Montag, 30. Mai 2011

Technik, die begeistert

habe ich gerade nicht auf dem Schreibtisch liegen.
Aber einen Speicherstick.

Gewissenhaft, wie ich bin, möchte ich meine Daten sichern, und das nicht nur auf einer CD und einer externen Festplatte (neben diversen Backups, die mein Rechner regelmäßig fährt), nein, ich möchte auch einen Speicherstick benutzen.

Arghhhh!

Schon letzte Woche ging es mir so. Da habe ich mir einen Freisprech-Ohrstöpsel gekauft, weil mein altes System mit meinem neuen Mobiltelefon nicht funktioniert.
Und, man glaubt es kaum, auch als ich mir einen Kajalstift zum schminken meiner Augen gekauft habe, ging es mir so. Selbst die letzte Gurke, die in meinem Einkaufskorb gelandet ist, war davon befallen (mutmasslich neben anderen Dingen...)

Ich hasse es.

Ich versuche eine Plastikverpackung zu öffnen. Es ist nicht einfach eine dumbe Verpackung, nein, sie ist sehr fest, lässt sich gut greifen und ist transparent.
Man kann das Objekt der Begierde erkennen.

So schön.

Man kann es nur nicht benutzen, weil man nicht dran kommt. Diese Verpackung widersetzt sich allen Möglichkeiten, die man zur Öffnung haben könnte. Da sitzt man nun davor, möchte so gern mit diesem Ding arbeiten, aber es geht nicht.
Das ist wie Schaufenster gucken von schönen Kleidern, die nie passen würden. - Absolut frustrierend.

Kettensäge wäre noch ein Versuch. Leider habe ich keine. Außerdem müsste ich Schutzkleidung anlegen - dafür ist es draußen zu warm und der Aufwand insgesamt zu groß.

Die Fingernägel sind schon ruiniert, und das blöde Ding ist immer noch verpackt. Meine Scheren sind nicht scharf genug, um Plastik zu schneiden, und die Messer auch nicht - und das ist noch dazu zu gefährlich. Nein, das Teppichmesser lasse ich besser sein. Sonst werden die nächsten Tage ein Fiasko.

Ich werde es mit der Brotmaschine versuchen. Oder ich bringe das Teil zurück und oute mich als alte Frau, die sich zwar für die Technik von heute interessiert, aber leider nicht mit ihr umgehen kann.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 24. Mai 2011

Ich habe fertig

Ich bin nicht im Heim. Mein Mann hat mich gerettet, er hat das Etui gefunden.
Im Kleiderschrank.
Nein, ich habe es aufgegeben, darüber nachzudenken, warum es im Kleiderschrank lag.
Und nein, ich war zwar die Letzte, die es in der Hand hatte, aber ich war es nicht. Ich schwöre es. Ich habe das Etui niemals in den Kleiderschrank gelegt.
Warum sollte ich auch so etwas Bescheuertes tun?
Es müssen diese bösartigen Zwerge gewesen sein, die ständig das Haus dreckig machen, den Kühlschrank leerfuttern und das Gras und Unkraut im Garten wachsen lassen....
Die Hauptsache ist, ich bin nicht im Heim, sondern kann zuhause meiner Arbeit nachkommen.

Das habe ich getan und siehe da: Die Rohfassung meines Buches ist fertig - der Grund dafür, dass ich jetzt über eine Woche nicht in meinem Blog aktiv war.

Gestern Abend habe ich die letzte Szene geschrieben, heute wird noch ein wenig Feinarbeit vorgenommen und eine Bereinigung der Rechtschreibfehler steht noch an.

Morgen werden die vielen Seiten über einen Hochleistungsdrucker ausgedruckt und am Donnerstag werden meine Lektorinnen wie die Geier über diese Seiten herfallen.
Wenn ich Glück habe, bekomme ich eine Freigabe. Wenn nicht, muss ich nacharbeiten. Oder die Lektorinnen wechseln. ;-)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 12. Mai 2011

Alterserscheinungen, die dritte

Vorgestern die Entwicklung einer Allergie, gestern die grauen Haare und heute?

Ich habe auf dem Weg vom Badezimmer bis zu meinem Schreibtisch mein Nagelpflegeetui versummelt (hessisch für "verschlampt").
Der Weg hat die Länge von etwa 10 Metern und bietet diverse Ablageflächen, die ich allerdings schon erfolglos abgesucht habe.
Meine Erinnerung hört in dem Moment auf, in dem ich das Etui öffne um zu sehen, ob meine Nagelschere darin liegt. Sie lag drin, aber das ist das Letzte, an das ich mich erinnere.

Jetzt frage ich mich, sind das die ersten Anzeichen der Erkrankung A.?
Muss ich mich, da ich hin und wieder Wortfindungsstörungen, andere sprachliche Ausfälle und dazu noch gelegentlich mit dem Wiedererkennen von Personen zu kämpfen habe, muss ich mich nun mit der Möglichkeit, von dieser schleichend auftretenden Erkrankung betroffen zu sein, auseinandersetzen?
Und was ist die Folge dieser Auseinandersetzung?

"Ich erschieß mich", das hat Herr .... (wie hieß er noch gleich?) getan. In meiner Verwandtschaft war das ein häufig geäußerter Spruch männlicher Angehöriger.
Glücklicherweise hat die Altersdemenz dafür gesorgt, dass sie dieses Ansinnen vergessen haben.

Weibliche Verwandte haben anders reagiert. Wahrscheinlich auch, weil ihnen die Aussicht, nächste (meist weibliche) Angehörige mit dem Entfernen der Sauerei zu belasten, unangenehm war. Wer würde das auch wegputzen wollen?
Nein, deren Aussage ist: sucht mir ein schönes Heim, wenn es soweit ist.

Nun, wie weit ist es jetzt bei mir? Wenn ich das Etui bis heute Abend nicht gefunden habe, dann fange ich an über Heime zu recherchieren. Vielleicht finde ich eines, das ich mir leisten kann.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Mittwoch, 11. Mai 2011

Alterserscheinungen

Ich habe diese Woche ja schon einmal über Alter gesprochen, im Zusammenhang mit Allergien - ich scheine gerade eine heftige Kreuzallergie zu entwickeln: Garten - und Hausarbeit gekoppelt mit dem bergmännischen Abbau von Akten und Rechnungen auf dem Schreibtisch.
Das auslösende Allergen, dass alle genannten Tätigkeiten gleichermaßen besitzen heißt Sisyphus.... Meine heftige Reaktion darauf scheint eine Alterserscheinung zu sein, wobei die Entwicklung von Allergien mit steigendem Alter eigentlich seltener wird.

Dafür gibt es eine andere Alterserscheinung, die die meisten Menschen mit gestiegenem Alter trifft: graue Haare. Nun können Männer froh sein, wenn sie noch graue Haare kriegen können, oft genug ist da ab einem bestimmten Alter nicht mehr viel oder gar nichts mehr, was sich in irgendeiner Art entfärben könnte.

Aber Frauen wie ich müssen, um sich ihrem inneren Alter entsprechend auch äußerlich zu fühlen, zur Chemie greifen. Das ist auf die Dauer teuer und vor allem auch nervig. Wie oft stehe ich vor dem Spiegel und überlege, kann ich es noch eine Woche hinauszögern? Ist der Ansatz schon sehr deutlich zu sehen? Und vor allem: welche Termine stehen diese Woche an und kann ich mich dort mit einem gräulich-ungefärbten Haaransatz sehen lassen?

Mein Sohn macht mir da klare Ansagen. "Mama, wenn deine Haare überall blond sind, dann siehst du viel schöner aus."
Tja, was soll ich da noch sagen? Ich gehe dann mal Haare färben.....

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 10. Mai 2011

Botanik

Ich habe eine Pflanze im Garten, die mir unbekannt ist.

Nun ist das nicht ungewöhnlich bei einer Frau, die mit Gartenarbeit nicht so viel am Hut hat, sollte man meinen.

Es interessiert mich aber, was das ist, was da an unpopulärer Stelle in meinem Garten wächst - ohne das ich mich daran erinnern könnte, dort etwas gepflanzt zu haben.
Mitunter vergrabe ich nämlich Fruchtkerne von exotischen Früchten in meinem Garten, in der Hoffnung, irgendwann einen fetten Mangobaum mein Eigen nennen zu können. Gern auch eine Papaya Pflanze oder eine Kokospalme. Nein, eine Kokosnuss habe ich bisher noch nicht eingegraben ;-), aber ich stelle es mir nett vor, im Garten exotische Früchte zu haben.
Gut, vermutlich würde es ihnen so gehen, wie meinen Erdbeeren. Leider völlig verunkrautet.... Der Vorteil dieser Unkraut-Technik ist, dass auch die Vögel die Beeren nicht mehr so einfach finden und daher für die Familie mehr übrig bleibt.

Ich habe übrigens versucht, über fachkundiges Personal herauszufinden, wie die Pflanze heißt, die bei mir wächst.
Weder diverse Biologen im direkten Umfeld (Du, das tut mir leid, aber ich bin kein Botaniker....) noch meine persönliche Kräuterhexe konnten mir bisher weiterhelfen.
Also werde ich im Internet suchen müssen. Dumm, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, wie man Pflanzen klassifiziert, um an den richtigen Stellen danach suchen zu können. Selbst die Blühfarbe ist nicht eindeutig....

Sollte ich auf meine alten Tage nicht nur allergisch, sondern auch noch Gartenfachfrau werden?
Ich habe beschlossen, zuerst bei den exotischen Pflanzen zu suchen. Vielleicht wächst ja doch ein bezaubernder Granatapfel im meinem Garten und ich kann bald ernten....

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Montag, 9. Mai 2011

Allergien

Ich scheine auf meine "alten" Tage tatsächlich eine Allergie zu entwickeln. Meine Nase läuft und läuft und läuft.... Der Niesreiz ist zwischendurch ganz lustig und erleichternd, aber ständiges auftreten dieser Kanonaden nervt dann doch.
Da ich das das erste Mal erlebe, bin ich noch unsicher, auf was ich allergisch reagiere. Mein Mann, der auf dem Gebiet weitaus mehr Erfahrung hat, vermutete, gegen Eichenpollen.
Jetzt wohne ich in einem Wohngebiet, in der nicht gerade viele Eichen stehen. Aber ich war in den vergangenen Tagen tatsächlich öfter im Wald und seitdem steigt mein Verbrauch an Taschentüchern kontinuierlich.

Heute morgen wollte ich mich nach einer etwas "schlunzigen" Arbeitswoche wieder in vollem Ausmaß meinen Geschichten widmen. Leider kamen mir ganz viele Rechnungen, Anträge und Berichte dazwischen, die schon seit mehreren Tagen auf Erledigung warten und nun gemacht werden mussten - bevor ich mit wichtigen staatlichen Stellen Ärger bekomme.
Also habe ich tatsächlich den ganzen Morgen an meinem Schreibtisch gesessen und fleißig meinen Papierkram erledigt - obwohl ich viel lieber schöne Dinge geschrieben hätte. Leider müssen auch die schnöden Dinge des Alltags geregelt werden, sonst kann die Phantasie nicht tanzen.

Aber seitdem ich das alles erledigt habe, brauche ich nicht mehr so viele Taschentücher und niese nicht mehr so häufig.
Das könnte an der Tablette gegen Allergien liegen, die ich heute morgen genommen habe.
Oder aber es ist der Papierkram, auf den ich allergisch reagiere. Nach Beendigung der ungeliebten Tätigkeit hat er seine Funktion des niesenden Erinnerns aufgegeben.

