Mittwoch, 30. November 2011

Bergwandern

Ich gehöre zu der Fraktion der begeisterten Bergwanderer.

In den 90igern haben mein Mann und ich damit begonnen. Zuerst war es noch mit sehr mangelnder Ausstattung (Turnschuhe und Shopper-Tasche). Oft sind wir in Schottland gewandert- wer Schottland kennt, weiß, dass Turnschuhe nicht die geeignete Wahl sind. Insbesondere nicht bei gutem schottischen Wetter - das heißt, der Regen kommt leicht von oben und nicht quer...
Ich kann mich gut an mein erstes Paar Wanderschuhe erinnern. Sie hatten ihren ersten Einsatz tatsächlich in Schottland und ich war so begeistert von dem Laufgefühl und der Trittsicherheit, die sich mit diesen Schuhen einstellte, dass ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen konnte, mit anderen Schuhen zu laufen. Unsere Ausrüstung hat sich seither erheblich professionalisiert. Wir haben mittlerweile viele Wander-Urlaube gemacht und uns begeistert einige Berge in verschiedenen Ländern erwandert. Schweißgebadet und fluchend habe ich mich auf so manchen Hubbel gequält.

Ja, gequält.
Es braucht Kondition, es geht ja bergauf. Meistens jedenfalls. Wir haben mal die Nagelfluhkette gewandert, eine 6-Gipfel-Tour vom Hochgrat (Oberstaufen) bis zum Mittag (Immenstadt). Da geht es rauf und wieder runter und wieder rauf und wieder ... Eine Anforderung an die Kondition, die nicht von schlechten Eltern ist. Diese Tour werde ich aus verschiedenen Gründen nie vergessen: einmal war es tatsächlich eine schöne Wanderung. Dann war sie sehr, sehr anstrengend. Und vor allem: während ich an einem der Berge gequält Pause machen musste, zog ein altes Ehepaar lässig an mir vorbei. Und ich habe sie auch nicht mehr eingeholt. Der Trost war mager: wahlweise habe ich mir eingeredet, die beiden Alten machen bestimmt nur den einen Berg, oder aber, wenn ich mal so alt bin, dann kann ich die Jungen auch noch so abziehen. (Beides Humbug :-))

Wenn jemand keine Begeisterung für das Bergwandern aufbringen kann, ist es schwer, ihm zu erklären, was "am Berg" mit einem passiert. Es ist ähnlich wie beim joggen. Wenn man den richtigen Rhythmus hat, dann bringt die Gleichförmigkeit des Laufens (Wanderns) die Gedanken in den Fluss. Wenn die Gedanken fließen, dann kann man die körperliche Belastung spüren, aber sie "belastet" einen nicht. Man quält sich mitunter, aber das quälen ist Bestandteil dieses inneren "Reinigungsprozesses".
Sowohl mein Mann als auch ich hatten Jobs, in denen wir unendlich viel reden mussten. Und wir haben die Stille am Berg genossen. Wir haben stark frequentierte Berge gemieden, also die, die man einfach mit der Seilbahn erreichen konnte. Das trennt die Spreu vom Weizen ganz gut.

Diese Wanderurlaube waren Kraftquellen für den Alltag. Und sie haben mich etwas spüren lassen, was ich zwar schon immer wusste, aber in der Tiefe seiner Bedeutung erst beim wandern tatsächlich erfahren habe:

Wenn man einen Berg vor sich hat, muss man in kleinen Schritten anfangen. Und dann kommt man, Schritt für Schritt, seinem Ziel näher.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 28. November 2011

Ich hätte heute viel zu tun,

aber ich habe mir vorgestern mein erstes E-book gekauft und jetzt -tja. Keine Zeit für irgendwas, weil ich lese. Auf dem Handy. Das Buch ist trotz des kleinen Bildschirms gut zu lesen.

Ich hatte mir von dem E-Book eine Leseprobe geladen - und dann hing ich dran. Eigentlich wollte ich nur meine Kindle-App ausprobieren. Aber wenn ich eine Leseprobe schon so weit gelesen habe und das Buch nicht absoluter Schrott ist, will ich auch wissen, wie es weitergeht.

Nicht nur aus Neugier auf die Geschichte habe ich das Buch gekauft. Auch die formale Aufmachung war für mich interessant.
Immerhin arbeite ich ebenfalls an einer E-Book Veröffentlichung. Und ich kann Ihnen sagen, das Verlagswesen ist harter Stoff. Wenn man sich in diese Materie einarbeitet, kann man verstehen, warum Buchpreisbindung wichtig ist. Und warum Autoren letztendlich vom Erlös des Buches so wenig abbekommen.
Aber ich schweife ab.

Was es für ein E-Book ist?
Erzähle ich erst, wenn ich fertig bin. Noch bin ich nicht entschieden, ob ich es nett finden soll, oder ob doch wieder der Ärger über eine merkwürdige Protagonistin die Überhand gewinnt. Bislang sind beide Gefühle vorhanden. Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen und immerhin halten sich die eher langweiligen Abschnitte noch zurück. Wie auch immer, ich lasse sie bei passender Gelegenheit wissen, wie das Buch heißt und wie ich es fand.

Was mich an der formalen Ausstattung des Buches irritiert hat, sind die fehlenden Seitenzahlen. Da wird von "Positionen" gesprochen. Noch weiß ich nicht, ob das Kindle-spezifisch ist, oder ob es an der besonderen Formatierung dieses Buches liegt. Aber Buch-Formatierungen sind, egal ob Print oder elektronisch, eine Schule für sich. Nicht umsonst gibt es Fachleute mit Ausbildung dafür, dass weiß ich jetzt sicher.

Wenn Sie sich für ein E-Book Reader interessieren, dann sollten Sie sich vor dem Kauf gut informieren. Es gibt sehr unterschiedliche Geräte und nicht zu jedem Reader gibt es auch eine umfangreiche Bibliothek. E-Books müssen in bestimmten Formaten vorliegen, um von den Lesegeräten erkannt zu werden. Schauen Sie sich im Internet um, bevor Sie sich in einem Buchladen zu einem spontanen Kauf hinreißen lassen.

Ach quatsch! Ich vergaß ja: E-Books gibts in den meisten Buchläden ja gar nicht. Wird sich nicht durchsetzen ... ( Nochmal zum nachlesen:http://siawolf.blogspot.com/2011/10/laut-gelacht.html )

Also dann. Setze ich mich mal wieder mit meinem Handy und einem frischen Kaffee an die Heizung und genieße es, dass ich der Zeit so weit voraus bin ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 25. November 2011

Eskalation im Advent

Ich sitze zwischen Kisten und Kästen, halb ausgepackten Weihnachtsmännern, nackten goldenen Engeln, Kerzen in verschiedensten Farbtönen, Adventsdekorationen jeglicher Art und weiß schon jetzt, wie es enden wird:

In einer Eskalation. In vier Wochen hat sich der Umfang des Advents- und Weihnachtsschmucks meines Haushaltes um ein Drittel erhöht. Warum? Weil ich in all dem vorweihnachtlichen Dekorationschaos nie das finde, was ich suche.

Ich könnte sagen, das ist das Thema des Lebens: die ewige Suche.

Mach ich aber nicht. Stattdessen erzähle ich Ihnen, wie sehr ich Eskalationsgeschichten liebe. Nicht unbedingt im eigenen Leben. Aber Nachbarschaftsgeschichten, die auf dieser Erzählebene basieren, schätze ich sehr. Ebenso wie Angebote aus den Medien, die sich diesem Stil verschreiben.

Eine der schönsten Eskalationen die ich kenne, ist diese:

http://www.youtube.com/watch?v=ORgsstGBWhU

Viel Spass und gute Unterhaltung!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 24. November 2011

Peinlichkeiten

Ich habe gestern die Vorschau eines Filmes gesehen: "Der Gott des Gemetzels".
Es geht um zwei Elternpaare, die sich über ihre Sprößlinge unterhalten müssen. Auslöser der Situation war ein Streit zwischen beiden Kindern, der damit endete, dass ein Kind dem anderen die Vorderzähne ausgeschlagen hat.

Jetzt begibt sich also Elternpaar A zu Elternpaar B, um die Situation zu klären. Zunächst scheint das auch zu gelingen, aber plötzlich eskaliert die Situation.

Warum ich dass erzähle? Weil ich heute Morgen über Kate Winslet gelesen habe. Sie muss sich in dem Film erbrechen und wurde gefragt, ob ihr das peinlich war - was sie damit beantwortete, dass ihr seid der Geburt ihrer Kinder nichts mehr peinlich ist.

Ich musste lachen, als ich das las. Das kann ich so gut nachvollziehen. Ich kann mich erinnern, dass ich früher immer dachte: Oh je. Das muss den Frauen sooo peinlich sein, wenn da alle im Kreißsaal zwischen ihren Beinen liegen und auf das Köpfchen des Kindes warten. Und wenn dann sogar noch der Darm nicht ganz leer ist ...

Da war ich wirklich naiv. Es gibt, glaube ich nichts, was einem unter der Geburt so scheißegal ist, wie die Menge der Menschen die da zugucken. Ob Männlein, Weiblein oder Hund - ich hab meinem Mann danach gesagt: "Du hättest hier ne Schulklasse durchschleusen können - es wäre mir völlig wurscht gewesen!"

Damit fängt der Verlust des Peinlichkeitsgefühl an.

Später habe ich in der Öffentlichkeit gestillt. Zwar ungern, weil ich diesen intimen Moment mit meinem Kind auch genießen wollte, aber der junge Mann wollte alle zwei Stunden an die Brust- da wird der Bewegungs-Radius schon sehr klein. Also habe ich es mir abgewöhnt, mich an den Blicken anderer zu stören.

Noch später musste ich mein Kind unterhalten, wenn knatschige Zeiten waren. Auch mit Gesang. Ich habe früher niemals freiwillig in der Öffentlichkeit gesungen (nicht mehr nach einer öffentlichen Gesangsdarbietung im Musikunterricht der Grundschule ...).
Aber was soll ich sagen. Völlig losgelöst von allen Peinlichkeitsgefühlen habe ich mein Kind in der Öffentlichkeit besungen. Laut. Wahrscheinlich auch schief.
Aber peinlich war es mir nicht.

Es geht noch schlimmer: ich habe zuhause keine Schlüssel an der Toilettentür. Damit sich der Knirps nicht versehentlich einschließt. "Zuhause" kenne ich das von vielen Eltern. Aber als ich noch mit Kinderwagen unterwegs war und die Beckenbodenmuskulatur noch nicht wieder vollständig erholt war, da musste ich auch unterwegs häufig auf die Toilette. Der Kinderwagen mit dem greinenden Kind passt leider nicht in die Kabine. Also blieb die Tür auf- was sollte ich auch sonst machen?
Schön, wenn man dann erlebt, wie eine Frau den Raum betritt und verständnisvoll feststellt: "Ich kenn das. Gell, wenn man Kinder hat, ist einem nichts mehr peinlich!"

