Freitag, 30. September 2011

Schuld und Sühne

Was haben der "U-Bahn-Schläger" Thorben P. und der Kindermörder Olaf H. (Mörder von Mirco)  gemeinsam?

Sie sagen, sie bereuen ihre Taten.

Jetzt ist es mit solchen Aussagen ähnlich, wie mit Papier. Papier ist geduldig, sagt man landläufig.
Wenn man vor Gericht steht, dann ist es gut für die Höhe des Strafmaßes, wenn man seine Tat bereut. Insoweit kann man eine vor Gericht verbalisierte Reue gern als das nehmen, was es ist: ein Versuch, die eigene Haut zu retten.

Richtige Reue wäre, wenn man ein gesprochenes Urteil hinnimmt und sich damit nicht nur juristisch, sondern persönlich auseinandersetzt. Wenn man den Schmerz aushält, der durch ein hartes Urteil ausgelöst wird. Wenn man am eigenen Leib spürt, was es heißt, fremdbestimmt zu sein. Wenn man erfährt, das die Tat, die man in vollem Bewusstsein der Tragweite des Handelns ausgeführt hat, schmerzhafte Konsequenzen hat. Wenn man seinen Schmerz über das Urteil in der gleichen Vehemenz erlebt, wie man das Gefühl der Angst ihrer Opfer, ihre Macht- und Hilflosigkeit und die Trauer der Angehörigen einfach ignoriert hat.

Ein Schüler kann auch im Knast sein Abitur machen. Das ist kein Grund, nicht in das Gefängnis zu gehen. Das einen der Knast nicht besser macht, kann sein. Aber die Verantwortung für sein Handeln trägt man selbst. Man kann sich also auch im Knast entscheiden, ob man ein verantwortungsvoller Mensch werden möchte.

Und ein Familienvater, der ein Kind aus niedrigsten Beweggründen ermordet, der weiß, dass er im Knast auf der untersten Schiene landen wird. Mitleid kann ich dafür nicht aufbringen. Denn immerhin hat er als Vater gewusst, dass der Verlust eines Kindes einen unerträglichen Schmerz auslöst.

Wie gesagt. Man kann sich entscheiden. Und wenn man sich entschieden hat, dann muss man die Konsequenzen tragen.
Sich in Revisionsverfahren retten zu wollen, ist armselig und genauso niedrig, wie die Tat an sich.

Echte Reue heißt, sich sich selbst zu stellen und die Konsequenzen des eigenen Handelns auszuhalten, auch und gerade dann, wenn sie schmerzhaft sind. Denn nur das kann einen Prozess der Umkehr in Gang setzen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Donnerstag, 29. September 2011

Internetaktivitäten

Sind Sie schon bei Facebook? Twittern Sie?

Lt. Bruce (Männerherzen) ist dieses Internet ja völlig überbewertet. Hat keine Aussicht auf Zukunft ;-)

Ich habe jetzt eine Einladung zu Google+ bekommen. Nicht dass Sie denken, bei dieser Art sozialer Netzwerke könne jedermann mitmachen. Nein. Bei Google+ braucht man eine Einladung. Jedenfalls bis vor Kurzem.
Jetzt darf jeder rein, der möchte.

Schade. Ein Freund, der mir kürzlich eine Einladung geschickt hat, hat sicher gedacht, er macht mir eine Freude. Endlich in einem exklusiven Internetclub.

Und nun darf da plötzlich jeder Straßenköter rein?
Nö. Dann will ich nicht mehr.
Ich komm jetzt schon mit der Pflege meiner Foren, meiner unzähligen E-Mail Adressen und verschiedenen anderen Internetaktivitäten kaum hinterher.
Und ich habe einen Facebook Account.

Mehr ist nicht drin. Schließlich habe ich auch noch ein reales Leben. Das verheißt heute Sonnenschein und einen verplanten Tag.

Aber ein verplanter Tag ist immer noch besser, als im kühlen Büro mit mangelnder Sonneneinstrahlung zu sitzen. Hier muss ich meinen Blick von einer Arbeitsecke zur anderen schweifen lassen und das schlechte Gewissen setzt sofort ein.
Nein. Dann lieber den Nachmittag außer Haus verbringen. Dann geht mir der Familiendreck in den Ecken auch nicht so auf die Nerven.
Über Putzfrauen, die einen von einem auf den anderen Tag verlassen und dem Familienschmutz ausliefern, rede ich ein andermal.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 27. September 2011

Nichts Neues

Es gibt nichts Neues.
Nichts.

