als Frau dabei herumschlägt?

Nein. Ihr könnt es nicht. Versucht es erst gar nicht.
Lasst die Frauen in Ruhe. Lasst sie einfach in Ruhe.
Wenn es einen Bluttest gibt, der dafür Sorge trägt, dass es weniger Fehlgeburten aufgrund von Fruchtwasseruntersuchungen gibt, dann ist es gut. Nicht mehr und nicht weniger.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 11. Juli 2012

Ach, Frau Schröder!

Kaum ist man mal ein paar Tage weg, da machen Sie wieder Unsinn.
Hat es denn nicht gereicht, dass Sie dieses unselige Betreuungsgeld immer noch forcieren (aber sich dann bei der Abstimmung im Bundestag nicht blicken lassen - was wiederum tief blicken lässt ...) ?
Nein, jetzt müssen die Jugendlichen um acht ab ins Bett. Ach. Frau Schröder. Hören Sie mein tiefes Seufzen?

Wissen Sie, ich gestehe jedem Lernerfolge zu. Auch Ihnen. Und glauben Sie mir, wenn Sie erstmal durch die Trotzphase mit ihrem Kind gegangen sind, dann wird Ihnen manches klarer. Unter anderem könnte es sein, dass sie eine realistischere Vorstellung davon entwickeln, wie sich aus kleinen, renitenten Rotzbengeln (wahlweise Zimtzicken), die man bei akuten Trotzanfällen noch mit einer Hand am Hemdkragen hochheben und ins Bett stecken kann, große renitente, pubertierende Rotzbengel (#Zimtzicken) entwickeln. Die werden Sie auslachen und dann das Haus ohne ihr Zugeständnis verlassen, sollten Sie auf die schwachsinnige Idee kommen, die Jugendlichen um acht nach Hause zu beordern.

Kinder und Jugendliche, die saufen wollen, kommen an Alkohol, obwohl es untersagt ist, diesen an genau diese Zielgruppe zu verkaufen.
Glauben Sie denn wirklich ernsthaft, dass diese Jungen und Mädchen tatsächlich nur nach zwanzig Uhr trinken würden?
In Ihrer Vorstellungswelt wahrscheinlich, so muss man das jedenfalls annehmen. (Babys werden ja auch nur in Ehebetten gezeugt, oder?!)

Realität sieht anders aus. Aber wie gesagt, lassen Sie ihr Kind mal trotzig werden, dann relativieren Sie ihre Ansichten sicherlich. Denn dann werden Sie lernen (müssen), dass zwischen theoretischen Erziehungsvorstellungen einerseits und der Realität andererseits Welten liegen.
Jugendliche in der Pubertät sind auf das ausloten von Grenzen aus. Persönlicher Grenzen, aber auch gesellschaftlicher Grenzen. Eine Ausgangssperre ab acht Uhr wäre doch der ideale Ausgangspunkt, um Rebellion zu zeigen. Und dann krönt man seinen Ausreißversuch noch mit Alkoholgenuss. Wenn man sowieso schon illegal unterwegs ist.

Ach Frau Schröder.

Gut. Normalerweise könnte man das auch so wissen, also das mit den Verboten, die Jugendliche besonders reizen. Und dem Widerstand, den man als Pubertierender gegen alles hat, was Normen und Regeln angeht.
Aber was schreibe ich. Manche haben eben genügend Intelligenz und Vorstellungskraft. Andere müssen sich die Dinge eben hart erarbeiten. Und sich mit dummen Gesetzen lächerlich machen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 10. Juli 2012

Endgültig wieder online!

Ja, jetzt klappts auch wieder mit der Bloggerei.

Ich gebe zu, die Zeit offline habe ich zunächst nur sehr gestresst wahrgenommen. Ich muss doch bloggen, mailen, appen, immer die neuesten Nachrichten lesen, immer auf dem neuesten Stand sein.

Und? Nach zwei Wochen nur sporadischem Zugriff auf die weltweite Netzgemeinde kann ich sagen: es geht nicht nur ohne, es kann auch sehr entspannend sein. Ich muss nicht dauernd zwanghaft nach dem Neuesten suchen.
Nachrichten, ja. Aber man merkt schnell, nichts ist so alt wie die Nachrichten von gestern. Da habe ich nach dem ganzen Fußball - Hype das Endspiel der EM verpasst - nicht einfach so, nein. Wir haben "Auf Achse" gespielt an diesem Abend und völlig vergessen, den Fernseher anzumachen. Auch nach dem Spielende, als wir müde ins Bett gefallen sind. Und weil wir am nächsten Tag kein Fernsehen geguckt haben, und erst spät Radio gehört haben, dauerte es bis zum Ende des Tages, bis wir in den Nachrichten nur noch das magere Fragment einer Nachricht hörten: die Spanier feierten bis tief in die Nacht. Wir schlossen daraus, dass die EM nach Spanien gegangen ist.

Meine Versuche, am Tag danach nochmals Informationen zum Thema zu bekommen, scheiterten. EM war nicht mehr aktuell. Und ich? Ich habs überlebt. Genauso wie mein Kind. Auch wenn es Tränen gab, als die deutsche Mannschaft ausgeschieden ist. Und da wir in diesen Tagen gerade im Drei-Länder-Eck in Kärnten rumstreunten, haben wir den Italienern in den Wald gepullert ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 2. Juli 2012

offline

war ich die vergangenen Tage. So gern hätte ich gebloggt - Ihnen erzählt, dass ich mir einen Sonnenbrand geholt habe, schwimmen war und das Leben genossen habe.
Aber war vielleicht auch ganz gut, dass ich Ihnen nicht in allen Einzelheiten vorschwärmen konnte, wie schön das Leben sein kann, wenn das Wetter mitspielt und das Kind Sommerferien hat.
Und mir hat es gezeigt, es nutzt nichts, zu jammern. Wenn der Internetzugang streikt, ist man weg vom Fenster der Informationen. Neben dem Frust, der sich da durchaus bildet, gibt es einem aber auch die Gewißheit:
es geht auch ohne!

Also dann, bis die Tage. Ich weiß nicht, wie lange mein Glück des Internetzugangs noch währt. Ich lasse jedenfalls von mir hören!

Liebe Grüße, Sia