Kinder fordern einen heraus. Immer wieder. Aber sie bringen einem auch Wesentliches bei:
Nichts ist so überflüssig wie ein überdimensioniertes Peinlichkeitsgefühl.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 23. November 2011

Dekorationen, weihnachtlich

Meine winterlich/weihnachtlichen Schmück-Aktionen schreiten fort. Jeden Tag eine Kleinigkeit.
... diese Kleinigkeiten sind es übrigens, die mich nach den Feiertagen zum Wahnsinn treiben: ich finde nach dem abschmücken der X-Mas-Deko immer noch irgendwo irgendeine "Kleinigkeit". Ich habe mir schon eine extra Reste-Kiste für diese Fälle zugelegt ...

Am Wochenende habe ich mit klammen Fingern die künstliche Grüngirlande an der Balkonbrüstung angebracht, die Beleuchtung fehlt allerdings noch. Ich müsste vorher in den Baumarkt und die Leuchtmittel für die Lichterkette ergänzen.

Blöde Sache.

Ich neige dazu, mir nach Weihnachten immer aufzuschreiben, welche Dinge der Dekoratationen ergänzt, bzw. ersetzt werden müssen. Und schreibe mir auch genau auf, welche Lämpchen wohin gehören. Bedauerlicherweise verschlunze ich diese - meist sehr kleinen! - Erinnerungszettel immer. Und dummerweise neige ich auch dazu, die weißen Anhänge mit den technischen Spezifikationen, die an den Lichterketten hängen, aus optischen Gründen abzuschneiden. Um dann ein Jahr später festzustellen: "Hm. Wo steht denn bloß, was hier für ein Birnchen rein muss?" Meistens erinnere ich mich dunkel, dass ich es war, die die entsprechenden Informationen entsorgt hat.
Manchmal finde ich sogar den kleinen Erinnerungszettel. Das passiert oft so gegen Ostern, wenn ich den letzten Weihnachtsmann, der sich in der hintersten Ecke versteckt hat, gefunden habe. Dann lege ich den Erinnerungszettel an einen Ort, den ich ganz bestimmt nicht vergesse.

Meinen Schreibtisch ...

Zu Pfingsten räume ich dann meinen Schreibtisch mal wieder auf und finde Tausende von Zettelchen. Oft mit kryptisch anmutenden Ziffern/Zahlenkombinationen. Manchmal fällt mir ein, was diese Zahlenkombinationen zu bedeuten haben. Die Spezifikationen für die Lichterketten. "I" für Innenlichterketten, "A" für Außenlichterketten. Das Blöde ist, dass ich diese Zettel dann finde, wenn Weihnachten mit allem Schnick und Schnack soweit von meiner frühlingshaften Stimmung entfernt ist, dass mir nicht im Entferntesten einfällt, was diese kryptischen Zahlenreihen zu bedeuten haben. Solche Zettel entsorge ich dann gerne - oder lege sie ab. In einem besonderen Umschlag. In einem besonderen Schreibtischfach.

Was soll ich sagen. Es gibt Tage, an denen fühle ich mich wie ein Eichhörnchen. Ich weiß, dass ich Nüsse gesammelt und versteckt habe. Aber ich weiß nicht mehr wo!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Montag, 21. November 2011

Ein schönes Wochenende

hatte ich.

Nachdem ich im Keller alles gefunden hatte, was ich suchte, hat sich die Entspannung eingestellt. Heute morgen hat mir ein Nachbar erklärt, dass der Keller der Spiegel des Unterbewussten sein soll - aber wieso eigentlich 'Unterbewusst'? Ich weiß über mein innerliches Chaos genau Bescheid, dazu muss ich nicht mein Unterbewusstsein bemühen...

In diesem unterbewusst-bewussten Kellerchaos habe ich jedenfalls nicht nur Geräte und Kabel gefunden. Nein. Auch eine Auswahl von Spielen aus meiner Kindheit kam mir aus einem Regal entgegen. Mit den passenden Erinnerungen.

Warmes Licht, Plätzchen auf dem Tisch, der Rauch meines Vaters (na gut, den Rauch brauch ich heute nicht mehr...) und die große Familie spielend um den Tisch versammelt. Wir haben jedes Fernsehprogramm für einen gemeinsamen Spiele-Abend stehen gelassen. Wir Kinder haben jedes Jahr zu Weihnachten ein Gesellschaftsspiel geschenkt bekommen. Ich kann mich erinnern, dass wir nicht nur unseren 'persönlichen' Geschenken entgegenfieberten, sondern uns immer ganz besonders auf das neue Spiel freuten. Und natürlich haben wir es gleich am heiligen Abend gespielt.
Eines unserer Spiele-Favoriten war 'Lingua', ein Spiel, bei dem aus willkürlich gezogenen Buchstaben unter bestimmten Regeln Worte gebildet werden mussten. Ein paar dieser Worte sind uns bis heute im familiären Sprachschatz erhalten geblieben. Ein anderes Lieblingsspiel war Rommé. Stunden haben wir damit verbracht. Selbst wenn man verloren hatte, hatte man Spass. Es waren schöne Abende.

Gestern hatte ich so einen schönen Spiele-Nachmittag. Mein Kind hatte in dem Haufen aus dem Keller zwei Spiele entdeckt, die er interessant fand. Einmal den Orientexpress, eine Krimi-Spiel und einen Klassiker: Auf Achse.