Ich habe keine Erfolge zu vermelden, weder bei der Bewältigung meiner Rechtschreibekorrekturen, noch bei der Layout-Bearbeitung des Textes für die Veröffentlichung.

Nichts geht vorwärts. Ich bin sehr frustriert darüber. Kleines Beispiel gefällig, wie ich momentan arbeite?

Ich sitze am Rechner, das Schreibprogramm mit dem Buch geöffnet und ich formatiere. Für eine Veröffentlichung mittels Epub. Dazu muss der Text vorbereitet sein. Und während ich mich mit Formatierung, Layout und ähnlichem beschäftige, finde ich Rechtschreibefehler. Nicht einen. Nicht zwei. Viele!

Und ich frage mich, wieso ich diesen blöden Text jetzt schon zum (gefühlt) hunderttausendstens Mal lese, und diese blöden Fehler nicht entdeckt habe? Meine Rechtschreibprüfung ist keine Hilfe, nein. Sie versteht manche Dinge einfach nicht und weigert sich beharrlich, sie zu lernen.

Also mache ich einen Schritt zurück, von der Formatierung zur erneuten Rechtschreibeprüfung. Lese den Textabschnitt zum hunderttausendundeinen Mal und finde Formulierungen, die ich so nicht stehen lassen kann.
Nein, also das geht ja gar nicht. Wortwiederholungen, wo sie nicht hingehören, Sachverhalte, die noch mal neu beschrieben werden müssen, Gefühle, deren Tiefe nicht gut genug beschrieben scheinen.

Ich lese ganze Abschnitte laut vor und merke, wo es nicht rhythmisch klingt. Ändere diese Abschnitte. Korrigiere Fehler. Ändere erneut. Formatiere, finde wieder Fehler, ändere.... Ein ewiger Kreislauf.

Wenn ich mein Kind vom Hort abhole, habe ich das Gefühl, ich habe nichts getan. Der Haushalt sieht genauso übel aus wie immer. Meistens habe ich noch nicht mal die Waschmaschine angeschmissen, geschweige denn, hängende Wäsche abgenommen und weggelegt.

Und dann habe ich das Bedürfnis, wenigstens noch ein paar produktive Dinge zu erledigen. Einkaufen. Entschuldigungen schreiben. Ja, tatsächlich dem Haushalt etwas groben Schliff verpassen. Sehr zum Leidwesen meines Sohnes, der sich sich laut beschwert, dass ich nie Zeit für ihn habe.
Und muss dann erfahren, dass mein kompletter Nachmittag auf dem Fußballfeld stattfindet.

Also, nichts Neues.
Ich plane etwas, und nachher kommt alles ganz anders!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Samstag, 24. September 2011

Besuch

ist wie Fisch, sagt man so landläufig: Nach drei Tagen fängt er an zu stinken.

Hm.

Der Papst ist in Deutschland.
Mir persönlich ist der Job von Herrn Ratzinger (so sein 'bürgerlicher' Name) eigentlich egal. Eigentlich.
Uneigentlich finde ich den Aufriss, der um seiner Sicherheit willen gemacht wird, zwar verständlich, aber dennoch ausgesprochen lästig. Und letztlich finde ich den Job als Papst extrem überbewertet.

Ich kann mir nicht helfen, es scheint nach allem, was sich in den Medien so breit macht, nur eine Entweder-Oder Stimmung in Sachen Papst zu geben. Entweder, man ist haltlos begeistert, ob der "Ehre", dieses Besuches und wird als "kleinkariert" verschrien, wenn man sich diesem Hype nicht ergeben möchte, oder aber man ist so dagegen, dass man die guten Sitten des Anstandes hintenan stellt und sich demonstrativ aus dem Bundestag verabschiedet, um seinen Protest deutlich zu machen.

Zwischentöne scheinen im Zusammenhang mit Papst und Glauben nicht existent zu sein. Gut, jetzt empfinde ich persönlich den Papst auch nicht gerade als Meister der integrativen Zwischentöne. Aber Respekt gehört ihm, genauso wie jedem anderen Menschen. Und wenn er vom Bundestag eingeladen wird, zu sprechen, dann hat die Mehrheit das so entschieden. Da ist nicht nur Respekt vor dem Menschen angebracht, der dorthin eingeladen wurde, sondern das gehört mit zu den Spielregeln der Demokratie: das mitzutragen, was die Mehrheit entschieden hat.

Meine Mutter sagte immer: Jedem Tierchen sein Plaisierchen. So gehts mir mit dem Papst. Wenn mein Nachbar meint, er müsse seinen Kopf gen Mekka verneigen, so soll er das tun. Wenn meine Nachbarin schier ausrastet, ob der Freiheit, die der Buddhismus ihr lässt, bitte schön. Und wenn die junge Frau von gegenüber so katholisch ist, dass ihr Herz beim Besuch des Papstes höherschlägt - seis drum.

Ich persönlich halte nichts von Personenkult. Ob das der Papst, Lady Gaga, Kaiser Franz oder Brad Pitt ist, ist mir wurschtepappen.
Die kochen alle nur mit Wasser.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Freitag, 23. September 2011

Noch´n Cover

Ich hatte vorgestern Nacht die Idee zu einem Cover. Gestern habe ich das in einem Entwurf in die Tat umgesetzt und auch diversen Menschen in meinem Umfeld gezeigt. Die Resonanz war durchweg positiv. Übrigens geschlechterübergreifend, was bei den vorherigen Cover-Ideen keinesfalls so war.

Also ist die Entscheidung gefallen, das Cover wird so ähnlich aussehen. Ich bitte um Verständnis, dass ich es hier noch nicht zeigen kann.
Erstens ist der Titel noch nicht öffentlich, und zweitens habe ich den Entwurf nur  "dahingepfuscht", es ist also eher der grobe Abriß einer Idee, als ein fertiges Cover.
Und es erwarten uns bei der Umsetzung von der Idee zum fertigen Foto noch ein paar Schwierigkeiten. Eine Flasche, die sich in Bewegung befindet und ein sich ebenfalls in Bewegung befindlicher Korken sollen auf das Titelbild.
Als ich meinem Mann die Idee vorgestellt habe, hat er nur bemerkt, dass wir viele Flaschen trinken müssen, um die Trefferchance auf ein gutes Bild zu erhöhen. Und ob er nach so vielen Flaschen noch gut fotografieren kann, ist eine weitere Frage, die sich stellt. Was macht man da?

Freunde einladen. Was sonst. Schließlich sind Freunde dazu da, einen in misslichen Situationen zu unterstützen. Und was kann problematischer sein, als eine Kiste voller Flaschen zu haben, die für ein Foto geöffnet werden müssen? Da werden sie in den sauren Apfel beißen müssen, respektive tief in das große Glas schauen müssen.
Die vielen Flaschen werden sich fast von selbst entleeren. Und irgendeiner wird es bestimmt schaffen, rechtzeitig auf den Auslöser zu drücken. Und das Bild kommt dann aufs Cover. Ich schwöre.
Selbst wenn es das Gruppenfoto einer betrunken anmutenden Gurkentruppe ist.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Donnerstag, 22. September 2011

Grammatik

ist schwer.

Gestern habe ich mit meinen Lektorinnen zusammengesessen und habe ein paar Probleme in der Rechtschreibung und grammatikalische Fehler besprochen, als die Sprache auf die Redewendung: "ich habe zuhause noch etwas rumzustehen" kam.

Ich bin Hessin (im Exil ;-) )
Für mich klingt diese Redewendung absolut schräg und ich klassifizierte es als Berliner "Slang". Was meine Umgebung genauso absolut verneinte und der festen Überzeugung ist, es sei eine grammatikalische richtige Formulierung.

Jetzt befasse ich mich ja sozusagen beruflich mit Sprache und schriftsprachlichen Ausdrucksweisen. Es hat mir keine Ruhe gelassen. Obwohl sich meine grammatikalischen Fähigkeiten zu meinem Leidwesen auf ein "Bauch-Gefühl" reduzieren lassen, habe ich ein Ohr für Sprachklang, und für mich klingt dieser Satz einfach schräg.
Der Duden hat mir bei der Beantwortung der Frage, ob der Ausdruck korrekt ist, nicht weiterhelfen können. Ich habe in Ermangelung anderer verlässlicher Quellen in einem Schriftstellerforum nachgefragt, wie die Zunft diesen sprachlichen Ausdruck versteht.
Einig ist man sich insofern, dass es eine regionale Sprachwendung ist und im normalen Hochdeutsch nicht verwendet wird. So sehe ich das ebenfalls. Genauso wie der Gebrauch von "umzu" im Bremer Raum, das für "rundherum" verwendet wird: Bremen und umzu heißt Bremen und um Bremen herum.

Aber was mir sehr gefallen hat, war der weitere Verlauf der Diskussion. Mein Beispielsatz war:

Ich habe zuhause noch eine Tüte rumstehen.

Der Berliner macht daraus dann wohl:
Ich habe zuhause noch eine Tüte rumzustehen.

Der Schwabe, habe ich gelernt, hat zuhause noch "eine Tüte rumfahren" und der Münsteraner hat die Tüte "rumfliegen".

Die dynamischen Zustände einer Tüte in Deutschland. Wie schön ist doch Sprache!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Montag, 19. September 2011

Wochenanfang

Die Sonne scheint. Wie schön. Das war leider die vergangenen Tage nicht immer der Fall.
Ich hatte ein anstrengendes, aber schönes Wochenende in meinem Kleid auf einem mittelalterlichen Fest. Nass geworden bin ich auch, ich habe nämlich keine Haube - obwohl ich unter der Haube bin! Für das nächste Jahr muss ich das unbedingt ändern.


Vor zwei Jahren hatte ich mir das Kleid genäht. Und trage es einmal im Jahr, manchmal für ein ganzes Wochenende, manchmal nur einen Tag. Jedes Jahr wieder mache ich mir die Mühe, das Kleid per Hand vorsichtig zu waschen. Wenn es lang genug gehangen hat, ist es auch trocken. Dann wird es sorgsam gebügelt und aufgehängt. Leider ist sowohl waschen als auch bügeln dieser Klamotte sehr zeitintensiv. 
Was für ein Aufwand für ein Wochenende im Jahr. Jedes mal sage ich es mir, aber dann kann ich doch nicht anders und muss es anziehen.
Das Fest war nett, ebenso wie die Leute und der Wein. Und nachdem ich auch dieses Jahr wieder ganz viele schöne Kleider gesehen habe, habe ich beschlossen, mir für das Fest im nächsten Jahr ein neues Kleid zu nähen. Vielleicht etwas authentischer im 1200 Jahrhundert angesiedelt.... obwohl ich das "Authentische" nicht unbedingt so ernst nehme. Hauptsache, das Kleid gefällt mir und steht mir...
Über die anderen Menschen, die im Trachtenanzug kommen und an der Kasse für die "Gewandung" eine Ermäßigung erhoffen, oder die Händler, die "authentische" Gürtel mit Reisverschlüssen anbieten, schweige ich lieber. Dann doch lieber offensichtlich ohne das "A", aber mit Spaß an der Freude. Und mittelalterlich anmutende Gewänder machen Frauen einfach schöner. Meistens.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 15. September 2011

Männerherzen

haben mein Frauenherz erobert.

Gestern Abend im Kino - Womans Night.
Wenn Sie die Gelegenheit haben, einen solchen Abend in Ihrer Nähe wahrzunehmen, dann tun Sie das.

Es geht nichts über einen guten Film, gepaart mit der leicht hysterischen Unruhe, die bei der Frauenmenge ausgelöst wird, wenn Schauspieler wie Til Schweiger, Maxim Mehmet, Florian David Fitz oder Wotan Wilke Mörike auftreten.
Und ich bin mir ganz sicher: "Die ganz, ganz, ganz große Liebe" wird ein Hit. Seit gestern Abend geht mir diesen Schlager nicht mehr aus dem Kopf.

Gehen Sie ins Kino, in Männerherzen, die ganz ganz große Liebe.

Gönnen Sie sich ein Glas Sekt. Und amüsieren Sie sich über gute Schauspieler in einem guten Film. Und wenn Sie das getan haben, dann werden Sie nach Hause gehen und leise "die ganz, ganz, ganz große Liebe" vor sich hinsummen.

Gut. Es mag sein, dass Sie schlagartig zu summen aufhören, wenn Sie in das eheliche Bett fallen und Sie ihren Partner sehen, der leise vor sich hinschnarcht. Aber sehen (hören) Sie gnädig darüber hinweg. Trinken Sie noch ein Glas Sekt und singen laut von der "ganz, ganz, ganz großen Liebe". Viel Spaß dabei!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 14. September 2011

Neues Titelbild

Ich habe am Wochenende einen kurzen Spaziergang gemacht. Dabei entstand folgendes Foto:


Ich werde noch ein wenig damit rumspielen. Vielleicht ergibt sich daraus ein verwertbares Cover.

Ansonsten habe ich heute schon viel Kaffee zu mir genommen, ohne das es mir viel genützt hätte. Die Müdigkeit, die gestern direkt nach sportlicher Betätigung eingesetzt hat, hat sich nicht über Nacht verzogen.

Ich gehe jetzt bügeln. Der Wäsche ist es egal, ob ich sie angähne. Und zum bügeln schaue ich mir einen schönen Film an. Vielleicht mit Brad Pitt...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 13. September 2011

Friseur

Ich sollte zum Friseur gehen. Gestern Morgen war ich schon fast soweit. Meine Haare nerven mich, weil ich nicht so recht weiß, was ich mit ihnen anfangen soll.

Die Farbe ist schon wieder ein Stück rausgewachsen. Die Spitzen müssen ab. Die Fasson stimmt nicht. Keine Frisur hält lange. Immer nur hochstecken ist totlangweilig.
Dafür brauche ich eigentlich keine langen Haare.

Locken wäre eine Alternative. Aber alle raten mir davon ab. Insbesondere der Friseur. Ich weiß immer nicht, ob die keine Dauerwellen mehr machen können, oder ob die mir wirklich abraten, weil sie meine Haare so wie sie sind, schön finden. Und Haare eindrehen ist nicht mein Ding. Da verknote ich mir regelmäßig die Arme und Hände.

Es gibt Momente, an denen bin ich ganz zufrieden mit den langen Zotteln. Und es gibt Tage, an denen mein Mann völlig genervt ist, weil ich überall Haare verliere. Bei kurzen Haaren fällt es nicht so auf.
Die Jahreszeit wäre genau die Richtige, um die Haare abzuschneiden: im Sommer muss ich mindestens halblange Haare haben, damit ich sie hochstecken kann. Sonst schwitze ich mich tot unter dem Fell. Im Herbst und Winter ist das nicht so wichtig und bis zum nächsten Sommer sind sie wieder lang genug.

So rätsel ich hin und her. Gestern habe ich mich nicht getraut. Vielleicht mache ich es heute? Ich muss ohnehin in die Stadt. Wenn ich einen Friseur treffe, dann entscheide ich mich spontan -
wahrscheinlich fürs Spitzen schneiden ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 12. September 2011

Lesen!

Macht Spass. Meistens jedenfalls.

Ich habe mir am Samstag ein Buch gekauft und es gestern Abend (Sonntag) ausgelesen. Ein eindeutiges Kennzeichen dafür, dass mir das Buch gefallen hat:


Eine nette kleine Geschichte über eine junge Frau, die mal aus Jux geheiratet hat und das sozusagen "verdrängt" hat, bis sie tatsächlich aus Liebe heiraten möchte. Eine Geschichte, die man flott lesen kann.

Was ich von dem anderen Buch leider nicht behaupten kann. Ich bin immer noch nicht viel weiter vorgedrungen. Aktuell: Seite 116.
Mit der unfassbaren Frage: "Können Hirnareale lachen?" schließt Charlotte gerade eine innere Zwiesprache ab.
Und ich frage mich: wie lange will ich mir dieses schlechte Buch eigentlich noch antun? Soll es doch sein Dasein als Briefbeschwerer, Tür- und Fensteraufhalter fristen. Ich werde es nicht weiterlesen, höchstens als Paradebeispiel dafür, wie ich niemals schreiben möchte.

So. Und nun mache ich meinen Job. Korrigiere meine eigenen Rechtschreibefehler. Wörtliche Rede ist schwer!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia



Samstag, 10. September 2011

Luft machen

muss ich mir. Jetzt sofort.

Ich habe eben mit der Polizei meines Wohnortes telefoniert. Und mich wundert nichts mehr. Gar nichts. Schon gar nicht, dass man Polizisten nicht mehr ernst nimmt. Ganz ehrlich? Nach diesem Telefonat geht es mir ähnlich.

Was ist ein Polizist? Ein Vertreter der Staatsgewalt. Und was sind seine Aufgaben? Ich zitiere mal Wikipedia:

Als Polizist wird umgangssprachlich ein im Dienst von staatlichen Körperschaften (Staat, Land, Gemeinde) stehender Bediensteter auf dem Gebiet des Sicherheitswesens bezeichnet. /

Der Auftrag der deutschen Polizeien ist die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit. Dazu hat die Polizei durch Polizeiverfügungen und sonstige Maßnahmen und in einigen deutschen Ländern auch durch Polizeiverordnungen Gefahren für die öffentliche Sicherheit und teilweise auch für die Öffentliche Ordnung abzuwehren (Kriminalprävention).


Ich hatte ein konkretes Anliegen. 
Die Dame am anderen Ende des Telefons hatte keine Lust. 

So jedenfalls muss ich das folgende Telefonat interpretieren. Das beginnt mit der Nennung des Eigennamens. Vernuschelt. So vernuschelt, dass ich noch nichtmal die Idee eines Namens hatte.

Na gut.

Ich habe den Sachverhalt geschildert.

Sie fragt mich, was sie tun sollen.

Ich: ?

Hm. Irgendetwas vielleicht? Etwas, was man unter dem Begriff "Handeln", oder auch "Job ausüben" kennen könnte?! Eine Situation klären? Eine Ansage an die Betroffenen machen? Sich ein Bild vor Ort von der Situation machen?
Ich bin so irritiert über dieses Gespräch, das mir noch die schriftlichen Worte fehlen, um es auf den Punkt zu bringen.

Ich habe der Dame ein paar Vorschläge unterbreitet. Insbesondere habe ich ihr ans Herz gelegt, vielleicht zu abendlicher Zeit mal eine Streife vorbei zu schicken und den Randalierern eine Ansage zu machen.

Und die Auskunft bekommen: "Na ja, das wird nicht helfen."

Woraufhin mir fast der Kragen platzte.

Nö. Is schon klar. Mich fragen, was sie denn tun sollen und dann Vorschläge als sinnlos entwerten.
Wenn ich mit so einer Einstellung losziehe, dann wird sicher nichts helfen. Selbsterfüllende Prophezeiung sei Dank. Und ernstgenommen werde ich dann auch nicht mehr.

Mann oh Mann. 
Da hab ich ja mehr Autorität im linken Zeh, als diese Dame in Uniform und bewaffnet je haben wird. 
Und sie hinterlässt einen schlechten Eindruck. Einen, der mir zeigt, eine  kompetente Ansprechpartnerin für Sicherheitsprobleme ist diese Frau sicher nicht.

Ich werde abwarten. Wenn sich nichts tut, werde ich den Sachverhalt an die nächst höhere Stelle berichten, unter Erwähnung der heute gemachten Erfahrung mit der diensthabenden Polizistin.
Wenn die Dame ihren Job schon nicht ordentlich macht, sollte sie wenigstens an einer Fortbildung "Kommunikation mit dem Bürger" teilnehmen, damit sie ihr Unvermögen genauso gut vertuschen lernt, wie der geschulte Politiker.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia


Mittwoch, 7. September 2011

Fußball (Soccer)

Ich hatte gehofft bis zuletzt. Umsonst.

Mein Sohn möchte Fußball (Soccer) spielen. Er möchte in den Verein eintreten und zukünftig zweimal wöchentlich trainieren und am Wochenende Spiele machen.

Gebt mir Alkohol, ich möchte mich betrinken.

Mein Kind weiß nicht, was es mir und seinem Vater antut. Gestern hatte ich schon den Vorgeschmack dessen, was mich ab sofort erwartet: in der Kälte am Spielfeldrand stehen und mit den Jungs mitfiebern. Da sehe ich die diversen harten Erkältungen schon in großen Schritten auf mich zustürmen.

Ach je. Vielleicht entscheidet er sich ja nochmal um.
Ich gehe heute mit ihm schwimmen. So eine warme, geheizte Schwimmhalle hat etwas für sich. Und man könnte so schön warm und trocken am Rand sitzen, während die Kinder Wettkämpfe schwimmen.

Ich versuchs. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 5. September 2011

Appetit

auf den Inhalt meines Buches? Je nachdem, welches Schreibprogramm ich verwende, sind es zwischen 450 und 500 Seiten. Ich habe es sogar schon (testweise) im e-pub Format bearbeitet, das ergab auf meinem iPod über 1000 Seiten. Hört sich schlimmer an, als es ist .... und es lässt sich ganz gut lesen, denke ich. Okay, here we go:


Alexandra wird von ihrem Freund betrogen und muss nicht nur die Wohnung, sondern auch die gemeinsame Praxis verlassen, in der sie als Logopädin gearbeitet hat. 
Sie erfährt Trost und Zuspruch von ihrer Cousine und ihrer Oma, die jedoch unerwartet verstirbt. Alexandra erbt das Haus ihrer Großmutter und zieht aufs Dorf, in die Nachbarschaft ihrer Cousine.
Bei dem Versuch, ihr neues Leben auf dem Land in den Griff zu bekommen, lernt sie zwei Männer kennen, die ihre Gefühlswelt völlig aus dem Takt bringen.
Und dann gerät sie auch noch in Gefahr: ein ungebetener Gast verschafft sich Zutritt zu ihrem Leben. Sie findet tote Ratten vor der Tür und ihr Fahrrad wird mehrfach ernsthaft beschädigt. 
Als sie auch noch verdächtigt wird, einen Brand gelegt zu haben, spitzt sich die Situation zu......

Soweit also der Klappentext. Oder so ähnlich. Das Genre nennt sich Ladykrimi oder auch Romantic-Thriller.
Nun, es ist nicht wirklich ein Thriller. Eher eine spannungsgeladene Geschichte. Kennen Sie M.M.Kaye? Sie hat "Palast der Winde" (The Far Pavilions) geschrieben. Und noch anderes. Eins meiner Lieblingsbücher von ihr ist "Vollmond über Kaschmir" (Death Walked in Kashmir). In diese Kategorie würde ich mein Buch einordnen.


Wenn es Ihnen gefällt, schreiben Sie mir: sia.wolf{at}web.de
Wenn nicht, vergessen Sie´s.


Bis dahin, liebe Grüße, Sia


P.S. Ach so. Wenn es soweit ist und das Buch veröffentlicht ist - kaufen sie sich schonmal eine gute Flasche Wein. Sie könnten beim Lesen auf den Geschmack kommen. Alternativ empfehle ich gern Erdbeer Limes mit Sekt - aber nicht zuviel, es könnte ihre Auffassungsgabe beeinträchtigen.

Regen - mal wieder

Auch wenn es warmer Regen ist, macht es das Wetter nicht besser.

Ich hänge schon den ganzen Vormittag am Schreibtisch und komme nicht so recht weiter. 
Wenn ich überlege, woran es liegen könnte, dann glaube ich, sind es die fehlenden Informationen für die Bearbeitung bestimmter Bereiche. Na klar gibts dafür Fachleute. Die sitzen in Verlagen, Werbeagenturen oder Dienstleisterfirmen. Aber sie sind teuer. Und kosten Energie - wenn ich den Auftrag beschreiben soll und die Zusammenarbeit organisieren muss.

Ich suche also nach Informationen für Cover-Gestaltung, wie erstelle ich ein E-books, mit welchem Programm mache ich es, wie erreiche ich welche Plattform zur Veröffentlichung und welche Bedingungen muss ich erfüllen?

Ich lese unendlich viel auf englisch, schlage ständig unbekannte Vokabeln in Leo nach, google nach Tutorials für diverse Gestaltungsmöglichkeiten und verzweifle langsam. Das Gefühl, trotz intensiver Beschäftigung mit dem Thema "Buchveröffentlichung", nichts, aber auch gar nichts zu schaffen, lähmt mich.

Ich zweifle heute an allem. 
An meinem Buch als Ganzes, an bestimmten Abschnitten im Besonderen. 
An der Idee, es allein zu veröffentlichen, an der Vorstellung, dass es irgendjemand kaufen mag.
An der Überlegung, dass ich es schaffen könnte, eine Veröffentlichung noch im September hinzukriegen, an der Idee, im November eine erste Lesung zu organisieren.

Es ist heute nicht mein Tag. Ich gehe jetzt in die Küche und esse soviel Schokolade, bis mir schlecht ist.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia