Samstag, 28. April 2012

Gelesen

habe ich "Mitternachtsfalke", ein E-Book von Emily Bold.

Puh, was für eine Schmonzette! Lassen Sie es sein. Es lohnt nicht. Wenn "Cora" oder "Arztroman" oder aber "Dr.Berger" draufgestanden hätte, dann hätte ich gewusst, auf was ich mich einlasse. Okay. Auch der kurze Auszug auf Amazon hätte mich warnen können. Aber manchmal kann das ja täuschen. Und der Beginn der Leseprobe war gar nicht schlecht. Aber das war auch so ungefähr das Beste. Meine Hoffnung, dass der Schmalz nur ein kleiner Teilaspekt ist, den man freundlich geneigt "überlesen" kann, wurde nicht bestätigt. Und leider glänzte die weitere Story auch nicht durch überzeugende Handlungen oder Charaktere.

Diese Art Romane sind nicht meine Welt. Jedenfalls nicht normalerweise. Vielleicht hatte ich Fieber, als ich mich zum Kauf entschloss ...

Kurzer Abriss: junge Adelige verliebt sich in ein Outlaw. Außerdem hat sie ein Geheimnis ... und ja.
Böser Mensch ist sehr böse. Guter Mensch ist gut. Schön sind die Guten natürlich auch. Flach ist alles, bis auf die Landschaft ... Und am Ende ist der Outlaw gar keiner. Ooops. Wer hätte das gedacht!

Kaufen Sie nicht. Es sei denn, Sie sind im Fieberwahn, des Wahnsinns fette Beute oder gerade verliebt und deshalb nicht zurechnungsfähig. Aber wenn Sie dann wieder zurück auf den irdischen Wegen wandeln, dann löschen Sie es von ihrem E-Book Reader, oder der Besitz dieses "Schinkens" wird Ihnen bis ans Ende ihrer Tage peinlich sein.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 25. April 2012

Frau Friedrich, Facebook und der Mob.

Ich habe den Eintrag von Frau Friedrich gelesen. Sie auch?
Wenn Sie die Diskussion kennen, dann überspringen Sie die folgenden Zeilen. Wenn nicht, hier ist zusammengefasst die Ausgangslage:
Frau Friedrich (Sportlerin) hat eine E-Mail bekommen, deren Inhalt eindeutig sexistisch ist. Dazu gehört ein Anhang, dessen Inhalt allerdings unbekannt ist, weil Frau Friedrich ihn nicht geöffnet hat. Als Reaktion auf die belästigende E-Mail hat Frau Friedrich den Absender der Mail namentlich mit Wohnort benannt und diese Information auf Facebook veröffentlicht.

Jetzt erscheinen verschiedene Reaktionen:

  • die einen, die meinen, Frau Friedrich prangert da jemand an, ohne zu wissen, ob es sich bei dem Absender um den Täter handelt.
  • die anderen, die die Reaktion von Frau Friedrich begrüßen, und meinen, wer solche E-Mails schreibt, hat es nicht besser verdient.

So polarisiert bleibt da leider einiges auf der Strecke:
Der gesunde Menschenverstand von Frau Friedrich, die als Polizistin hätte wissen müssen, dass man eine derartige Veröffentlichung nur machen sollte, wenn man zu 100% nachweisen kann, dass der Absender der ist, dessen Namen man veröffentlicht.
Und die berechtigte Haltung der Befürworter, die die Art der Belästigung als unerträglich bewerten und denen man allzu leichtfertig Stammtischmentalität, Todesstrafenbezug und mangelnde Lernfähigkeit (siehe den Tod von Lena und die Jagd auf einen Unschuldigen) nachsagt.

Festhalten kann man folgendes: Es wäre zu einfach, dieses Thema als ein Problem ausschließlich zwischen Frau Friedrich und dem Absender der Mail abzuhandeln. Dass manche Männer meinen, sie könnten ohne Gefahr von Konsequenzen Frauen derartig sexistisch belästigen, zeugt davon, dass Anonymität Täter schützt. Und diese Art der Belästigung ist wie ein grassierendes Virus, hochansteckend und schwierig zu bekämpfen. Wenigstens findet eine Diskussion statt, könnte man meinen. Leider macht sie das eigentliche Problem, nämlich die virulente sexuelle Belästigung in sozialen Netzwerken, nicht zum Thema.