Wir haben beide gespielt, aber 'Auf Achse' ist einfach besser. Wir hätten noch länger spielen können, wäre nicht plötzlich die Sonntag-Abend-Realität über uns hereingebrochen. Baden, Abendbrot, Lesen, Vorlesen - wir haben das Spiel ungern beendet. Und wir werden nächstes Wochenende sicher wieder spielen.

Sollten Sie auch mal wieder tun. Es macht einfach Spass!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 18. November 2011

Keller und Kabel

Es gibt Dinge, die wiederholen sich in Rhythmen.
Jahreszeiten selbstverständlich, aber auch Geburtstage, Feiertage und Ferienzeiten. Genauso selbstverständlich, wie diese rhythmischen Abfolgen im Jahresverlauf sind, genauso selbstverständlich stehe ich einmal im Jahr im Keller. Es ist nicht Gruseln von Halloween, was dafür sorgt, dass sich meine Nackenhaare hochstellen.

Es ist der blanke Horror - das Chaos, dass sich rücksichtslos im Keller breitmacht.

Dagegen kann ich nicht an-räumen.
Verzweifelt versuche ich immer wieder, diesen desaströsen Irrsinn irgendwie in den Griff zu bekommen. Erfolglos. Ich könnte depressiv werden, wenn ich meine diesbezüglich gescheiterten Versuche alle aufzählen würde.

Seit mehreren Wochen suche ich ein technisches Gerät. Ich brauche es für eine Veranstaltung, aber was soll ich sagen? Es ist aussichtslos, in diesem Keller irgendetwas zu finden. Ich habe noch nicht mal eine Idee, wo es sein könnte, geschweige denn, dass ich mich erinnern könnte, wie ich das Gerät verpackt habe...

Heute morgen habe ich ein Kabel gesucht. Eigentlich einen Beutel mit verschiedenen Kabeln und Adaptern. Weil ich das technische Gerät, dass ich gesucht habe nicht gefunden habe, habe ich mir eine Alternative überlegt. Dafür brauche ich die Kabel und die Adapter. Ich wollte mir den Neukauf ersparen.
Nun ja. Was soll ich sagen? Das Chaos betrifft auch Kabelbeutel. Aber ich war trotzdem erfolgreich: Ich habe das gesuchte technische Gerät gefunden. Jedenfalls einen Teil davon. Jetzt fehlt mir nur noch die Fernbedienung. Ich kann mich erinnern, sie war klein und grau.

Keine guten Vorraussetzungen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 17. November 2011

Gestern

wollte ich einen bitterbösen Blog verfassen. Über Gemeindeverwaltungen, ihre Kundenunfreundlichen Öffnungszeiten und miesepetrigen Mitarbeiter.

Geschenkt.

Manchmal ist es gut, eine Nacht über seinen Zorn zu schlafen.

Soll ich mir wirklich noch ne Falte anärgern? Och nö. Nicht heute.
Normalerweise sag ich ja immer, man muss seinen Frust am richtigen Adressaten loswerden. Sie, meine LeserInnen, sind definitiv nicht die Adressaten meines Frustes. Deshalb werde ich heute hier keinen zornigen Text hinterlassen und insgeheim tröste ich mich mit dem Gedanken: man trifft sich immer zweimal im Leben. Auch miesepetrige Mitarbeiter kommen mal in die Verlegenheit, etwas von einem zu wollen ...

Mein Thema heute ist Advent! Bald ist er da, der erste Advent. Mein Kind ist schon im Weihnachtsfieber. Beim Frühstück heute morgen hatte er ganz glänzende Augen, als er laut über den Adventskalender nachdachte. Ob er denn in diesem Jahr auch wieder einen bekommt? Und was für einen? Ob die Mama da schon etwas geplant hat? Oder sogar schon eingekauft hat? Und dann wird noch rasch, zwischen Frühstück und Zähneputzen, etwas von dem bunten Teller genascht, den ich schonmal vorbereitet habe.


Die Dekoration mit Beleuchtung muss noch etwas warten. Traditionell gibts bei mir die Lichter erst nach dem Totensonntag. Aber ick froi mia druff!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 15. November 2011

Geschafft!

Es brauchte einen Piccolo und eine Tüte Chips.

Jetzt gackern sie nicht mehr!


Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 14. November 2011

Eigentlich

sollte ich heute glücklich und zufrieden sein.

Meine gestrige Aktion war erfolgreich. Das Cover steht. Jedenfalls in der grundsätzlichen Form. Es braucht noch etwas Feinschliff, aber im Grundsatz hat sich dieses Problem nun endlich erledigt. Auch der Buchtitel steht. Selbst die Entscheidung für die Schriftart ist bereits gefallen. Aber:

Was nicht geht, ist der Klappentext hinten drauf. Sie erinnern sich? Ich hatte ihn schon mal eingestellt und mittlerweile finde ich ihn völlig daneben.
Gestern Abend habe ich auch noch eine wesentliche Änderung im Buch selbst vorgenommen. Ich habe gelöscht. Ich habe einen Absatz gelöscht, der an sich zwar völlig in Ordnung war, aber inhaltlich einfach nicht passte. Er war überflüssig. Er trug nichts zum Fortgang der Geschichte bei, er erläuterte keine Handlungsweisen - es war einfach das dröge Geschwätz einer sabbelnden Autorin.

Weg damit.

Ich bin dabei, zu optimieren. Die Druckkosten dürfen nicht außer acht gelassen werden, und Druckkosten orientieren sich nun mal an der Seitenanzahl des Buches.
Habe ich zu Beginn meiner schreibenden Tätigkeit noch immer gedacht, zwei geschriebene Seiten im Textprogramm ergeben ja "nur" eine Seite im Buch, kommt man ins Zweifeln, wenn man schreibt und schreibt und schreibt. Es sollte ja schließlich keine Kurzgeschichte werden, sondern eine ganzes Buch. Mit etwa 300 Seiten.

So, nun stehe ich da. Eine Normseite wird mit 1500 Zeichen berechnet. Mein Buch hat 781.507 Zeichen. inclusive Leerzeichen. Geteilt durch 1500 ergibt es einen Umfang von 522 (gerundet) Seiten.

Umpf. Da kann ich ruhig was streichen und stehe immer noch da, mit einem Buchblock, der alle Kostenstrukturen über den Haufen schmeißt. Wie kriege ich da noch 22 Seiten rausgestrichen?

Mein Kopf ist voll. Heute morgen bin ich mit einer Geschichte im Kopf erwacht, die sich gerade überhaupt nicht in mein Konzept einarbeiten lässt. Ich habe keine Zeit, mich um diese Geschichte zu kümmern. Das ist bitter.

Meine Pläne, einen Verlag zu gründen, stehen im Moment Kopf, weil ich nicht weiß, welche rechtlichen Konsequenzen es für mich hat. Und vor allem Finanzielle. Man wird mit einem Gewerbe Zwangsmitglied in der IHK. Will ich das? Was kostet mich das? Übersichtliche Kostenstrukturen habe ich auf der für mich zuständigen Internetseite leider nicht gefunden. Dienst am Kunden?
Heute ist kein guter Tag für mich. Mein Kopf brummt, mit allem was ich weiß, nicht weiß, wissen müsste und ich bin verunsichert in meinem Tun. Ich fühle den Takt der Uhr als mahnendes Zeichen, jetzt endlich in die Pötte zu kommen. Es hat fast den Anschein von Trennungsangst. Je weiter der Prozess der möglichen Buchveröffentlichung voranschreitet, um so unsicherer werde ich mit allem, was ich tue - oder geschrieben habe. Da hilft nur eins:

Ich werde mich jetzt hinsetzen und den Klappentext neu schreiben. Das ist eine zielorientierte, aber kreative Tätigkeit und ordnet (vielleicht) das hühnergleiche Gegackere in meinem Hirn.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 12. November 2011

Gänsefüßchen

Ich habe ja noch einen Blogeintrag für heute versprochen.

Das Thema, dass mich gerade sehr beschäftigt, ist Buchsatz. Alles was dazu gehört.
Um mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, habe ich mir verschiedene Bücher angeschafft, unter anderem auch: "Buchsatz für Autoren", von Heinz W. Pahlke. Ein äußerst hilfreiches Buch.

Ich staune. Und ich lerne.
Schier Unglaubliches erfahre ich aus diesem Buch. Wussten Sie, dass die Gänsefüßchen, die man im normalen Schriftverkehr nutzt, nämlich die, die über der Ziffer 2 angeordnet sind, gar keine Gänsefüßchen sind?
Nein, es sind die Zeichen für Zoll (die Maßeinheit). Wo man die echten Gänsefüßchen findet? Das hängt vom verwendeten Schreibprogramm ab. Meistens unter den "Sonderzeichen".

Noch schlimmer finde ich die verschiedenen Sorten von waagrechten Strichen.
Es gibt den Bindestrich, den (etwas längeren) Gedankenstrich, das Minuszeichen und den langen Gedankenstrich, der glücklicherweise aber nur im Amerikanischen benutzt wird.

aus Wikipedia:

Das typografisch korrekte Minuszeichen ist identisch mit dem waagerechten Balken im Pluszeichen (+) und hat die gleiche Länge wie die beiden parallelen Linien des Gleichheitszeichens (=). Höhe, Breite und Position dieser Rechenzeichen sind auf das Aussehen der Ziffern Null bis Neun abgestimmt.
Der Bindestrich
(auch Trennstrich, Divis, Viertelgeviertstrich) dagegen ist deutlich kürzer und liegt tiefer als das Minuszeichen.
Der Gedankenstrich
(Halbgeviertstrich) hat zwar in vielen Schriftarten die gleiche Länge wie das Minuszeichen, liegt aber oft etwas tiefer.

Wie kompliziert kann man es machen?
Warum muss ein Unterschied zwischen einem Gedankenstrich und einem Bindestrich herrschen? Mir ist es nicht so klar. Dass ich einen Gedanken, den ich mit einem " - Entschuldigung. Erstens habe ich das Zollzeichen anstatt es Anführungszeichen und zweitens nicht der Gedankenstrich, sondern der Bindestrich benutzt.
Es ist Ihnen nicht aufgefallen? Nun, da geht es Ihnen wie mir. Vielleicht ist die Intension dieser Regelung, dass der Gedankenstrich die Wichtigkeit und Bedeutung, die ein eingeschobener Gedanke hat, durch seine etwas längere Strichführung unterstreicht.

Wenn Sie mich persönlich fragen: da wollte sich jemand wichtig machen. Wahrscheinlich ein Mann :-)

Ich werde im täglichen Schriftverkehr weiter die auf der Tastatur angeordneten "schmutzigen" Anführungszeichen nutzen. Sowohl die einfachen, als auch die doppelten. Der Apostroph soll sich nicht so anstellen. Ob er ein Accent aigu, ein Accent grave oder der Richtige ist (liegt auf der Raute-Taste) ist mir einfach wurscht.

Jedenfalls privat. Im Buch halte ich mich an die Regeln. Wenn ich sie begriffen habe und in meinem Schreibprogramm die ganzen spannenden Sonderzeichen entdeckt habe.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Ach, wie gern würde ich jetzt bloggen

... aber der Fußball ruft.

Schauen Sie heute am späten Nachmittag nochmal rein. Dann habe ich es hoffentlich geschafft, einen Text einzustellen.

Gestern Abend war der Wein einfach zu gut, um ihn vor dem Rechner zu trinken und dabei den Text für den Blog heute vorzubereiten ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 11. November 2011

Weihnachtsgeschenke

So, es beginnt der Countdown. Ich werde die nächsten Wochen nur noch mit dem suchenden Blick der Geschenke-Suchenden durch die Geschäfte streifen.

Wenn Sie jemand beschenken möchten, der Interesse an Fotografie hat und die Eiswüsten liebt, dann kommt hier eine Buchempfehlung:


Es sind tolle Bilder und schöne Texte. Mir hat es so gut gefallen, dass ich es kürzlich verschenkt habe. 
Was den Autor betrifft: ich gestehe: ich dachte, wieder so ein Schwätzer vor dem Herrn. Aber nein: Herr Lanz, der kanns!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 10. November 2011

Papiermüll

Ich habe versucht, die letzten Tage etwas Übersicht über meine papiernen Ablagen zu erhalten.

Es ist hoffnungslos.

An meiner Seite stehen Regale, von oben bis unten voller Ordner. Die Papiere darin sind wild geordnet. In regelmäßigen Abständen versuche ich das Chaos neu zu sortieren und denke mir ein neues Ordnungssystem aus.
Leider funktioniert es nicht lange und dann habe ich es auch irgendwann wieder vergessen, wie ich die neue Ordnung eigentlich angelegt hatte... Irgendwie ist meine äußere Ordnung so angelegt wie meine Innere: kreatives Chaos. Meistens ich finde mich ganz gut zurecht ;-) - zur Überraschung meines Mannes...


Hinter mir steht ein Karton voller Papier. Es ist der Ausschuss meines Buches. Zum Teil schon zweiseitig bedruckt. Kiloweise! Es sind mindestens 6 (große) Ordner, die da hinter mir liegen, und zusätzlich jede Menge unsortierte Stapel, die nur auf einanderlagern.
Es tut mir leid ums Papier, deshalb liegt es noch dort. Ich kann doch nicht Papier wegwerfen, dass man noch einseitig verwenden kann?! Schmierpapier habe ich schon zur Genüge. Mein Kind malt nicht so viel, aber könnte natürlich ein Teil des Papiers dafür nutzen. Und der Rest? Kann man den nicht auch noch irgendwie nutzen?

Gut, ich gebe es zu, Geschäftskorrespondenz muss auf frischem Papier gedruckt sein - oder?

Man stelle sich vor, eine Kündigung für den Stromanbieter und hinten drauf ein Auszug aus meinem Buch. Hm. Oder ein Schreiben an das Bürgeramt. Vielleicht noch mit einer handschriftlichen Notiz hinten drauf, wo das Werk demnächst erscheint?

Vielleicht sollte ich meine Marketingstrategie nochmal überdenken....

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 9. November 2011

Blumen

Ich wollte nicht viel schreiben heute. Weil ich endlich mal wieder "richtig" am Buch arbeite und mich nicht nur lesend mit irgendwelchen Informationen zur Verlagsgründung oder Layout oder anderen "ekligen" Dingen beschäftige.

Wenn ich fleißig bin, bin ich heute Abend tatsächlich fertig. Deshalb zur Motivation  einen kleinen Blumenstrauß:



Ein nettes Bild für Sie und für mich Schreibzeit, die ich heute nicht dem Blog widme.
Wenn Sie Zeit und Geld haben, dann gehen Sie in einen Blumenladen und gönnen sich auch einen schönen Strauß. Bei fiesem November-Nebelwetter ist das wirklich ein kleiner Lichtblick!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 8. November 2011

Tee-Saison

Für mich ist der Herbst und Winter immer die Tee-Saison. Es gibt keine Jahreszeit, in der ich so gern und so viel Tee trinke, wie in diesen beiden Jahreszeiten.
Meine Teebestände sind aufgefüllt und nach dem letzten Besuch bei meinen Schwiegereltern ist auch mein Lieblingstee wieder im Haus.

Ich trinke vorwiegend aromatische Kräutertees. Schwarzen Tee trinke ich seltener. Er macht sich bei mir bei häufigerem Genuss gern schmerzhaft an der Galle bemerkbar.
Aber er schmeckt mir gut. Gern auch mit Rum.

So einen leckeren, frisch gebrühten schwarzen Tee trinke ich am liebsten auf einer der friesischen Inseln. Im netten gemütlichen Café hocken, während draußen der höllische Wind über menschenleere Promenaden peitscht und die aufgewühlte Gischt des unruhigen Meeres über die Kaimauern sprüht. Dann, innen vor großen Panoramafenstern sitzen, in das trübe Novemberwetter schauen und dabei schwarzen Tee mit Rum und Kluntjes trinken und dazu ein Stück Torte mit frischer Sahne genießen - einfach himmlisch.

Ach, es gibt Momente, in denen kann auch ein kalter, nasser und trüber November Entzücken hervorrufen. Früher waren die Kurzurlaube im November auf den Inseln wie eine kleine Kur für mich. Endloses laufen am verlassenen Strand, bis man kalt und durchgefroren in einem netten Lokal landet. Lesen bis zum abwinken und nur dann und wann noch einem anderen Urlauber begegnen, der die gleichen Ambitionen hat, wie man selbst - nicht viel reden, mehr die herbe Witterung der Insel genießen.

Nun sitze ich aber gerade leider nicht in einem netten Insel-Café. In meinem Becher ist Kräutertee ohne Rum, und auch das Meer ist definitiv nicht von meinem Büro aus zu sehen.

Dafür habe ich aber ein traumhaftes Sonnenlicht im Zimmer. Der November entpuppt sich dieses Jahr als schönster Altweibersommer-Monat.

Da kann ich sogar auf den Rum im Tee verzichten!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Montag, 7. November 2011

Eigentlich

wollte ich etwas über "Schlagzeilen des Tages" erzählen. Die, die in meiner Tageszeitung heute die dicke Überschrift ist, und meine persönliche, die mal wieder eine überraschende Trennung eines Paares beinhaltet.

Aber es gelingt mir nicht wirklich, da einen sinnvollen Text zu entwickeln. Es liegt möglicherweise daran, dass mir eine Situation von Samstag nicht aus dem Kopf geht.
Eine Bekannte hat mir von einem Fest-Besuch erzählt, und wie der Markt der Eitelkeiten dort aussah. Sie hatte sich auch entsprechend zurechtgemacht und eine besondere Frisur getragen, nämlich Zöpfe. Nun trägt sie normalerweise einen kinnlangen Bob, da ist nicht viel Material zum Zopf binden vorhanden. Also war sie beim Friseur und hat sich die Zöpfe anflechten lassen.
So weit, so gut. Auf dem Fest ging es ums taxieren und taxiert werden - wenn wir ehrlich sind, ist das auf den meisten Festen so.
Sie wurde angegraben. Und hatte irgendwann die Nase voll und wollte Klarheit schaffen bezüglich Schein-und-Sein. Und hat sich die Zöpfe aus den Haaren genestelt, um die Wahrheit zu demonstrieren.

Ich hab gelacht. Einmal, weil ich es so typisch für diese Frau finde. Und weil es mich hinreißt, wenn jemand so knallig ist.
Wieviele Frauen machen das schon? Die hergerichtete hübsche Fassade auf einem Fest als "nur einen Teil der Wahrheit" zu outen?

Wer schonmal Bauch-Beine-Po-Strumpfhosen getragen hat, wer einen Push-up-BH sein eigen nennt, wer Body-Tape zum hochhalten der Brüste benutzt und wer Shapewear unten drunter trägt, um die Pölsterchen wegzuquetschen (zu "modellieren" ;-)), weiß, was ich meine.

Und die Vorstellung, was so manche Schönheit auf Festivitäten wirklich "unten drunter" trägt, ist schon erheiternd. Noch erheiternder ist für mich die Vorstellung, wenn eine solche Dame einen Verehrer erhört und sich beim ausziehen als "so wie gesehen ist es nur ein Teil der Wahrheit" outen muss.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Sonntag, 6. November 2011

Eine kurze Nacht

liegt hinter mir. Mit Tanz, Tombola und Trallala. War nett. Ich hatte Spaß.

Wie versprochen kommt hier ein Bild vom Outfit:



Sehen Sie mir nach, dass ich mir heute nicht soviel Mühe mit dem Freistellen gemacht habe. Ich bin noch ein wenig müde!

In diesem Sinne, schönen Sonntag noch, ich werde mich jetzt wieder auf die Couch begeben, meinem bevorzugten Aufenthaltsort heute. Und Dank meines Mannes, der die Kinderbetreuung heute komplett übernommen hatte, bin ich morgen wieder erholt und mit mehr Text im Blog. Bestimmt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 5. November 2011

nur ganz kurz:

Ich hab nicht heulend vor der Nähmaschine gesessen. Bin sogar mit meinem Outfit zufrieden.

Bild kommt morgen. Wenn das Fest überstanden ist.... (und ich wieder unter den Lebenden!)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 4. November 2011

Auf den letzen Drücker

Ich bin heute in Eile.

Morgen Abend habe ich etwas vor. Ich gehe aus. Auf ein Fest, das im Dorf ein Event ist.

Und mein Kleiderschrank ist leer.
Mein Stoffkörbchen voll.

Wieso komme ich zwei Tage vor dem Ereignis auf die schwachsinnige Idee, mir eben noch ein Kleid zu nähen? Wahrscheinlich hat mir die Übelkeit der letzten Tage das Hirn entsprechend vernebelt.
Heute morgen habe ich mich entschieden, zumindest den Versuch zu wagen, mir noch ein Outfit für morgen Abend zusammenzustoppeln. Also, nicht irgendeinen Fummel, sondern etwas, dass den Anschein von "festlich" hat. Mal sehen wie weit ich komme. Immerhin ist Freitag und die To-Do-Liste für heute ist lang.
Außerdem ist mir im Moment alles Recht, was mich hindert am Buch weiterzuarbeiten. Der Frust ist einfach zu groß, wenn gar nichts klappt, gerade dann, wenn es eigentlich endlich rund laufen sollte...
Und wenn ich heute Abend heulend vor der Nähmaschine zusammenbreche, dann hat es sicher nicht nur etwas mit dem missratenen Kleid zu tun, über das ich verzweifle.
Sie werden es morgen spätestens wissen. Und wenn es mit dem Kleid nicht klappt, dann geh ich halt in Sack und Asche. Oder nur mit Hut.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 3. November 2011

Heute wird ein guter Tag!

Glauben Sie mir, heute wird ein guter Tag! Es muss einfach so sein.

Warum?