Was auch immer: ob die Tablette, die fehlenden Eichen oder aber der auf der Seele liegende, nunmehr erledigte Papierkram- jetzt kann ich in die Sonne und meiner geliebten Fabuliertätigkeit nachgehen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Donnerstag, 5. Mai 2011

Noch ein Artikel

Kennen Sie den deutschen Ethikrat?

Der Ethikrat befasst sich mit ethisch relevanten Fragestellungen, die sich aus dem Kontext von Gesellschaft und Wissenschaft ergeben und versuchen die Folgen bestimmter wissenschaftlicher Erkenntnisse auf das gesellschaftliche Leben und die Bedeutung Einzelner zu ergründen und zu bewerten.

Warum erzähle ich das? 

Mittwoch, 4. Mai 2011

Morgenzeitung

Heute Morgen war sie wieder da.

Die Zeitung. Seit Samstag kam sie entweder gar nicht, oder aber wir bekamen eine andere als die, die wir eigentlich bestellt hatten.

Es ist ein Genuss für mich, morgens mit der Zeitung im Bett zu liegen, einen Kaffee zu trinken und noch eingehüllt in der warmen Decke die Neuigkeiten des Tages zu lesen.
Manchmal bin ich vom unhandlichen Geblätterwust genervt, aber dann doch befriedet, wenn ich einen interessanten Artikel gefunden habe.

Wenn ich schnell war, dann habe ich die Zeitung zu Ende gelesen, bevor mein Mann ein schnorchelndes kleines Päckchen neben mich legt, bevor er zur Arbeit geht.
Heute Morgen war ich nicht schnell genug. Die Zeitung hatte ich noch nicht fertig gelesen, den Kaffee nicht ausgetrunken und das Schnorchelpäckchen war schon wach genug zum reden.

Und was sagte es? Nicht "Guten Morgen". Nein, ich bekam sofort und ungefiltert den Frust des Kindes zu spüren: die Mama interessiert sich gar nicht für mich, nur für ihre blöde Zeitung.

Ich muss zugeben, ich hätte den Artikel gern noch gelesen.

Aber wer kann schon einem halb verschlafenden grunzenden Etwas widerstehen, das leise kichert, wenn es ihm gelungen ist, der Mama die Decke zu klauen?
Ich nicht.

Also lese ich die Zeitung heute Abend weiter, wenn die Nachrichten des Tages schon alt und abgestanden sind.
Das Gute daran ist, dass man sich über manche Dinge nicht mehr aufregen muss, weil sie schon wieder Geschichte sind.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Dienstag, 3. Mai 2011

Veränderungen

bedeuten lebendig sein. Die Natur verändert sich derzeit täglich, gestern noch waren alle Bäume wie im Winterschlaf und ließen sich nur sehr zögerlich von den Sonnenstrahlen überzeugen, ihre grünen Blätter zu zeigen.
Und plötzlich, so meint man, ist die Natur förmlich explodiert, alles ist in Saft und Kraft, die Bäume groß und protzig, als ob sie noch nie anders aussahen.

Stillstand bedeutet Tod.
Das ist die landläufige Meinung und normalerweise teile ich diese Ansicht. Bis auf Ausnahmen. Eine davon ist Gartenarbeit.

Montag, 2. Mai 2011

Regnerischer Alltag

hat uns wieder. Was ist vergangene Woche passiert?

Kate hat ihren Prinzen geheiratet und unzählige Menschen haben weltweit die Hochzeit live verfolgt.

Ich war wandern.

Das königliche Brautpaar hat mich nicht sonderlich interessiert und ich war nur noch genervt davon, dass die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten ihre Gelder zum Fenster rauswerfen - ein Programm hätte ja wohl genügt um das Zinnober zu übertragen. Aber sei´s drum.
Ich könnte allerdings wetten, dass die Ehe nicht länger als maximal 10 Jahre dauert. Vielleicht sollte ich mal bei den Buchmachern in Großbritannien anfragen, wie die Quoten stehen.