Im Falle von Frau Friedrich und ihrem Belästiger habe ich einen Wunsch.
Ich verstehe sehr gut, dass Frau Friedrich der Kragen geplatzt ist. Ich verstehe aber auch ihre Kritiker sehr gut, die sagen, die Unschuldsvermutung gilt für alle.
Und so wünsche ich mir, dass in diesem Fall Frau Friedrich mit der Namensnennung den Richtigen benannt hat. Und dass er richtig Gegenwind aus seinem sozialen Umfeld bekommt.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Sonntag, 22. April 2012

Ein hässliches Geräusch

drang heute an mein Ohr.

Ich gebe zu, ich war in der Kabine des Fussballvereins, und da kommen alle möglichen Geräusche vor. Vor allem sehr, sehr laute Töne!
Das Geräusch hingegen, dass sich in mein Ohr bohrte, war klein und fies. Gekoppelt an eine ungewohnte Freiheit meines linken Fusses.
Und als ich runter sah, da musste ich feststellen, dass meine Stiefeletten nicht mehr zum Schuster brauchen, damit die Absätze neu gemacht werden. Der Reißverschluss hat den Geist aufgegeben. Einen Moment habe ich überlegt, ob ich traurig bin. Nein. Nicht wirklich. Drei Jahre haben sie ihren Dienst getan, da kann man nicht meckern. Ob ich nochmal so bequeme Treter finde, die man zu allen Gelegenheiten tragen kann? Ich weiß es nicht.

Schuhmode ist ja so eine Sache für sich. Da habe ich schon schlimme Erfahrungen gemacht. Am fürchterlichsten war das Jahr, indem ein scheußliches Blau mit einem toten Beige Hochzeit feierten. Alles, wirklich alles, war nur in diesen beiden pastellig angehauchten Farbtönen zu finden. Auch Schuhe. Vorne breit und eckig und dann in den grausigen Farben, die Brechreiz auslösen. Ich glaube einen hässlicheren Farbton (Beige, geknickt) mit einem noch hässlicheren Hellblau (graues himmelblau) habe ich noch nie gesehen. Wenn ich diese Farbe heute sehe, dann kann ich mich noch immer aus dem Stehgreif übergeben.

Übrigens habe ich keine Frauen gesehen, die in dieser Farbkombi wirklich schön aussahen. Nur junge Mädels, denen man jedes Jahr was Neues andrehen kann, und die sich dann in die angesagte Mode quetschen - unabhängig davon, was ihnen steht oder nicht. Bin ich froh, dass ich aus dem Alter raus bin!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Samstag, 21. April 2012

Kennen Sie Frau Schröder

und können Sie berichten, was sich Positives für Sie und ihr Leben durch die politische Tätigkeit von Frau Schröder getan hat? Nein? Dann gehts Ihnen, wie so vielen Frauen, Kindern und Senioren.

Frau Kristina Schröder ist unsere Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Und eine Fehlbesetzung. Sie nervt. Mit ihrer Unart, anderen Dogmatismus zu unterstellen und mit ihrer Unfähigkeit, tatsächlich Dinge zu bewegen, die Frauen nachhaltig helfen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Sie erzählt viel darüber ... Taten sind da wohl nicht mehr zu erwarten.

Aber sie hat ein Buch geschrieben. Das habe ich mit ihr gemeinsam. Allerdings habe ich keine Co-Autorin. Und ich habe kein politisches Buch geschrieben, sondern eines, dass der Unterhaltung dienen soll.

Jetzt scheint es so zu sein, dass auch Frau Schröders Buch recht "unterhaltsam" sein soll. Jedenfalls für Feministinnen.
Es werden sicherlich demnächst Herr Jauch, Frau Will, Frau Illner, Herr Plasberg und wie sie alle heißen, einen Polit-Talk veranstalten. Die Themenstellung werden variieren:
  • "Brauchen wir den Feminismus noch?" (Herr Plasberg, "hart aber fair". Gäste werden sein: Frau Poth, Frau Simonis, Frau Schwarzer, Herr Geißler und Frau Käßmann)
  • "Tod des Feminismus - das langsame sterben einer Frauenbewegung" (Herr Jauch, Gäste werden sein: Frau Poth, Frau Simonis, Frau Schwarzer, Herr Geißler und Frau Käßmann)
  • "Welche Rollenmodelle können unseren Kindern Orientierung für die Zukunft bieten?" (Frau Will, Gäste werden sein: Frau Poth, Frau Simonis, Frau Schwarzer, Herr Geißler und Frau Käßmann)
  • "Und Mutti bleibt zuhause - der Kampf der Amazonen" (Frau Illner, Gäste werden sein: Frau Poth, Frau Simonis, Frau Schwarzer, Herr Geißler und Frau Käßmann)

Ganz ehrlich? Diese Diskussionsrunden werden genauso überflüssig sein, wie das Buch von Frau Schröder. Ob in China ein Sack Reis umfällt, in Andalusien ein Spatz auf ne Tomate scheißt - sobald Frauen ein Kind an der Backe haben, werden sie im Berufsleben aus der Karriereschleife rausgekickt und im Privatleben für ihre Lebensform attakiert. Das ändert sich auch nicht durch ein blödes Buch. Es ändert sich, wenn man Gesetze schafft, die eine Benachteiligung sanktionieren.
Aber das wäre wohl zuviel verlangt, von einer Ministerin Schröder.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 20. April 2012

Schon wieder Sport

Dienstag war Sport. Diesmal ohne Geräte, was mir sehr entgegenkam. Nach zwei Wochen sportlicher Abstinenz war ich froh, als nach einer dreiviertel Stunde der Entspannungsteil dran war.

"Du fühlst in deinen rechten Arm".

Ja, ich habe ihn gefühlt. Ich habe mich in ihn hineingefühlt, solange und so intensiv, bis ich -schwupps- in einer Armvene landete.
Da blubberte ich nun also gemütlich mit dem Blutstrom. Ich musste ein wenig aufpassen, damit ich mir den Kopf nicht an den Venenklappen anstosse. Und dann habe ich gestaunt: Wie das da aussah! Saubermachen hätte man mal wieder können. Frühjahrsputz wäre angezeigt gewesen, bevor man hier Besucher empfängt.
Junge, Junge, was für Beläge an den Wänden. Kalk, verschmierte Fettklumpen, eingetrocknete Reste undefinierbarer Herkunft. Und dieses Rauschen. Laut, der Blutfluss ist schnell - na, war da nicht was mit Hochdruck? Ooops, einen kleine Kurve. Zack, jetzt bin ich in die obere Hohlvene gerutscht. Na hoffentlich war das der richtige Weg.
Wohin gehts hier eigentlich? Ach ja, zum rechten Herz. Ja, und da kommen die Zuflüsse, die frischen Sauerstoff mitbringen. Kleine Blubberbläschen, die knallen, wenn man sie anpiekt. Ich schwimme, der Sauerstoff macht das Blut leichter und mich mit. Plötzlich sind die Lichtverhältnisse verändert. Das leicht bläuliche Licht der Venen verwandelte sich in das tiefrote Blut der Arterien. Schön. Jetzt bin ich also im Rotlichtviertel. Scheint hier gefährlich zu sein. Ich fühle mich plötzlich verfolgt. Geräusche hinter mir, die sich anhören, als wären da noch andere unterwegs. Ich drehte mich um.
Ach du liebe Zeit. Fette Zellknubbel, die sich in Mengen hinter mir im Blut herschieben. Aha! Fresszellen! Da hat die interne Polizei wohl durch Spitzel mitgekriegt, dass hier ein Gast unterwegs ist.
Ich versuche freundlich harmlos zu lächeln. Umsonst.
Die Fresszellen sehen finster aus und werden immer mehr. Und die sind verdammt schnell, merke ich gerade. Die erste hat mich schon fast erreicht, ich spüre den heißen Atem schon im Nacken.
Ich beginne hektisch zu rudern, versuche schneller zu werden. Umsonst. Die zweite Fresszelle grunzt schon neben mir. Die dritte überholt mich.
Scheiße! Die kesseln mich ein!

Aus weiter Ferne kommt die Stimme, die mich zum tiefen Atmen auffordert. Tief einatmen und "puuuuuuuuuuuuh" alles rauslassen. Mache ich. Und plötzlich bin ich wieder auf dieser Sportmatte in der Sporthalle. Um mich herum ein Haufen Frauen, die laut ausatmen. Und ich bin dankbar, dass ich den Fresszellen entkommen bin!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 18. April 2012

Was mir mal so richtig auf die Nerven geht,

dass sind Tage, die sich innerhalb kürzester Zeit zu "Scheißtagen" entwickeln.

Bei mir ist heute so einer.

Der Start war harmlos, bis zu dem Moment, als ich das Frühstück vorbereitet habe.
Mir fiel die Milchtüte, die ich gerade aus dem Kühlschrank genommen hatte, aus der Hand. In der Mikrowelle (ja, mein Kind ist verwöhnt und möchte morgens Milchschaum!) schwappte mir die Milch über. Um direkt danach beim umgießen nochmal überzuschwappen. Anschließend habe ich zu heftig geschäumt, sodass die Hälfte neben der Tasse landete. Der Kakao ist mir vom Löffel gefallen.
Die Marmelade landete neben dem Brötchen. Das Messer fiel mir vor die Füße, natürlich war noch Marmelade dran und natürlich spritzte es rum. Saft für die Schule reichte nicht und musste nachgefüllt werden. Leider habe ich diverse Fingerverletzungen und die blöde Safttüte ging nicht auf. Zuerst nicht. Dann aber plötzlich ganz schnell. Blöde. Die Hälfte des Saftes daneben.
Frischkäse aufs Brot. Leider hat sich viel Flüssigkeit angesammelt. Meine ausgefeilte Hand-Auge-Messer-Koordination hatte noch Pause. Das ganze Frischkäsewasser schwappte aus dem Schälchen. Auf mich. Meine frischen Klamotten. Passt ja. Unten Marmelade, oben Frischkäse.

Ich hasse solche Tage!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

P.S. Ich trinke jetzt erstmal einen Kaffee. Und dann sehen wir weiter.



Montag, 16. April 2012

Guten Morgen,

ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

Bei mir wird es ein anstrengender Tag, die Inspiration sitzt auf der (linken) Schulter und zwingt mich an den Computer. Es wird ein harter Tag für meine Tippsel-Hände, ich kann es jetzt schon spüren.
Mit großer Dankbarkeit stelle ich immer wieder fest, wie gut es ist, das 10-Finger-Schreibsystem einigermaßen zu beherrschen. Manchmal ist Schule doch zu etwas nützlich, auch wenn mein Sohn das heute morgen überhaupt nicht so sehen konnte.
Ich kann mich erinnern, dass mir während einer Ausbildung mal ein Kollege beim schreiben auf der Tastatur zugesehen hat, und völlig fassungslos über meine Schnelligkeit beim Tippen war. Gut, ich muss keine Geschäftspost bewältigen, und für die normale Tastatur bin ich wirklich recht fix. Nur wenn es an Sonderzeichen und Zahlen geht, verliere ich meine Zeit. Ich kann mir einfach nicht merken, welche Finger ich für was nehmen muss. Aber hej, für irgendwas muss man sich immer Zeit im Leben nehmen!

Mein Ziel heute liegt bei zwanzig Seiten - schaun wir mal, ob ich das schaffe. Und das ist nur der eine Teil der Schreibarbeit. Ich habe noch ein paar Dinge mehr zu schreiben und vor allem auch zu lesen. Da bin ich aber möglicherweise nicht ganz so flott.

So. Flotten Schrittes gehe ich jetzt an meine Kaffeemaschine und lege los. Ihnen auch: Frohes Schaffen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 14. April 2012

Die Ehe

Eine Frau heiratet in der Erwartung,
der Mann werde sich ändern.
Ein Mann heiratet in der Erwartung,
die Frau werde so bleiben.

Beide irren.

(Paula Modersohn-Becker)

Freitag, 13. April 2012

Ich muss es tun:

Eine Freundin hat mein Buch (die Printversion) an eine Verwandte verschenkt.
Und ich veröffentliche einfach mal die Bemerkung, die die Verwandte darüber gemacht hat. Weil es mich sehr gefreut hat:

"P.S. habe das Buch schon durchgelesen bzw. fast gefressen und bin schwer begeistert. Treffenderen Humor gibt es nicht und die Spannung noch nebenbei - genial. Habe an einigen Stellen wirklich laut lachen müssen.{...} Ich hoffe sie arbeitet schon an der Fortsetzung. Wirklich eine geniale Story. Viele Grüße an Sia"

Vielen Dank. Ich bin wirklich glücklich bei solchen feinen Bemerkungen. Ich musste allerdings einen Satz streichen. Der hätte zuviel verraten ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 12. April 2012

Hallo!

Ist hier jemand?

Ich gebe zu, ich habe diesen meinen Blog in der letzten Woche sträflich vernachlässigt. Dabei habe ich noch nicht mal einen wirklichen Grund dafür. Ich war einfach Blog-Schreibfaul.

Vorgenommen hatte ich mir verschiedene Themen. Aber ich konnte einfach nicht. Meine Finger haben sich geweigert, mit der Tastatur Kontakt aufzunehmen...

Tut mir leid. Ab heute wird es wieder lebendig hier. Und ich hoffe natürlich, Sie hatten auch schöne Ostern.



Bis dahin, liebe Grüße, Sia