Weil die Sonne scheint.
Weil heute schon Donnerstag ist und das Wochenende naht.
Weil alle Tränen der Woche gestern im Kino draufgegangen sind. Die Tränenkanäle sind durchgespült, die Augen glänzen wieder und die dicken Ringe unter den Augen, die man oft nach dem heulen hat, sind abgeschwollen.

Gestern war Kinotag. Sie erinnern sich? In regelmäßigen Abständen gehe ich ins Kino. Nicht in irgendeine Vorstellung, nein. "Womens Night" muss es sein.

Der Film, der aktuell läuft, heißt: "Zwei an einem Tag".
Ein Frauenfilm zum heulen. Nicht nur, aber wenn die Tränen fließen müssen, dann schon kräftig. Es ist keine "durch-und-durch" Film-Empfehlung. Aber wenn Sie in der Stimmung sind und bittersüße Filme mögen, dann sind Sie mit diesem Film gut bedient.
Mir hätte ein anderes Ende gutgetan.

Bei irgendeiner Filmkritik, die ich im Vorfeld gelesen/gehört habe, wurde der Hauptdarsteller erwähnt. Dass ihn in Deutschland bisher kaum einer kennt, und dass sich das nach diesem Film ändern würde.

Dem möchte ich zustimmen. Jim Sturgess heißt der Gute. Gehört in die Gattung der "Zuckerstückchen".
Zur allgemeinen Orientierung:
Ryan Gosling gehört in die Gattung: "Zuckerstückchen mit Sahnehäubchen". In diese Kategorie gehören auch noch George Clooney und Brad Pitt.
Deutsche Schauspieler, die dieser besonderen Spezies angehören, fallen mir spontan nicht ein. Aber ich werde darüber nachdenken und es Sie wissen lassen.
Oder Sie schreiben mir ihre Vorschläge!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 2. November 2011

Mich hats erwischt.

Trotz des traumhaft sonnigen und angenehm temperierten Wetters hat mich die Krankheit erreicht.
Zwei Wochen kämpfe ich schon mit den lästigen Plagegeistern, die einen gewöhnlich ab November heimsuchen, aber gestern musste ich mich ergeben:
Der Magen-Darm-Virus, der in meinem Umfeld in verschiedensten Varianten grassiert, hat mich erwischt. Ich habe wohl noch Glück. Die Kombination mit einer heftigen Erkältung bleibt mir erspart. Bisher "simmert" der Rotz nur so latent in meinem Körper vor sich hin. Ich vermute, er wartet darauf, dass mich der Magen-Darm-Virus so schwächt, dass er leichtes Spiel mit mir hat. Und dann wird er sich mit Vehemenz auf mein Immunsystem stürzen und mich fertig machen.

Soll er doch, der blöde Rotz. Er wird schon sehen was er davon hat: er landet erst im Taschentuch und dann im Mülleimer. Und sollte er sich trauen und sich nochmal in diesem Jahr bei mir blicken lassen, dann ist mein Immunsystem so auf Trab gebracht, dass er direkt einen auf die Mütze kriegt. Der blöde Rotz.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Dienstag, 1. November 2011

Gelüste

Ich könnte den ganzen Tag essen. Andauernd motzt mich mein Magen an, dass er Hunger hat. Oder er signalisiert, dass er sich nicht ganz wohl fühlt und ich interpretiere das als "Hunger".

Das nervt! Es nervt mich ohne Ende. Ich möchte endlich wieder in meine Hosen passen, ohne die Kneifzange beim Anziehen zu verwenden. Das hat meine Mutter früher immer gesagt: bei den Jeans, die so eng sitzen mussten. "Na, die kann man ja nur mit der Kneifzange anziehen!"
Eine meiner Freundinnen hat sich immer in die Badewanne gelegt und die Hose noch feucht angezogen. Die ist dann quasi als 2.Haut an ihr getrocknet. Manchmal hat sie sich ein bisschen trocken gefönt, aber meistens war die Hose noch klamm, wenn wir abends ausgegangen sind. Ausziehen konnte sie die Hose auch nur im Liegen. Und regelmäßig musste ihr mindestens eine(r) dabei helfen.

Bei mir ging das nicht. Wenn ich versuchte, mir eine so enge Jeans anzuziehen, brach mir regelmäßig der Schweiß aus. Und ich hatte immer die unterschwellige Angst, nie wieder allein aus dieser Hose zu kommen. In der Disco dringend auf die Toilette müssen und die Hose nicht runterkriegen? Ein Alptraum!
Allein schon deshalb waren die Jeans bei mir nie so knalleng, wie bei meinen Freundinnen. Außerdem waren meine Beine deutlich dicker. Bei einer Schulkameradin konnte ich sehen, wie blöde es aussah, wenn die Beine zu dick und die Hose zu eng war. So aussehen, das wollte ich nicht. Ich wollte auch nicht das merkwürdige Bewegungsmuster haben, dass man entwickelt, wenn man aufgrund der engen Hose die Beine nicht normal nach vorn bewegen kann. Dann muss man das Becken beim laufen mit drehen und schwingt das Bein über die Seite nach vorn. Dieser Gang sieht nach "zu dicker Frau in zu enger Hose" aus. Achten Sie mal drauf. Völlig bescheuert.

Ich werde meinen Magen jetzt auspolstern, damit das ständige Hungergefühl nachlässt. Heißen Tee, warme Suppen und jede Menge Möhren. Das knabbern an den Rüben verbraucht sowieso schon Kalorien, ist gut für die Augen und hilft mental, über den Verlust von Schokolade hinwegzukommen. Jedenfalls kurzfristig.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia